Moralisch bedenkliche Straßennamen

Groß-Nabas-Straße



0 – 0
(15. Trudering-Riem)
Deutsche Biografie  

Am 2. - 4.1.1905 fand bei Groß Nabas in Deutsch-Südwestafrika ein Gefecht gegen den Großkapitän der Witboi-Hottentotten statt, an dem die Bayernkompagnie hervorragend beteiligt war.

Waterbergstraße



0 – 0
(15. Trudering-Riem)
Deutsche Biografie  

Am Waterberg (ehern. Deutsch-Südwestafrika) fand 1904 ein entscheidendes Gefecht im Herero- Feldzug statt, an dem viele Bayern teilnahmen.

Gröbenstraße


Groeben Otto Friedrich von der
16.4.1657 – 30.6.1728
(13. Bogenhausen)
Deutsche Biografie Deutsche Biografie

Major; Otto Friedrich von der Groben, Forschungsreisender, gründete am 1.1.1683 die brandenburgische Festung Groß-Friedrichsburg an der afrikanischen Goldküste. Geb. 1.4.1657 zu Pratten im Ermeland, gest. 30.1.1728 auf seinen Gütern Ostpreußen.

Von-Kahr-Straße


Kahr Gustav von
28.11.1833 – 31.10.1905
(23. Allach-Untermenzing)
  Deutsche Biografie

Antsemitische Einstellung

Lüderitzstraße


Lüderitz Franz Adolf Eduard
16.7.1834 – 24.10.1886
(13. Bogenhausen)
Deutsche Biografie Deutsche Biografie

Franz Adolf Eduard Lüderitz (1834 – 1886), Überseekaufmann und Forschungsreisender, erwarb 1883 die dann nach ihm benannte Bucht von Angra Pequena in Südwestafrika und begründete damit die Kolonie Deutsch-Südwestafrika. In der Lüderitzbucht befand sich nach 1904 ein Internierungslager für gefangene Herero und Nama mit unmenschlichen Haftbedingungen.

Treitschkestraße


Treitschke Heinrich von
15.9.1834 – 28.4.1896
(10. Moosach)
Deutsche Biografie Deutsche Biografie

Die Juden sind unser Unglück (Aussage) Am 25. Mai 1939 ordnete das bayerische Staatsministerium des Innern die Umbenennung der Paul-Heyse-Straße in Heinrich-von-Treitschke-Straße an, da Heyse Halbjude gewesen sei; Oberbürgermeister Fiehler (NSDAP) ließ die Umbenennung zurückstellen und dabei blieb es. Bereits 2009 eine Diskussion, von Ude beendet, weil er ein bedeutender Historiker, der der Geschichtswissenschaft wichtige Impulse gab Online-Pedition vom 3.2.2015 - Umbenneung in Heinrich-Graetz-Allee

Klugstraße


Klug Ludwig Peter von
1838 – 1913
(9. Neuhausen-Nymphenburg )
  Deutsche Biografie

Wegen Betrug verurteilt
Antrag zur Umbenennung wurde abgelehnt

Langbehnstraße


Langbehn August Julius
26.3.1851 – 30.4.1907
(20. Hadern)
Deutsche Biografie Deutsche Biografie

August Julius Langbehn, der "Rembrandtdeutsche", so genannt nach seinem 1890 erschienenen aufwühlenden Buche "Rembrandt als Erzieher"; geb.26.3•1851 zu Hadersleben (Nordschlgswig); gest. 30.4.1907 zu Rosenheim, begraben zu Puch b.Fürstenfeldbruck.

Antisemit, im Nationalsozialismus gefördert

Lina-Hähnle-Straße


Hähnle Lina
3.2.1851 – 1.2.1941
(23. Allach-Untermenzing)
Deutsche Biografie Deutsche Biografie

Nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten bekundete sie auf einer Mitgliederversammlung des Bundes im November 1933: „Ein sieghaftes 'Heil' auf unseren Volkskanzler, der die Deutschen aus der Verbundenheit mit der Natur heraus gesunden lassen will.“ Auch die Satzungsänderung des Verbandes 1934, nach der nur „deutsche Staatsbürger und Menschen artverwandten Blutes“ Mitglieder werden durften und Juden aus dem Verband ausgeschlossen wurden, fiel noch in ihre Amtszeit.

Isolde-Kurz-Straße


Kurz Isolde
21.12.1853 – 6.4.1944
(13. Bogenhausen)
Deutsche Biografie Deutsche Biografie

Sympathisiere mit der NS-Ideologie

Max-von-Gruber-Straße


Gruber Max von
6.7.1853 – 16.9.1927
(4. Schwabing-West)
Deutsche Biografie Deutsche Biografie

Max von Gruber, führender Hygieniker, geboren 6. Juli 1853 in Wien, gestorben 16. September 1927 in Berchtesgaden, seit 1902 in München

Verfechter der Rasenhygiene, jedoch bewertete er Hitler als Psychopathen von geringer Rasse und als wahnwitzig Erregten.

Wißmannstraße


Wißmann Hermann von
4.9.1853 – 15.6.1905
(13. Bogenhausen)
Deutsche Biografie Deutsche Biografie

Hermann von Wißmann, Afrikaforscher, durchquert 1880 im Dienste der deutschen afrikanischen Gesellschaft Afrika, wird 1888 zum Reichskommissar, für Deutsch-Ostafrika ernannt and nimmt durch Hissen der deutschen Flagge am 1.1.1891 den vom Sultan von Sansibar abgetretenen Küstenstrich in Besitz. 1895/96 Gouverneur von Deutsch-Ostafrika. Geb. 4.9.1853 zu Frankfurt a/O. , gest. 15.6.1905 zu Waisenbach b/Liezen (Steiermark)

Dewetstraße


Wet Christiaan Rudolf de
7.10.1854 – 5.2.1922
(11. Milbertshofen-Am Hart)
Deutsche Biografie Deutsche Biografie

Während des Ersten Weltkriegs versuchte er mit anderen Buren, einen pro-deutschen Aufstand in Südafrika auszulösen. Dies scheiterte an der mangelnden Unterstützung sowohl durch die Bevölkerung als auch durch die relativ schwachen Kolonialtruppen in Deutsch-Südwestafrika. De Wet wurde Anfang Dezember 1914 von Regierungstruppen gefangengenommen und zu sechs Jahren Haft und einer Geldstrafe von 2000 £ verurteilt, aber bereits nach einem Jahr unter der Bedingung, sich nicht weiter politisch zu betätigen, wieder freigelassen.

Max-Halbe-Weg


Halbe Max
4.10.1865 – 30.11.1944
(13. Bogenhausen)
Deutsche Biografie Deutsche Biografie

Max Halbe, geb. 4.10.1865 in Güttland bei Danzig, gest. 30.11.1944 in Neuötting(Obb., lebte seit 1895 ständig in Münchn und verkehrte im Kreise, Thomas, Wedekinds und Hartlebens. Der bedeutende Dramatiker und Erzähler, der seien naturalistischen und sozialenThemen mit volksliedhaften lyrischen Stimmungen verband, erregte mit seinem Werken großes Aufsehen und übte auf Theater und Film starkem Einfluß aus.
Werke: "Der Strom", "Jugend", "Scholle und Schicksal", "Mutter Erde", "Freiheir" u.a.

Max Halbe war zwar kein NSDAP-Mitglied, er legte aber bereits 1933 einen Treueschwur auf Adolf Hitler ab, bezog Geldzuwendungen aus Miteln des Reichspropagandaministers und des Münchner NSDAP-Gauleiters bis zu seinen Lebensende.

Emil-Nolde-Straße


Nolde Emil
7.8.1867 – 13.4.1956
(15. Trudering-Riem)
Deutsche Biografie Deutsche Biografie

Emil Nolde, (eigentlich Hansen), geb. 7.8.1867 in Nolde/Kreis Tondern, gest. 13.4.1956 auf seinem Hof Seebühll (Nordschleswig), Graphiker und Maler, welcher u.a. auch in München studierte, führender Vertreter des deutschen Expresionismus.
Die Farbe ist das stärkste Ausdrucksmittel seiner religiösen, dämonischen und maskenhaften Darstellungen. Hohen Rang innerhalb seines Gesamtwerkes nehmen auch seine ca. 400 graphischen Blätter und Aguarelle (Blumen, Tiere, Köpfe) ein.

Emil Nolde war ein begeisterter Nationalsozialist, zusammen mit seiner Frau Ada ein Verehrer des „Führers“, ein Rassist und Antisemit. Er entwarf im Sommer 1933 einen "Entjudungsplan", den er Adolf Hitler vorlegen wollte, denunzierte seinen "Brücke"-Kollegen Max Pechstein und war der NS-Ideologie treu bis 1945.

Ludwig-Thoma-Straße


Thoma Ludwig
21.1.1867 – 26.8.1921
(21. Pasing-Obermenzing)
Deutsche Biografie Deutsche Biografie

Für den Miesbacher Anzeiger verfasste er in den letzten 14 Monaten seines Lebens 175 größtenteils (bis auf fünf Fälle) anonyme und meist antisemitische Hetzartikel, vor allem gegen die Regierung in Berlin und die Sozialdemokratie. Aber auch über das jüdische Bürgertum schrieb er beispielsweise: „Teiteles Cohn und Isidor Veigelduft, die dürfen im Sommer nach wie vor ihre verschnörkelten Haxen in die Lederbuxen stellen, am Arm ihre Rebekka im Dirndlg’wand, nach Veilchen und Knoblauch duftend.“ Er bezeichnete die Reichshauptstadt Berlin als „Entenpfuhl“ und eine „Mischung von galizischem Judennest und New Yorker Verbrecher-Viertel“, beschrieb in völkischem Vokabular eine „tiefgewurzelte, in der Rasse begründete, … Eigenart“ und beschimpfte die Weimarer Republik als „charakterlose Deppokratie“. Er nannte deren Vertreter „dieses traurige Saupack aus Tarnopol und Jaroslau“ und hob hervor, dass „wir außer dem Itzig von der Promenadenstraße noch etliche vom Stamme Levi abgeschossen haben …“ (in der Promenadenstraße wurde der bayerische Ministerpräsident Kurt Eisner erschossen). Und den jüdischen Verleger Rudolf Mosse beschimpfte Thoma mit den Worten „Lausejunge mit dem Krauselhaar und deinen geschneckelten Fortbewegungsscheren“.

Pfitznerstraße


Pfitzner Hans
5.5.1869 – 22.5.1949
(11. Milbertshofen-Am Hart)
Deutsche Biografie Deutsche Biografie

In zahlreichen Orten sind Straßen oder Wege nach Hans Pfitzner benannt. 2010 wurde in Hamburg mit Wirkung vom 1. Januar 2011 die Pfitznerstraße wegen der NS-Nähe Pfitzners umbenannt; sie ist heute ein Teil der Friedensallee. Weitere Umbenennungen erfolgten im März 2012 in Hamm und im Mai 2012 in Münster.

Am 1. Juni 2016 schlug die Malerin Konstanze Sailer im Rahmen ihres digitalen Gedenkprojektes Memory Gaps – Erinnerungslücken vor, die nach Pfitzner benannte Gasse im Wiener Bezirk Liesing in Alfred-Grünewald-Gasse umzubenennen.

Von-Erckert-Platz


Erckert Friedrich von
30.9.1869 – 16.3.1908
(15. Trudering-Riem)
Deutsche Biografie  

Erklärung siehe Von-Erkert-Str.

Von-Erckert-Straße


Erckert Friedrich von
30.9.1869 – 16.3.1908
(15. Trudering-Riem)
Deutsche Biografie  

Friedrich v. Erkert, Hauptmann u. erster Kamelreiterführer d. (Schutztruppe d. sogen. Bayernkompagnie. Geb.30.12.18691 zu Bromberg gefallen am 16.5.1908 bei Seatsul in der Kalahari.

Dominikstraße


Dominik Hans
7.5.1870 – 16.12.1910
(13. Bogenhausen)
Deutsche Biografie Deutsche Biografie

Hans Dominik, verdient um die Erforschung and Befriedung der deutschen Kolonie Kamerun (1893-1910). Geb. 7.5.1870 zu Culm (Westpr.)j gest. 16.12.1910 auf der Heimfahrt von Kamerun

Küfnerstraße


Küffner Hans
17.6.1871 – 24.2.1935
(13. Bogenhausen)
Deutsche Biografie  

Hans Küfner wollte die Brienner Straße vom Odeonsplatz bis zum Königsplatz in Adolf-Hitler-Straße umzubenennen.

Hans-Pfann-Straße


Pfann Hans
4.8.1873 – 5.1.1958
(15. Trudering-Riem)
Deutsche Biografie Deutsche Biografie

Hans Pfann, Oberstudiendirektor, Schriftsteller, Münchener Alpinist. Geboren 4.8.1878 in Nürnberg, gestorben 5.1.1958 in Bad Reichenhall. Hans Pfann lebte über 50 Jahre in München. Er bestieg im ganzen Alpengebiet als Erster unzählige Eiswände von Viertausendern und leitete Forschungsexpeditionen im Ausland. Pfann war Ehrenmitglied vieler deutscher und österreichischer Alpenvereinssektionen und Gründungsmitglied des Oskar-von-Miller-Polytechnikums [= heutige Fachhochschule] in München.

Kißkaltplatz


Kißkalt Wilhelm
21.10.1873 – 14.2.1958
(12. Schwabing-Freimann)
Deutsche Biografie Deutsche Biografie

Sauerbruchstraße


Sauerbruch Ernst Ferdinand
3.7.1875 – 2.7.1951
(20. Hadern)
Deutsche Biografie Deutsche Biografie

2014 berief die Stadt Hannover einen Beirat aus Fachleuten zur Überprüfung, ob es bei Personen als Namensgeber für Straßen „eine aktive Mitwirkung im Nazi-Regime oder schwerwiegende persönliche Handlungen gegen die Menschlichkeit gegeben hat“. Er regte die Umbenennung der nach Sauerbruch benannten Straße an. Nach der Darstellung dieses Beirats habe Sauerbruch wissentlich medizinische Versuche an Menschen mindestens in Kauf genommen. Der Beirat erwähnt, dass Sauerbruch zwar beim Reichsjustizminister gegen das Euthanasieprogramm vorstellig geworden sei. Auf Kongressen habe er aber nicht gegen Versuche an KZ-Häftlingen protestiert.

Alois-Wunder-Straße


Wunder Alois
28.3.1878 – 14.7.1974
(21. Pasing-Obermenzing)
Deutsche Biografie Deutsche Biografie

Nationalsozialistische Vergangenheit?

Linnenbrüggerstraße


Linnenbrügger Fritz
1878 – 30.4.1919
(15. Trudering-Riem)
  

Fritz Linnenbrügger, geb. 1878 zu Bielefeld. Gefr. bei dem HuBarenregt.Nr. 8, wurde am 29.4.1919 von Rotgardisten bei einem Angriff in der Gegend v. Oberschleißheim gefangen genommen und am 30.4.1919 im Luitpoldgymnasium ermordet.

Agnes-Miegel-Straße


Miegel Agnes
9.3.1879 – 26.10.1964
(13. Bogenhausen)
Deutsche Biografie Deutsche Biografie

„kontinuierlich arbeitende Stütze des NS-Regimes im publizistischen Betrieb der Diktatur seit 1933“

Georg-Thiele-Straße


Thiele Georg
11.5.1880 – 17.10.1914
(15. Trudering-Riem)
Deutsche Biografie  

Georg Thiele, Korvettenkapitän; gefallen am 17.10.1914 als Chef der 6.Torpedoboots-Halbflottille bei der Insel Texel (Holland).

Gustav-Rau-Straße


Rau Gustav
28.2.1880 – 5.12.1954
(15. Trudering-Riem)
Deutsche Biografie Deutsche Biografie

Georg-Freundorfer-Platz


Freundorfer Georg
23.7.1881 – 18.12.1940
(8. Schwanthalerhöhe)
Deutsche Biografie Deutsche Biografie

Hilblestraße


Hilble Friedrich
10.6.1881 – 4.6.1937
(9. Neuhausen-Nymphenburg )
Deutsche Biografie  

Rechtsradikal, ging gegen Juden vor

Weddigenstraße


Weddingen Eduard
15.9.1882 – 18.3.1915
(16. Ramersdorf-Perlach)
Deutsche Biografie  

Kapitän Otto Weddigen, geboren 15.9.1882 in Herford. Ging am 1.3.1915 mit U 29 unter

Georg-Gradel-Weg


Gradel Georg
30.6.1884 – 4.10.1950
(21. Pasing-Obermenzing)
  

Ina-Seidel-Bogen


Seidel Ina
15.9.1885 – 3.10.1974
(13. Bogenhausen)
Deutsche Biografie Deutsche Biografie

Seidel identifizierte sich mit der Ideologie des Nationalsozialismus. Im Oktober 1933 gehörte sie zu jenen 88 Schriftstellern, die das Gelöbnis treuester Gefolgschaft für Adolf Hitler unterschrieben.

Am Führerkult um Adolf Hitler beteiligte sie sich mit ihrem Gedicht Lichtdom, das in den Zeilen gipfelt: „Hier stehn wir alle einig um den Einen, und dieser Eine ist des Volkes Herz“.

Lilly-Reich-Straße


Reich Lilly
16.6.1885 – 14.12.1947
(12. Schwabing-Freimann)
Deutsche Biografie Deutsche Biografie

Lilly Reich, geb. am 16.06.1885 in Berlin, gest. 1947 in Berlin, Innenarchitektin. Lilly Reich war ab 1912 Mitglied des Deutschen Werkbundes und wurde 1920 die erste Frau in dessen Vorstand. Am Bauhaus 1932 bis 1933 Leiterin der Ausbauabteilung. Nach 1945 Atelier für Architektur, Design, Textilien und Mode in Berlin, anschließend Lehrtätigkeit an der Hochschule für Bildende Künste in Berlin.

Hella-von-Westarp-Straße


Westarp Hella von
11.1.1886 – 30.4.1919
(15. Trudering-Riem)
Deutsche Biografie Deutsche Biografie

Heila, genannt Hella, Gräfin von Westarp, geb. 11.1.1886 zu Partenkirohen, wurde am 26. April 1919 von Rotgardisten als Geisel festgenommen und am 30.4.1919 im Luitpoldgymnasium ermordet.

Hella von Westarp war Sekretärin der Thule-Gesellschaft, einer Vorläuferin der NSDAP.

Robert-Heger-Straße


Heger Robert
19.8.1886 – 14.1.1978
(13. Bogenhausen)
Deutsche Biografie Deutsche Biografie

Seit 1937 NSDAP Mitglied, trat im besetzten Krakau als „Träger des deutschen Kulturwillens im Osten“ auf, stand auf der Gottbegnadeten-Liste

Erich-Giese-Straße


Giese Erich
22.6.1887 – 5.6.1917
(15. Trudering-Riem)
Deutsche Biografie  

Erich Giese.Kapitänleutnant,Kommandant der "S20", Z-Flottille in Flandern. Gef. am 5.6.1917 bei einem Vorstoß in den englischen Kanal.

Marineoffizier, fiel im Ersten Weltkrieg

Walter-Flex-Straße


Flex Walter
6.7.1887 – 16.10.1917
(9. Neuhausen-Nymphenburg)
Deutsche Biografie Deutsche Biografie

Dichter, geboren 6. Juli 1887 zu Eisenach, gefallen 16. Oktober 1917 auf der Insel Ösel. Verfasser von Dramen, Gedichten und Novellen

Brittingweg


Britting Georg
17.2.1891 – 27.4.1964
(16. Ramersdorf-Perlach)
Deutsche Biografie Deutsche Biografie

Profitierte von Dritten Reich

Ernst-Buchner-Weg


Buchner Ernst
20.3.1892 – 3.6.1962
(21. Pasing-Obermenzing)
Deutsche Biografie Deutsche Biografie

Univ. Prof. Dr. phil. Ernst Buchner, Kunsthistoriker, Generaldirektor der Bayerischen Staatsgemäldesammlungen von 1930-46, 1953-1957, Mitglied der Bayr. Akademie der Wissenschaften, geb. 20.3.1892 und gest. 3.6.1962 in München, verdient um den Wiederaufbau der Alten Pinakothek und die Erforschung dr altdeutschen Malerei, u.a. der Münchner Mler der Spätgotik Jan Pollak und Niklas Horwerk.

Buchner, der dem Kampfbund für Deutsche Kultur angehörte, trat im Mai 1933 der NSDAP bei. Laut Petropoulos soll er „die Gestapo bei der Beschlagnahmung jüdischer Kunstgüter“ unterstützt haben. Im Juni 1942 reiste er im Auftrag der Berliner Reichskanzlei in das unbesetzte Frankreich, um den nach Pau an den atlantischen Pyrenäen ausgelagerten Genter Altar ins Deutsche Reich zu schaffen. Nach dem Zweiten Weltkrieg behauptete Buchner in einem Verhör bei den Kunstraubspezialisten des amerikanischen „Office of Strategic Services“, es habe sich dabei um keine Beschlagnahme, sondern eine Luftschutzmaßnahme gehandelt.

Richthofenstraße


Richthofen Manfred von
2.5.1892 – 21.4.1918
(10. Moosach)
Deutsche Biografie Deutsche Biografie

Manfred von Richthofen, geboren 2. Mai 1892 in Breslau, im Luftkampf gefallen am 21. April 1918 an der Somme

Deikestraße


Deike Walter
1894 – 30.4.1919
(15. Trudering-Riem)
  

Walter Deike, Kunstgewerbezeichner, gab. 1894 zu Magdeburg, wurde am 26. April 1919 in München von Rotgardisten als Geisel festgenommen und am 30. April 1919 im Luitpoldgymnasium ermordet»

Hans-Koch-Weg


Koch Hans
7.7.1894 – 9.4.1959
(7. Sendling-Westpark)
Deutsche Biografie Deutsche Biografie

Hans Koch, Universitätsprofessor für Wirtschafts- und Gesellschaftskunde Osteuropas, Gründer und Direktor des Osteuropa-Instituts in München, geb. 7.7.1897 in Kaltwasser bei Lemberg, gest. 9.4.1959 in München.

Professor Hans Koch hat durch sein Wirken dazu beigetragen, die guten nachbarlichen Beziehungen mit den Völkern Osteuropas neu zu beleben und auf allen kulturellen Gebieten weiter zu pflegen.

Koch wurde 1. Januar 1932 Mitglied der NSDAP in Österreich und nochmals am 1. August 1935 im Deutschen Reich (Mitgliedsnr. 3.703.926).[2] In Breslau fungierte er auch als Blockleiter. Er wurde Mitglied beim NS-Altherrenbund sowie beim NS-Dozentenbund und dem Nationalsozialistischen Lehrerbund.

Skandal um ein Nazi-Buch

Karl-Böhm-Weg


Böhm Karl
28.8.1894 – 14.8.1981
(12. Schwabing-Freimann)
Deutsche Biografie  

Kurz nach dem Anschluss Österreichs dirigierte Böhm am 30. März 1938 im Wiener Konzerthaus die Wiener Symphoniker beim „Ersten festlichen Konzert im neuen deutschen Reich“, begrüßte das Publikum mit dem Hitlergruß (ohne dazu verpflichtet gewesen zu sein)[9] und ließ einleitend das Horst-Wessel-Lied spielen. Zur „Volksabstimmung“ über den „Anschluss“ Österreichs schrieb Böhm im April 1938: „Wer dieser Tat des Führers nicht mit einem hundertprozentigen JA zustimmt, verdient nicht, den Ehrennamen Deutscher zu tragen.“[

Kabastastraße


Kabasta Oswald
29.12.1896 – 6.2.1946
(21. Pasing-Obermenzing)
Deutsche Biografie Deutsche Biografie

Dazu Priebergs Kommentar: „Die Besatzungsbehörde besaß 1946 die NSDAP-Karteikarte Kabastas. Die Quälerei mit Todesfolge war ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit. Ein Beispiel mehr, daß ehrliche, empfindsame Persönlichkeiten den Absurditäten der ‚Ennazifizierung‘ [sic] durch dumme Bürokraten des Military Government nicht gewachsen waren; die Dickfelligen setzten ihre Karriere ohne Skrupel fort.“ Kabastas Schutzbehauptung, dass die Aufnahme 1938 nur „in Aussicht genommen sei“, stimmte jedoch nicht, da in seiner Ummeldungsbestätigung vom 8. Februar 1940 von Wien nach München festgehalten wurde, dass er seine Mitgliedskarte vorgelegt und die Mitgliedsbeiträge bis November 1940 bezahlt habe.

Bernatzikstraße


Bernatzik Hugo Adolf
26.3.1897 – 9.3.1953
(13. Bogenhausen)
Deutsche Biografie Deutsche Biografie

NSAP-Mitglied

Kiaulehnweg


Kiaulehn Walther
4.7.1900 – 7.12.1968
(16. Ramersdorf-Perlach)
Deutsche Biografie Deutsche Biografie

Sprecher der Deutschen Wochenschau und vieler NS-Kulturfilme

1943 wurde er überdies vom Propaganda-Ministerium für Drehbucharbeiten zu NS-Kulturfilmen unabkömmlich (uk) gestellt.

Aus Frankreich schrieb er Jubelartikel über die Zerstörung der Altstadt von Marseille,

Ab 1944 war er hier in erster Linie für die Durchhaltepropaganda mit Berlinbezug in der Illustrierten verantwortlich

Teuchertstraße


Teuchert Franz Carl
1900 – 30.4.1919
(15. Trudering-Riem)
  

Freiherr Franz Karl von Teuchert, geb. 20.Juli 1900 zu Marburg (Steiermark), Freiwilliger beim Freikorps Regensburg, wurde am 29. April 1919 von Rotgardisten in Neufahrn bei Anzing verhaftet u. am 30.April 1919 im Luitpoldgymnasium ermordet,

Anwärter auf die Mitgliedschaft in der nationalistischen Thule-Gesellschaft,

Hermann-Proebst-Weg


Proebst Hermann
25.2.1904 – 15.7.1970
(15. Trudering-Riem)
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Laut dem Historiker Alexander Korb, der an der University of Leicester derzeit eine Habilitationsschrift über Hermann Proebst und das Medienmilieu im Deutschland der Nachkriegszeit schreibt, verkörpert Proebst „die intellektuelle Kooperation der Faschisten im besetzten Europa“.

Günter-Eich-Straße


Eich Günter
1.2.1907 – 20.12.1972
(13. Bogenhausen)
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Karriere im NS-Staat

Herbert-Quandt-Straße


Quandt Herbert
22.6.1910 – 26.6.1982
(17. Obergiesing-Fasangarten)
Deutsche Biografie Deutsche Biografie

NSDAP-Mitglied, Ausbeutung von Zwangsarbeitern. In der nach ihm benannten Straße befand sich ein Kriegsgefangenenlager!