Treitschkestraße in München Moosach
 

Münchner Straßenverzeichnis

   Treitschkestraße          

† vor 125


Treitschke Heinrich von
Heinrich von Treitschke
Bildrechte: Original uploader was Dilerius at de.wikipedia Second version was uploaded by Phrood at de.wikipedia., Heinrich von Treitschke, als gemeinfrei gekennzeichnet, Details auf Wikimedia Commons

Heinrich Gotthard von Treitschke (* 15. September 1834 in Dresden; † 28. April 1896 in Berlin) war ein deutscher Historiker, politischer Publizist und Mitglied des Reichstags von 1871 bis 1884, zunächst als nationalliberaler Abgeordneter, ab 1878 ohne Parteizugehörigkeit. Er war einer der zu seiner Zeit bekanntesten und meistgelesenen Historiker und politischen Publizisten in Deutschland.

Mit einem 1879 veröffentlichen Aufsatz löste Treitschke den Berliner Antisemitismusstreit aus. Dieser Aufsatz enthält den Satz „Die Juden sind unser Unglück“, der später zum Schlagwort des nationalsozialistischen Hetzblattes Der Stürmer wurde.

Der Aufsatz, in dem Treitschke die Forderung nach Zurückdrängung des gesellschaftlichen Einflusses der Juden erhob, löste den Berliner Antisemitismusstreit aus, eine bis 1881 anhaltende Debatte, die auf große Anteilnahme in der bürgerlichen Öffentlichkeit Deutschlands stieß und im Ergebnis trotz eines vordergründig negativen Ausgangs für Treitschke den Antisemitismus gesellschaftsfähig machte. Der Kern der Polemik Treitschkes richtet sich gegen den unterstellten Willen der Juden, ihre kulturelle Eigenart offensiv gegen das Deutschtum zu behaupten, was Treitschke als undankbar und frech charakterisierte, da sie der ihnen gewährten Emanzipation doch die Teilhabe am Leben der Nation verdankten. Die Lösung der „Judenfrage“ sei der Weg der Assimilation, der aber nur von wenigen Einzelnen wie Gabriel Rießer oder Felix Mendelssohn Bartholdy beschritten worden sei, während sich das Gros der Juden dagegen sperre.

Dieser Text basiert auf dem Artikel Heinrich_von_Treitschke aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der Lizenz Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported (Kurzfassung). In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.

| | | |

Straßenname Treitschkestraße
Benennung 1960 Erstnennung
Plz 80992
Stadtbezirk 10. Moosach | Alt-Moosach
RubrikPersonen
Kategorie Historiker  
Lat/Lng 48.17726 - 11.52334   
Person Treitschke Heinrich von
geboren 15.9.1834 [Dresden]
gestorben 28.4.1896 [Berlin]
Kategorie Historiker  
Nation Deutschland
Konfession evangelisch
GND 118623761
Leben

Heinrich Gotthard von Treitschke (* 15. September 1834 in Dresden; † 28. April 1896 in Berlin) war ein deutscher Historiker, politischer Publizist und Mitglied des Reichstags von 1871 bis 1884, zunächst als nationalliberaler Abgeordneter, ab 1878 ohne Parteizugehörigkeit. Er war einer der zu seiner Zeit bekanntesten und meistgelesenen Historiker und politischen Publizisten in Deutschland.

Mit einem 1879 veröffentlichen Aufsatz löste Treitschke den Berliner Antisemitismusstreit aus. Dieser Aufsatz enthält den Satz „Die Juden sind unser Unglück“, der später zum Schlagwort des nationalsozialistischen Hetzblattes Der Stürmer wurde.

Der Aufsatz, in dem Treitschke die Forderung nach Zurückdrängung des gesellschaftlichen Einflusses der Juden erhob, löste den Berliner Antisemitismusstreit aus, eine bis 1881 anhaltende Debatte, die auf große Anteilnahme in der bürgerlichen Öffentlichkeit Deutschlands stieß und im Ergebnis trotz eines vordergründig negativen Ausgangs für Treitschke den Antisemitismus gesellschaftsfähig machte. Der Kern der Polemik Treitschkes richtet sich gegen den unterstellten Willen der Juden, ihre kulturelle Eigenart offensiv gegen das Deutschtum zu behaupten, was Treitschke als undankbar und frech charakterisierte, da sie der ihnen gewährten Emanzipation doch die Teilhabe am Leben der Nation verdankten. Die Lösung der „Judenfrage“ sei der Weg der Assimilation, der aber nur von wenigen Einzelnen wie Gabriel Rießer oder Felix Mendelssohn Bartholdy beschritten worden sei, während sich das Gros der Juden dagegen sperre.

Bavarikon Wikipedia Deutsche Biografie Deutsche National Bibliothek
1965 Baureferat  
Treitschkestraße: Heinrich von Treitschke (1834-1896), Historiker und Schriftsteller, Prof, an der Universität Berlin. *1960
DatumQuelleA
18.04.1968Straßenumbenennung Treitschkestraße
DE-1992-STRA-40-69c Straßenbenennungen 1969 - 0
Bayernbund e.V. -> Oberbürgermeister Hans-Joachim Vogel
29.07.1968Eingabe des Kreisverbandes München des Bayernbundes e.V. vom 18.4.1968
hinsichtlich einer Umnennung der Treitschkestraße
DE-1992-STRA-40-69c Straßenbenennungen 1969 - 0
Baureferat - Wohnungswesen -> Stadtarchiv
09.08.1968Eingabe des Kreisverbandes München des Bayernbundes e.V. vom 18.4.1968
hinsichtlich einer Umbenennung der Treitschkestraße
DE-1992-STRA-40-69c Straßenbenennungen 1969 - 0
Stadtarchiv -> Baureferat-Wohnungswesen
Wikipedia Google Maps

Straßen sind das Gedächtnis der Stadt



Fehler