Stadtportal zur Münchner Stadtgeschichte
München-Maxvorstadt * Professor Walther Wüst bekleidet von 1941 bis 1945 das Amt des Rektors der Universität München.
München-Kreuzviertel * König Ludwig I. lässt die Universität schließen, weil es dort zwischen dem 24. und 29. Dezember 1830 zu einer Randale von Münchner Studenten gekommen ist.
München-Maxvorstadt * Friedrich Gärtner erhält den Auftrag für einen Neubau der Akademie der Bildenden Künste.
München-Maxvorstadt * Ferdinand von Miller sen. bringt erfolgreich einen Antrag zur Finanzierung des Akademieneubaues in den Bayerischen Landtag ein.
München-Maxvorstadt * Die „Raffael-Gobelins“ werden in den Dienstateliers von Professoren sowie im Rektorat der neu erbauten Akademie aufgehängt. Damit sind sie nicht öffentlich zugänglich.
München-Maxvorstadt * Die Baumaßnahmen für den Neubau der Akademie der Bildenden Künste beginnen.
München-Maxvorstadt * Die Räume im Akademieneubau der Bildenden Künste für die Klassen der Professoren Defregger, Wagner und Müller können in bereits fertiggestellte Räume des Akademieneubaues umziehen. Drei Professorenateliers und zwölf Malräume sind zur Benutzung freigegeben.
München-Maxvorstadt * Der gesamte Umzug der Akademie der Bildenden Künste ist vollzogen.
München-Maxvorstadt * Leo Klenze, der Gegenspieler von Friedrich Gärtner, bringt dessen Auftrag für einen Neubau der Akademie der Bildenden Künste wieder zu Fall.
München-Maxvorstadt * Zwei Millionen Gulden aus dem französischen Entschädigungsfonds in Folge des gewonnenen Krieges von 1870/71 werden für den Neubau der Akademie der Bildenden Künste bereitgestellt.
München-Maxvorstadt * Gottfried von Neureuther reicht die ersten Entwürfe für den Neubau der Akademie der Bildenden Künste beim Ministerium ein.
München-Maxvorstadt * 14 weitere Atelierräume im Neubau der Kunstakademie werden freigegeben.
München-Maxvorstadt * Der Architekturprofessor des Münchner Polytechnikums (heute: TU) Gottfried von Neureuther wird mit dem Bau der Akademie der Bildenden Künste beauftragt.
München-Maxvorstadt - München-Schwabing * Die Ruine des Siegestores soll abgerissen werden. Dank des Amtes für Denkmalpflege wird es 1956 jedoch notdürftig geflickt.
Schwabing - München-Maxvorstadt * Die siegreichen bayerischen Truppen ziehen triumphierend durch das feierlich geschmückte Siegestor.
München-Maxvorstadt - München-Schwabing * Der Umzug „2000 Jahre Deutsche Kultur“ nutzt das Siegestor für seine Propaganda.
München-Maxvorstadt - Schwabing * Friedrich von Gärtner beginnt im Auftrag König Ludwigs I. mit den Planungen zum Siegestor. Johann Martin von Wagner wird mit dem Skulpturenschmuck des Siegestores beauftragt.
München-Maxvorstadt * Das Siegestor geht als Schenkung an die Stadt über - und damit auch der Unterhalt. Mit der Auflage, dass seine Ausrichtung nach Norden nie verändert werden darf.
München-Maxvorstadt - München-Schwabing * Der Abriss des Siegestores wird beschlossen.
<p><em><strong>München-Maxvorstadt - Schwabing</strong></em> * Erste Planungsvorstellungen von König Ludwig I. zum Bau des Siegestores.</p>
München-Maxvorstadt - Schwabing * Das Siegestor wird - noch ohne der Quadriga - eingeweiht.
München * Das Bayerische Fernsehen strahlt im Vorabendprogramm Helmut Dietls grandiose Serie „Münchner Geschichten“ aus. In der Folge „Der lange Weg nach Sacramento“ verwandeln sich der Tscharli und seine Freunde in die Westernhelden Zorro, Gringo und Zapata.
München-Maxvorstadt * Das Georgianum, das weltweit einzige staatliche Priesterseminar, zieht in seinen Neubau an der Ludwigstraße.
München-Maxvorstadt * Das Hauptwerk des Dichters Dante Alighieri heißt „La Divina Commedia - Die göttliche Komödie“. Den gleichen Namen trägt der neu gestaltete Brunnen im Hof des Hauses des Rechts in der Veterinärstraße 1.
München-Maxvorstadt * Am Geburstag König Ludwigs I. wird der Grundstein für die Ludwigskirche gelegt.
München * Schon die Rückkehr des toten Ex-Königs Ludwig III. - in einem Sonderzug - soll zu einer Triumphfahrt werden. Seit der Überschreitung der bayerischem Grenze läuteten entlang der Strecke die Kirchenglocken und auf den Bahnhöfen versammeln sich Amtsträger, Honoratioren und Vereine in der Landestracht.
Der Sonderzug mit den sterblichen Überresten des Ex-Königs Ludwigs III. macht in Wildenwart Zwischenstation, um den Sarg der Ex-Königin aufzunehmen. Um Mitternacht trifft der Zug schließlich in München ein, wo man noch in der selben Nacht die beiden Särge in die Ludwigskirche bringt.
München-Maxvorstadt * Die Ludwigskirche wird durch Erwin Schleich wiederhergestellt.
München-Maxvorstadt * Der Fußweg zwischen der Kaulbachstraße und der Ludwigstraße wird nach Walter Klingenbeck benannt.
München-Maxvorstadt * Grundsteinlegung für die 172 x 78 x 24 Meter umfassende Bayerische Staatsbibliothek.
München-Maxvorstadt * König Ludwig I. erteilt Friedrich von Gärtner den Auftrag zum Bau der Bayerischen Staatsbibliothek, deren Bestände auf Herzog Albrecht V. ins 16. Jahrhundert zurückgehen.
Schon bevor sie die rund 200.000 Bände aus den säkularisierten Klöstern aufnehmen musste, war die Staatsbibliothek eine der umfangreichsten Sammlungen ihrer Art in Europa.
München-Maxvorstadt * Der Grundstein für die Bayerische Staatsbibliothek an der Ludwigstraße wird gelegt.
München-Maxvorstadt * Die von Friedrich von Gärtner geplante Staatsbibliothek wird bezogen.
München-Maxvorstadt * Die Staatsbibliothek in der Ludwigstraße ist endgültig fertiggestellt.
München-Maxvorstadt * Der Bau der Bayerischen Staatsbibliothek an der Ludwigstraße wird vollendet. Er kostet 1,3 Millionen Gulden.
München-Maxvorstadt * Phosphor- und Sprengbomben zerstören 85 Prozent der Bausubstanz und 25 Prozent des Bücherbestands der Bayerischen Staatsbibliothek.
München-Maxvorstadt * Nach Kriegszerstörung und Wiederaufbau wird der Bayerischen Staatsbibliothek ein Erweiterungsbau aus Stahl und Glas angefügt.
München-Maxvorstadt * Der sogenannte „Giftschrank“ in der Bayerischen Staatsbibliothek wird geöffnet. Er beinhaltet in der Hauptsache erotische Literatur, aber auch unliebsame politische oder kirchenkritische Schriften, die seit dem frühen 19. Jahrhundert zensiert, verboten, von der Polizei und Gerichten abgegeben und gesammelt wurden.
München * Ernst Philipp Fleischer lebt dauerhaft in München: zunächst in der Ottostraße 1, später in der Leopoldstraße 20.
München * Königin Marie von Bayern ruft das „Marienstift für verwaiste Töchter von Staatsdienern aller Klassen“ ins Leben und wird in der Ludwigstraße 14 untergebracht.
Maxvorstadt * Der Alte Nördliche Friedhof an der Arcisstraße wird eingeweiht. Er umfasst 7.272 Gräber und wird zum Ende des 19. Jahrhunderts bereits voll belegt sein.
München-Maxvorstadt * Die Büros der Münchner Volkshochschule befinden sich im Neuen Rathaus, bis sie im Jahr 1960 in der Rheinbergerstraße in der Maxvorstadt eigene Räume beziehen kann.
München-Maxvorstadt * Der Soldatensender American Forces Network - AFN nimmt von der Kaulbachstraße 15 aus seinen Betrieb auf. Die technischen Einrichtungen sind vorhanden, weil die Gauleiter Adolf Wagner und Paul Giesler ihre Informationen von hier aus über Kabel direkt zum Sender Ismaning übertragen haben.
München-Maxvorstadt * Bis 1925 bewohnt der päpstliche Nuntius“Eugenio Pacelli, der spätere Papst Pius XII., während des Umbaus der Nuntiatur in der Brienner Straße die Räume des Seyssel-Palais in der Kaulbachstraße 13.
München-Maxvorstadt * Ein Jahr nach der Gründung der BRD werden offizielle diplomatische Beziehungen mit Frankreich aufgenommen. Das Französische Konsulat bezieht die Räume der Kaulbachstraße 13, die zuvor der NS-Ministerpräsident Ludwig Sieber bewohnt hat.
Das Französische Konsulat sieht ihre Hauptaufgabe in der Wiederbelebung der durch den Krieg zerrissenen kulturellen Beziehungen zwischen Deutschland und Frankreich.
München-Maxvorstadt * Toni Pfülf begeht in ihrer Wohnung im Gartenhaus der Kaulbachstraße 12 Selbstmord. Nach den Reichstagswahlen im März 1933 wurden viele Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten in Schutzhaft genommen. Auch Toni Pfülf war vorübergehend wegen „Aufforderung der Arbeiterschaft zum Widerstand gegen das NS-Regimes“ verhaftet worden.
München-Maxvorstadt * Herzog Max in Bayern und seine Ehefrau Ludovica beziehen das Herzog-Max-Palais in der Ludwigstraße.
München-Englischer Garten - Schwabing * Kurfürst Carl Theodor ruft in einem Dekret die „Thier-Arzney-Schule“ ins Leben. Sie soll nicht nur Viehseuchen erforschen und bekämpfen, sondern auch Tierärzte und Schmiede für die Kavallerie ausbilden.
München-Englischer Garten - Schwabing * Die „Thierartzney-Schule“ wird unter der Leitung des Medizinalrats Professor Dr. med. Anton Will in der sogenannten Jesuitenwasch in der damals noch selbstständigen Gemeinde Schwabing eröffnet.
Die Tierarzneischule beschäftigt sich mit der Bekämpfung einbrechender Viehseuchen sowie der Ausbildung geschickter Tierärzte und guter Huf- und Kurier-Schmiede für die Kavallerie-Regimenter. Der Lehrbetrieb wird aber erst am 1. November aufgenommen.
München-Englischer Garten - Schwabing * Der Lehrbetrieb in der Veterinärschule wird durch den Professor der Tierarzneikunst und Medizinalrat Anton Joseph Will aufgenommen.
München-Englischer Garten * Die Militärgärten werden abgeschafft, dem Hoffuttermeisteramt unterstellt und vom Englischen Garten abgetrennt.
München-Englischer Garten * Das Gelände der Militärgärten wird wieder mit dem Englischen Garten vereinigt und daraus eine ausgedehnte längliche Wiesenfläche, die Schönfeldwiese, angelegt.
München-Englischer Garten * Der Englische Garten wird für seine Nacktbadenden bekannt. Aus anfänglichen Verboten wird schnell eine offizielle Duldung – damit entsteht das erste frei zugängliche innerstädtische Nacktbadegebiet der Welt.
München-Englischer Garten * Der Stadtrat beschließt die Nacktbadeverordnung. Ab sofort darf man legal auf der Schönfeldwiese [= „Poebene“] und in der Schwabinger Bucht komplett hüllenfrei liegen, sitzen und herumtollen.
München-Englischer Garten * Kurfürst Carl Theodor erlässt eine „Spezialresolution“, die die Verwaltung und Benutzung des Englischen Gartens und aller darin befindlichen Grundstücke und Gebäude regelt.
München-Englischer Garten * Unter dem Kommando von Benjamin Thompson nehmen Soldaten die ersten Pflanzungen für den Militärgarten vor.
Paris * Mit dem Sturm auf die Bastille beginnt in Paris die Französische Revolution. Durch dieses Ereignis wird das Militärgarten-Projekt in München [= Englischer Garten] zu einem Politikum, das in aller Eile realisiert werden muss.
München-Englischer Garten * Im Englischen Garten wird ein Manöver abgehalten. Aus ganz Baiern beteiligen sich von jedem Regiment eine Kompanie. Das sind 1.500 Mann, davon 300 zu Pferd. Das Manöver dauert bis zum 29. Juni.
München-Englischer Garten * Kurfürst Carl Theodor unternimmt eine erste groß angelegte Besichtigungsfahrt im offenen Gartenwagen durch den neu angelegten Englischen Garten. Doch noch ist der Park für die Öffentlichkeit gesperrt.
Der Bericht der ersten Spazierfahrt erwähnt eine Vieharzneyschule, eine Baumschule, eine Schweizerey, eine Schäferey und eine Ackerbauschule. Diese Einrichtungen sind als Lehr- und Musterbetriebe konzipiert und sollen die Landbevölkerung mit den neuesten Anbau- und Zuchtmethoden vertraut machen.
München * Johann Peter von Langer, der bis dahin die Akademie in Düsseldorf geleitet und gerade die Sicherstellung der Kunstschätze in Düsseldorf und in Schloss Bensberg überwacht hat, wird zum Direktor der neu zu gründenden Akademie der Bildenden Künste berufen und erhält zugleich den Auftrag, deren Verfassung auszuarbeiten.
München-Graggenau * In der Galeriestraße 15a eröffnet die Berliner Firma Siemens & Halsk" mit zwei Mitarbeitern seine erste Niederlassung außerhalb Preußens. Das Zwei-Personen-Büro teilen sich der Ingenieur Adalbert Planck, ein Bruder des späteren Nobelpreisträgers Max Planck, und eine Sekretärin.
München * Am Nachmittag besetzen Kommunisten das Wittelsbacher Palais, den Sitz des Aktionsausschusses.
München-Englischer Garten - Schwabing * Der baierische Kriegsminister Nikolaus Freiherr von Maillot de la Treille lässt sich von dem Architekten Jean Baptiste Métivier am Westrand des Englischen Gartens ein Schlösschen im Stil der italienischen Renaissance erstellen.
Es befindet sich an der Stelle des heutigen Verwaltungsgebäude der Generaldirektion der Allianz-Versicherung.
München * Die Königliche Akademie der Bildenden Künste wird in München gegründet. Als ihr erster Direktor wird der inzwischen in den Adelsstand erhobene und aus Düsseldorf stammende Johann Peter von Langer ernannt.
München * Nach seinem Amtsantritt als pfalz-baierischer Kurfürst führt Carl Theodor sein Konzept zur Zugänglichkeit von Kunst für ein breiteres Publikum auch in München ein.
München * König Max I. Joseph unterzeichnet die Konstitutionsurkunde, mit der die bestehende Akademie der Bildenden Künste [= Zeichnungsschule] reformiert werden soll.
München-Graggenau * Im Galeriegebäude am Hofgarten wird die erste Kunstausstellung der Zeichnungsakademie, einer Vorläuferin der späteren Kgl. Akademie der bildenden Künste, abgehalten.
München-Graggenau * Die von Kurfürst Carl Theodor eingerichtete Gemäldegalerie im Galeriegebäude des Hofgarten bietet Platz für rund 700 Werke. Per Erlass legt er fest, dass die Sammlung frei zugänglich ist und damit allen Interessierten offen steht.
München-Graggenau * Kurz nach seinem Regierungsantritt beabsichtigt Kurfürst Max IV. Joseph die Neuordnung der Künstlerausbildung.
München-Graggenau * Der pfalz-baierische Kurfürst Carl Theodor lässt für seine umfangreichen, aus baierischem und pfälzischem Besitz vereinten Gemäldesammlungen im mittleren Abschnitt der nördlichen Arkaden des Hofgarten ein Galeriegebäude errichten: die Hofgarten-Galerie, die als öffentliches Museum dient.
Der rund 175 Meter lange Bau ist schmal und funktional gehalten. Sein Architekt, Karl Albrecht von Lespilliez, konzipiert im Obergeschoss ausreichend tiefe Räume für die Präsentation der Gemälde. Anders als zuvor üblich entsteht hier kein einzelner, langgestreckter Saal, sondern eine Abfolge unterschiedlich großer Ausstellungsräume.
Auch bei der Beleuchtung geht Lespilliez neue Wege: Hoch an beiden Längsseiten angebrachte Fenster sorgen für eine gleichmäßige Ausleuchtung und einen steilen Lichteinfall. Dadurch lassen sich die Bilder nahezu ohne störende Reflexionen betrachten.
Neben der Gemäldegalerie bietet das Gebäude Raum für einen Graphiksaal, Teile der kurfürstlichen Bibliothek sowie eine Mal- und Zeichenschule. So verwirklicht Carl Theodor sein Ziel, am Hofgarten einen zentralen Ort für Kunstförderung und öffentliche Bildung zu schaffen.
München-Graggenau - München-Maxvorstadt * Zwischen 1779 und 1783 lässt Kurfürst Carl Theodor durch Karl Albrecht von Lespilliéz, dem Nachfolger von François Cuvilliés d.Ä., an der Nordseite des Hofgartens eine Gemäldegalerie anbringen. Davon hat die Galeriestraße ihren Namen.
München-Englischer Garten * Der Englische Garten hat eine Größe von 373,44 Hektar. Zum Vergleich:
München-Englischer Garten * Friedrich Ludwig Sckell wird die Oberaufsicht über das gesamte Gartenwesen übertragen. Der von Rumford angelegte Theodor-Park war - wenn auch dem allgemeinen Publikum gestiftet - in seiner Ausstattung doch auf eine Gesellschaft abgestimmt, die eher im höfischen Leben beheimatet ist.
München-Maxvorstadt * Im Odeon findet eine Trauerfeier für Kurt Eisner statt. Der Schriftsteller Heinrich Mann und Minister Hans Unterleitner halten die Gedenkrede.
Heinrich Mann sagt: „Der verewigte Kurt Eisner wird beispielhaft in unserer Mitte weilen, seinen Tod überdauernd gewiss durch seine Taten, aber noch mehr durch das, was er war.
Wir danken ihm nicht einfach den Sturz eines verworfenen Regiments, sondern dass dieses Regiment, das selbst in seinen weniger schändlichen Zeiten nichts anderes gewesen war als geistlose Gewalt, unvermittelt und in sinnbildlicher Art abgelöst wurde von der Menschenart, die Geist will und Geist schafft“.
Dann folgen die berühmten Worte des Schriftstellers: „Die hundert Tage der Regierung Eisners haben mehr Ideen, mehr Freuden der Vernuft, mehr Bewegung der Geister gebracht, als die fünfzig Jahre vorher. Sein Glaube an die Kraft des Gedankens, sich in Wirklichkeit zu verwandeln, ergriff selbst Ungläubige.
In jeder Handlung sah er neben ihrer praktischen Wirkung ihr geistiges Gepräge. Achtstundentag, Demokratisierung des Heeres, eine befreite Schule, die wirtschaftliche Erfüllung der politischen Revolution: durch solche Taten dachte er, gleichwie in seinen Reden, die bis dahin verfemten Wahrheiten zu bezeugen. […]
In Bern, auf der Sozialistentagung, hatte, solange er sprach, Deutschland keinen Feind mehr. […]
Er ging aus einer Zeit des Wahnsinns und Verfalles mit ungebrochener Vernunft hervor. Er liebte die Menschen, traute ihnen die Kraft zur Wahrhaftigkeit zu und erwartete daher noch so viel von ihnen, dass er sich hütete, alles auf einmal zu verlangen. […]
Der erste wahrhaft geistige Mensch an der Spitze eines deutschen Staates erschien jenen, die über die zusammengebrochene Macht nicht hinwegkamen, als Fremdling und als schlecht. Dass er am Quell der Macht doch lauter blieb, widerstrebte ihren Begriffen. Seine Güte, die um keinen Preis, nicht einmal um den seines eigenen Lebens, Blut vergießen wollte, ihnen war sie Schwäche. […]
Bewahren wir sein unversehrtes Bild! Solange er da war, hatte die Revolution einen Sammelpunkt, in dem sie einig und ihrer frohen Zukunft gewiss war.“
München-Englischer Garten * Kurfürst Carl Theodor beauftragt Sir Benjamin Thompson mit der Verwirklichung der Militärgärten. Er soll den Platz bestimmen, ausstecken, unter die Regimenter aufteilen und von ihnen bearbeiten lassen. Die Grundstückseigentümer werden finanziell entschädigt.
München-Englischer Garten - Hirschanger * Kurfürst Carl Theodor unterzeichnet ein Dekret, wonach er „den hiesigen Hirsch-Anger [...] zur allgemeinen Ergötzung für Dero Residenzstadt München herstellen zu lassen, und diese schönste Anlage der Natur dem Publikum in ihrem Erholungs-Stunden nicht länger vor zu enthalten gnädigst gesonnen“ sei.
Sir Benjamin Thompson erhält den Auftrag, den Landschaftspark unverzüglich zu verwirklichen. Der geplante Volksgarten wird zunächst Theodors-Park, später Englischer Garten genannt.
München-Englischer Garten - Schwabing * Die „Aw vor dem Schwäbinger Tor“, das unmittelbar an die Münchner Residenz anschließende Jagdrevier des baierischen Herrscherhauses, wird erstmals erwähnt.
München-Englischer Garten * Der erste Führer des neu angelegten englischen Gartens oder Theodors Park zu München erscheint.
München-Englischer Garten * Zur Bewirtschaftung der Baumschule und zum Einsammeln von Abfällen werden im Englischen Garten Pferde gehalten.
München-Englischer Garten * Eine Ulmen-Krankheit vernichtet im Englischen Garten 6.000 Bäume.
München-Englischer Garten * Ein Gewittersturm und das große Ulmen-Sterben fordert im Englischen Garten einen bisher noch nie erlebten Verlust von Altbäumen. Die Abendzeitung ruft anschließend zu einer Baumspendeaktion auf. Damit können über 4.000 Bäume gepflanzt werden.
München-Englischer Garten * Kurfürst Carl Theodor fordert den Münchner Magistrat auf, für die Verwirklichung eines Militärgartens einen geschützten Platz ausfindig zu machen. Da es der Stadtverwaltung mit der Durchführung des von Thompson vorgelegten Planes nicht eilig ist, schreitet der Minister selbst zur Tat.
Er hält die Gegend um den Hirschanger vor dem Schwabinger Tor, ein bisher lediglich zur kurfürstlichen Jagd genutztes Stück Land, das zum Teil außerhalb des Münchner Burgfriedens liegt und damit dem Einfluss und der Polizeigewalt des Münchner Magistrats entzogen ist, als am besten geeignet.
München-Englischer Garten * Pläne für eine zum Andenken der „großen Teutschen“, einer Walhalla im Englischen Garten entstehen.
München-Englischer Garten * Aus Anlass der Vermählung des 70-jährigen pfalz-baierischen Kurfürsten Carl Theodor mit der 18-jährigen Erzherzogin Maria Leopoldine aus dem Hause Österreich-Este hält der kurfürstliche Hof im Englischen Garten eine festliche Veranstaltung ab. Ausgerichtet wird das Fest vom Reichsgrafen von Rumford.
Es gibt Lustfahrten auf dem See, einen „Tanz der neun Musen“ im Apollotempel, die „Vorstellung einer baierisch-ländlichen Nationalhochzeit“, Musik und Tanz und viele andere Vergnügungen. Zum Ausklang wird der ganze Park mit tausenden Lampions beleuchtet. Außerdem hält ein „Chinese im Nationalkostüm“ eine Huldigungsrede für das Kurfürstenpaar.
Die jugendliche „Landesmutter“ ist jedoch durch „eine Unpässlichkeit an der Teilnahme verhindert“.
Deutschland - Schweiz - Österreich - München-Englischer Garten * Der Orkan „Wiebke“ wütet über Deutschland, Teilen der Schweiz und Österreichs. In der Folge fallen rund 70 Millionen Festmeter Sturmholz an, was ungefähr der doppelten Holzmenge entspricht, die üblicher Weise im normalen Holzeinschlag erarbeitet wird. Auch der Baumbestand im Englischen Garten ist stark betroffen.
München-Englischer Garten * Friedrich Ludwig von Sckell schreibt über den Englischen Garten: „Hier will das Volk gesehen, gefallen und bewundert werden, alle Stände müssen sich also da versammeln und in langen bunten Reihen bewegen und die frohe Jugend unter ihnen hüpfen können“.
München-Englischer Garten - Lehel * Heimatminister Markus Söder eröffnet am Chinesischen Turm - als Chef der Bayerischen Verwaltung der staatlichen Schlösser, Gärten und Seen - an diesem absolut unhistorischen Datum - die Feierlichkeiten zum 225. Jubiläum des Englischen Gartens.
München-Englischer Garten * „Zur Ausfüllung seiner Mußestunden“ erhält Reinhard Freiherr von Werneck die Intendanz des Englischen Gartens übertragen.
München-Englischer Garten * Der Englische Garten wird für die Bevölkerung offiziell zum allgemeinen Besuch geöffnet.
München-Englischer Garten * Der Englische Garten ist inzwischen nicht mehr der Militärbehörde, sondern dem kurfürstlichen Kabinett unterstellt.
Werneck achtet hauptsächlich auf die wirtschaftliche Rentabilität der Gartenanlage. Durch landwirtschaftliche Einrichtungen soll sich das Gartenprojekt selbst tragen - und möglichst sogar einen Gewinn erwirtschaften.
Dies will Werneck durch die Erweiterung der Wiesen- und Waldflächen, durch eine Vergrößerung des Viehbestandes und den Ausbau der Ökonomie und der Mühlen erreichen. Die Ökonomie und die Schweizerey wird dem Englischen Garten einverleibt.
München-Englischer Garten * Der Englische Garten wird noch lange Zeit nach Beendigung des Zweiten Weltkriegs intensiv landwirtschaftlich genutzt.
München-Englischer Garten * Das 3,6 Hektar große Rattenhuber-Grundstück wird als Parkfläche im Englischen Garten angelegt.
München-Englischer Garten * Die beiden im Jahr 1798 errichteten Säge- und Mahlmühlen werden ebenfalls dem Wirtschaftsbetrieb Englischer Garten einverleibt.
München-Englischer Garten * Widerwillig kehrt Sir Benjamin Thompson Graf von Rumford von seinem Erholungsurlaub von Italien nach München zurück. Da ihn eine - hauptsächlich aus Bettlern bestehende - Menschenmenge freundlich empfängt, organisiert er zum Dank eine großes Fest im Englischen Garten. 30.000 Besucher kommen. Ochsen werden gebraten und Bierfässer angezapft, Musikkapellen spielen und Lampions brennen.
München-Englischer Garten - Lehel * Hinter dem Haus der Kunst entsteht auf einer Insel im See das Japanische Teehaus.
München-Graggenau * Der Grundstein für das Palais Salabert, dem heutigen Prinz-Carl-Palais, wird gelegt. Das Gartenpalais wird nach Plänen von Carl von Fischer erbaut.
München-Englischer Garten * Friedrich Ludwig Sckell fertigt für den Englischen Garten einen Plan B, den er gemeinsam mit Plan A samt einer erläuternden Denkschrift dem König überreicht. Darin drückt er seine Unzufriedenheit mit der Art der Bepflanzung, der er das Fehlen von „pittoresken Ansichten“ vorwirft, und der architektonischen Gestaltung der zumeist aus Holz errichteten Parkbautenaus. Diese sind nach seiner Meinung weder stabil genug gebaut, noch entsprechen sie der „reinen Baukunst“.
Den Chinesischen Turm will er sofort abreißen lassen, da „der Chinesische Geschmack der Baukunst keine Nachahmung verdienet, und wenn einst dieser ganz faul seyn wird, und abgebrochen werden muß, Kein anderer mehr erbauet werden dürfte“.
München-Englischer Garten - Lehel * Im Olympiajahr stiftet Dr. Soshitsu Sen, der Großmeister der Urasenke Teeschule aus Kyoto/Japan, das Japanische Teehaus, verbunden mit der Auflage, dass dort die japanische Teezeremonie unterrichtet und vorgeführt wird.
München-Englischer Garten * Der Englische Garten hat eine Größe von 231 Hektar.
München-Englischer Garten - Lehel * Bjoern Richie präsentiert seinen Dokumentarfilm „Keep surfing“ über die Surfszene am Eisbach.
München-Englischer Garten * Bis zur Mitte der 1960er Jahre wird für die Milchversorgung der Beschäftigten des Englischen Gartens eine eigene Kuh gehalten.
München-Englischer Garten - München-Graggenau - München-Haidhausen - Bogenhausen * Das Rad fahren im Englischen Garten, in den Maximiliansanlagen und im Hofgarten ist untersagt. Auch viele Straßen der Innenstadt sind für Velocipedisten tagsüber nur zu Fuß zu benutzen, das Rad muss geschoben werden.
München-Maxvorstadt * Am Prinz-Georg-Palais am Karolinenplatz 5, dem Sitz des Sparkassenverbands Bayern, wird eine Gedenktafel zur Erinnerung an die Ermordung von 21 Kolpinggesellen am 6. Mai 1919 enthüllt.
Das Andenken an die grausamen Vorgänge vor 100 Jahren kam aufgrund einer Initiative von Frau Dr. Hella Schlumberger zustande. Zur Realisierung des Denkmals trägt das Kolpingwerk, die Versicherungskammer Bayern, der Sparkassenverband Bayern und die Landeshauptstadt München bei.
München-Englischer Garten * Ein Sturm entwurzelt 450 alte Bäume im Englischen Garten.
München-Englischer Garten * Kaiser Franz II. besichtigt den neu angelegten Englischen Garten.
München-Englischer Garten * Wenn man die Maximiliansanlage, den Hofgarten und den Finanzgarten hinzu zählt, umfasst der Englische Garten eine Fläche von über 417 Hektar.
München-Englischer Garten * Der Englische Garten umfasst 272,40 Hektar.
München-Maxvorstadt * Das Eichthal-Palais an der Brienner Straße 12 wird von Leo von Klenze erbaut.
München-Schwabing * Der erste - öffentliche - Zoo in München wird eröffnet. Er ist auf Initiative des Münchner Großhändlers Benedikt Benedikt in einem von ihm erstandenen Gelände am Englischen Garten entstanden.
Die Münchner Presse feiert den neuen Zoologischen Garten: „Während andere Weltstädte, wie London, Paris, Brüssel, Amsterdam, Wien, Berlin, Frankfurt und Dresden längst ihre Tiergärten hatten, war der Münchner darauf angewiesen, zu warten, bis irgend ein Menageriebesitzer seine hölzerne Baracke vor dem Karlstor aufgeschlagen hat, und wo man im Gedränge meist bei großer Hitze und höchst unangenehmen Gerüchen nur vorübergehend die seltenen ausländischen Tiere beschauen konnte. Dieses ist nun anders geworden; auch München hat nun einen Tiergarten ganz eigener Art erhalten, es hat einen neuen Vergnügungsort gewonnen, der allgemeine Anerkennung verdient, denn er verbindet Belehrung und Unterhaltung, wie keiner in der ganzen Stadt, und wird mit Recht ein Lieblingsplatz der intelligenten Bevölkerung werden.“
München-Englischer Garten - Schwabing * Der Großhandelsaufmann Benedikt Benedikt vergrößert durch Zukäufe sein für einen Zoologischen Garten vorgesehenes Grundstück am Westrand des Englischen Gartens. Es hat jetzt die Größe von sechs Fußballfeldern und ist damit etwa ein Zehntel des heutigen Tierparks Hellabrunn.
Die landschaftliche Anlage des Zoologischen Gartens übernimmt der königliche Hofgärtner August Klein. Die Bauten erstellt der Münchner Architekt Carl Schönhammer. Als nächstes werden Tiere angeschafft, die das Münchner Klima vertragen müssten.
München-Maxvorstadt * In der Arcisstraße 12, im ehemaligen sogenannten Führerbau, wird das Amerikahaus eröffnet. Nach dem am 27. Januar 1948 in den USA verabschiedeten „Smith-Mundt Act“ sollte auch den Deutschen die amerikanische Lebensweise und die damit verbundenen politischen Ideale näher gebracht werden.
Die Amerikahäuser sehen sich als Zentren der Positiven Propaganda und sollen dem Loslösen von nationalsozialistischen, später auch kommunistischen Leitbildern dienen und die Völkerverständigung fördern.
<p><strong><em>München-Maxvorstadt</em></strong> * Die Kurfürstin-Witwe Maria Leopoldine verkauft die an Luigi Tambosi verpachtete <em>„reale Kaffeeschenk- und Traiteurgerechtigkeit“ </em>an den Hofbankier Simon von Eichthal und an den Architekten und Unternehmer Ulrich Himbsel. </p>
München-Graggenau * Das Bazargebäude wird eröffnet.
München * Im Jahr 1899 werden sechs Akku-Loks angeschafft, die ab Februar 1900 bis März 1906 zwischen dem Schiller-Denkmal und dem Odeonsplatz ihre Schleppdienste verrichteten.
München * König Ludwig I. lässt Straßen in München nach siegreichen Schlachten gegen Napoleon umbenennen.
Diese Straßennamen erinnern an die in Frankreich gelegenen Orte Brienne-La-Rothiére, Arcis sur Aube sowie Bar sur Aube, bei denen das V. Armeekorps unter General Carl Philipp Wrede im Februar und März 1814 siegreich aus den Napoleonischen Befreiungskriegen hervorging.
München-Maxvorstadt * Da die Gemälde Adolf Friedrich von Schacks an ihrem Aufstellungsort aufgrund der Feuchtigkeit „dem sicheren Verderben“ ausgesetzt sind, lässt der Kunstmäzen von Eduard Gerhardt ein neues Galeriegebäude im Garten seines Anwesens an der Brienner Straße 19 erbauen.
München-Kreuzviertel * Auf der 6. Sitzung des Münchner Stadtrats wird - knapp zehn Monate nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs und des Zusammenbruchs des Dritten Reichs - für das Rondell zwischen Brienner Straße und Maximiliansplatz der Name „Platz der Opfer des Nationalsozialismus“ beschlossen.
Seine Lage inmitten der Stadt und „vor allem die Tatsache, dass das Denkmal des großen deutschen Dichters Friedrich von Schiller trägt, der Freiheit und Menschenwürde in seinen Werken feierte“, lassen diesen Ort „als Erinnerungsstätte besonders geeignet erscheinen“. Der Standort wird bewusst gewählt, denn schräg gegenüber - im 1944 zerstörten ehemaligen Wittelsbacher Palais an der Brienner Straße 50 - befand sich das gefürchtete Hauptquartier der Geheimen Staatspolizei - das Zentrum der politischen Verfolgung.
Die Länge des Platznamens macht sein Aussprechen zwar praktisch unmöglich. Doch das macht nichts, denn der Platz dient nicht als Adresse. Er ist einfach ein Verkehrsknoten mit Grünfläche. Der Form halber hat er aber trotzdem eine Postleitzahl erhalten: 80333.
München-Maxvorstadt * Nach einem Stadtrats-Beschluss soll auf dem Platz der Opfer des Nationalsozialismus ein provisorisches Denkmal errichtet werden. Als Mahnmal wird ein 2,50 Meter hoher und 1,10 Meter breiter Findling aus Flossenbürger Granit aufgestellt, den der Bildhauer Karl Oppenrieder mit der Inschrift „Den Opfern des Nationalsozialismus“ versehen hat.
München-Maxvorstadt * Richard Wagner mietet für sich das Haus in der Brienner Straße 21, nahe der Propyläen. Bereits bei der ersten Audienz hat der Komponist dem Märchenkönig Ludwig II. erklärt, dass er sich in München nur dann „heimisch und zur Arbeit angeregt“ fühlen kann, wenn er „ein Häuschen in einem Garten allein bewohne“.
<p><strong><em>München-Lehel</em></strong> * Michael Käfer übernimmt das <em>„P1“</em> im Ostflügel des Hauses der Kunst. Er macht den Club durch eine außergewöhnliche Publikumsauswahl und extravaganten Partys zu Deutschlands Tanztempel Nr. One. </p>
München-Maxvorstadt * Der Stadtrat hebt die Sparmaßnahme, wonach die „Ewige Flamme“ im neuen Mahnmals auf dem Patz der Opfer des Nationalsozialismus nur an besonderen Gedenktagen beziehungsweise nur nachts brennen soll, wieder auf, weil damit die „wesentliche Symbolik des Mahnmals außer Kraft gesetzt“ würde.
Damit wird eine mehr als peinlich zu bezeichnende Diskussion beendet.
München-Maxvorstadt * Knapp drei Wochen nach der Einweihung des neuen Mahnmals auf dem Patz der Opfer des Nationalsozialismus beschließt der Münchner Stadtrat, dass die „Ewige Flamme“ nur an besonderen Gedenktagen beziehungsweise nur nachts brennen soll.
München-Maxvorstadt * Der Grundstein für den Obelisken auf dem Carolinenplatz wird gelegt. Er ist ein Denkmal für die im Russlandfeldzug Napoleons umgekommenen bayerischen Soldaten.
München * Der Ältestenrat des Münchner Stadtrats spricht sich einstimmig für eine würdigere Gestaltung des Platzes der Opfer des Nationalsozialismus aus.
Es besteht Einvernehmen darüber, dass dieser Ort die zentrale Gedenkstätte bleiben müsse.
München-Graggenau * Der Eisbach vor dem Prinz-Carl-Palais wird überwölbt.
München-Maxvorstadt * Das Mahnmal für die Opfer der Sinti und Roma auf dem Platz der Opfer des Nationalsozialismus wird erneuert und erhöht.
München-Maxvorstadt * Auf Wunsch König Ludwigs II. wird Richard Wagners Wohnhaus an der Brienner Straße 21 von der Kabinettskasse angekauft und dem Komponisten kostenlos zur Verfügung gestellt.
| Straße | Name | von | bis | ||
|---|---|---|---|---|---|
| 0.06 | Türkenstraße 94 | Elser Georg | |||
| 0.07 | Türkenstraße 69 | Wedekind Frank | |||
| 0.08 | Amalienstraße 81 | Dietz Elmar | 1923 | ||
| 0.09 | Türkenstraße 81 | Reventlow Franziska zu | |||
| 0.11 | Adalbertstraße 34 | Wedekind Frank | |||
| 0.13 | Türkenstraße 57 | Simplicissimus | 1903 | 1913 | |
| 0.13 | Blütenstraße 8 | Rilke Rainer Maria | |||
| 0.16 | Adalbertstraße 4 | Brenninger Georg | |||
| 0.16 | Akademiestraße 15 | Brecht Bertold | 1923 | ||
| 0.17 | Akademiestraße 9 | Mühsam Erich | |||
| 0.17 | Akademiestraße 15 | Zuckmayer Carl | |||
| 0.19 | Akademiestraße 11 | Toller Ernst | 1917 | ||
| 0.19 | Schellingstraße 27 | Wedekind Frank | |||
| 0.19 | Schellingstraße 23 | Ringelnatz Joachim | 1909 | ||
| 0.23 | Schellingstraße 33 | Marc Franz | |||
| 0.23 | Akademiestraße 7 | Toller Ernst | 1918 | ||
| 0.24 | Amalienstraße 48 | Walser Robert | 1900 | 1901 | |
| 0.24 | Rambergstraße 3 | Keyserling Eduard von | 1895 | 1899 | |
| 0.24 | Rambergstraße 3 | Althaus Peter Paul | |||
| 0.25 | Schellingstraße 39 | Druckerei des Völkischen Beobachters | |||
| 0.25 | Schellingstraße 44 | Strauss Franz Josef | 1931 | ||
| 0.27 | Schellingstraße 43 | Walser Robert | 1901 | 1902 | |
| 0.28 | Türkenstraße 52 | Endell August | |||
| 0.28 | Amalienstraße 44 | Klingenbeck Walter | 1924 | 1942 | |
| 0.28 | Schellingstraße 50 | Parteizentrale der NSDAP | 1925 | 1931 | |
| 0.28 | Türkenstraße 35 | Mann Heinrich | |||
| 0.28 | Schellingstraße 50 | Fotoatelier Heinrich Hoffmann | |||
| 0.29 | Schellingstraße 49 | Strauss Franz Josef | 1915 | 1931 | |
| 0.29 | Schellingstraße 3 | Keyserling Eduard von | 1900 | 1900 | |
| 0.33 | Zieblandstraße 1 | May Karl | |||
| 0.33 | Schellingstraße 53 | Ibsen Henrik | |||
| 0.36 | Georgenstraße 29 | Reventlow Franziska zu | 1897 | 1898 | |
| 0.36 | Georgenstraße 27 | Reventlow Franziska zu | |||
| 0.37 | Georgenstraße 35 | Kandinsky Wassily | 1898 | 1901 | |
| 0.37 | Barer Straße 37 | Graf Oskar Maria | 1919 | 1931 | |
| 0.37 | Georgenstraße 34 | Heymann Werner Richard | |||
| 0.38 | Friedrichstraße 1 | Münter Gabriele | 1904 | ||
| 0.38 | Friedrichstraße 1 | Kandinsky Wassily | 1901 | 1904 | |
| 0.38 | Georgenstraße 24 | Feuchtwanger Lion | 1917 | ||
| 0.38 | Georgenstraße 24 | Brecht Bertold | 1920 | ||
| 0.39 | Georgenstraße 16 | Thiersch Friedrich von | 1889 | 1921 | |
| 0.39 | Luwigstraße 28 | Haus des Deutschen Rechts | 1945 | ||
| 0.40 | Schellingstraße 62 | Osteria Bavaria | |||
| 0.41 | Theresienstraße 46 | Carossa Hans | 1914 | 1929 | |
| 0.42 | Georgenstraße 3 | Brenninger Georg | |||
| 0.42 | Ludwigstraße 18 | Scheffel Joseph Viktor | |||
| 0.42 | Türkenstraße 36 | Thoma Ludwig | |||
| 0.42 | Schraudolphstraße 36 München 36 | Graf Oskar Maria | |||
| 0.43 | Friedrichstraße 2 | Holm Korfix | |||
| 0.43 | Ludwigstraße 18 | Gärtner Friedrich von | 1914 | ||
| 0.43 | Leopoldstraße 4 | Die Insel | |||
| 0.44 | Theresienstraße 23 | Morgenstern Christian | |||
| 0.45 | Heßstraße 5 | Nietsche Friedrich | |||
| 0.46 | Schackstraße 4 | Münter Gabriele | |||
| 0.46 | Leopoldstraße 4 | Heymel Alfred Walter | |||
| 0.46 | Leopoldstraße 4 | Schröder Rudolf Alexander | |||
| 0.46 | Amalienstraße 25 | Café Stefanie | |||
| 0.46 | Friedrichstraße 4 | Marc Franz | 1907 | 1908 | |
| 0.46 | Friedrichstraße 4 | Lipps Theodor | 1894 | 1908 | |
| 0.46 | Leopoldstraße 10 | Nemes Marzell | |||
| 0.47 | Arcisstraße 46 | Ringelnatz Joachim | |||
| 0.47 | Theresienstraße 66 | Reventlow Franziska zu | |||
| 0.48 | Arcisstraße 44 | Keyserling Eduard von | 1895 | 1895 | |
| 0.48 | Leopoldstraße 10 | Hausenstein Wilhelm | 1919 | 1919 | |
| 0.48 | Leopoldstraße 10 | Herzog Wilhelm | |||
| 0.48 | Konradstraße 11 | Mann Thomas | 1902 | 1904 | |
| 0.49 | Türkenstraße 30 | Wedekind Frank | |||
| 0.49 | Heßstraße 9 | George Stefan | 1893 | 1894 | |
| 0.50 | Theresienstraße 9 | Schmeller Johann Andreas | 1836 | 1852 | |
| 0.50 | Kaulbachstraße 41 | Bierbaum Otto Julius | |||
| 0.52 | Kaulbachstraße 35 | Dauthendey Max | |||
| 0.52 | Kaulbachstraße 63 | Reventlow Franziska zu | 1903 | 1906 | |
| 0.52 | Kaulbachstraße 35 | Huch Ricarda | |||
| 0.53 | Ohmstraße 20 | Hausenstein Wilhelm | 1926 | 1932 | |
| 0.53 | Leopoldstraße 20 | Moshammer Rudolph | |||
| 0.54 | Kaulbachstraße 63 | Brecht Bertold | 1918 | ||
| 0.55 | Kaulbachstraße 69 | Defregger Franz von | |||
| 0.55 | Zieblandstraße 11 | Karlstadt Liesl | 1892 | ||
| 0.56 | Kaulbachstraße 62 | Schaumann Ruth | |||
| 0.58 | Ohmstraße 3 | Brecht Bertold | 1922 | ||
| 0.59 | Fürstenstraße 6 | Rheinberger Joseph | 1867 | 1901 | |
| 0.59 | Leopoldstraße 13 | Leopold Prinz von Bayern | |||
| 0.59 | Kaulbachstraße 68 | Marc Franz | 1905 | 1907 | |
| 0.59 | Kaulbachstraße 68 | Klabund | 1904 | 1904 | |
| 0.60 | Kaulbachstraße 68 | Fassbinder Rainer Werner | |||
| 0.60 | Kaulbachstraße 15 | Wagner Adolf | |||
| 0.60 | Kaulbachstraße 15 | Kaulbach Friedrich August von | |||
| 0.61 | Königinstraße 69 | Althaus Peter Paul | |||
| 0.65 | Kaulbachstraße 12 | Augsburg Anita | |||
| 0.65 | Kaulbachstraße 12 | Pfülf Toni | 1933 | ||
| 0.66 | Ludwigstraße 13 | Reichsbank-Hauptstelle | 1945 | ||
| 0.66 | Ludwigstraße 13 | Elisabeth von Österreich-Ungarn | 1837 | 1854 | |
| 0.66 | Königinstraße 25 | Ziegler Klara | |||
| 0.66 | Kaulbachstraße 10 | Kaulbach Wilhelm von | |||
| 0.67 | Kaulbachstraße 10 | Troost Paul Ludwig | 1912 | 1934 | |
| 0.67 | Kaulbachstraße 77 | Kutscher Arthur | 1916 | 1920 | |
| 0.67 | Franz-Joseph-Straße 37 | Igelhoff Peter | |||
| 0.67 | Schönfeldstraße 4 | Dülfer Martin | |||
| 0.69 | Heßstraße 34 | Pension Fuchs | |||
| 0.70 | Kaulbachstraße 90 | Ende Michael | 1935 | 1944 | |
| 0.70 | Franz-Joseph-Straße 42 | Wedekind Frank | |||
| 0.70 | Heßstraße 34 | Klages Ludwig | 1893 | ||
| 0.70 | Franz-Joseph-Straße 9 | Bachmann Ingeborg | 1958 | 1958 | |
| 0.71 | Giselastraße 7 | Ruederer Joseph | 1888 | ||
| 0.71 | Giselastraße 7 | Corinth Lovis | 1891 | 1897 | |
| 0.71 | Luisenstraße 62 | May Karl | |||
| 0.71 | Schönfeldstraße 9 | Spitzeder Adele | 1871 | ||
| 0.72 | Agnesstraße 2 | Fauser Jörg | |||
| 0.72 | Franz-Joseph-Straße 13 | Scholl Sophie | 1942 | 1943 | |
| 0.72 | Franz-Joseph-Straße 13 | Scholl Hans | 1942 | 1943 | |
| 0.73 | Römerstraße 1 | Pieper Reinhard | |||
| 0.74 | Franz-Joseph-Straße 9 | Thoma Ludwig | 1905 | 1905 | |
| 0.74 | Franz-Joseph-Straße 20 | Hartmann Karl Amadeus | |||
| 0.74 | Franz-Joseph-Straße 18 | Wilke Rudolf | |||
| 0.74 | Franz-Joseph-Straße 18 | Thöny Eduard | |||
| 0.74 | Franz-Joseph-Straße 18 | Reznicek Ferdinad von | |||
| 0.74 | Königinstraße 24 | Althaus Peter Paul | |||
| 0.75 | Römerstraße 4 | Hoegner Wilhelm | |||
| 0.76 | Giselastraße 15 | Mann Thomas | 1898 | 1901 | |
| 0.76 | Giselastraße 15 | Bleeker Bernhard | |||
| 0.76 | Ludwigstraße 2 | Zentralministerium | 1945 | ||
| 0.77 | Königin Straße 85 | Erbslöh Adolf | 1916 | 1934 | |
| 0.78 | Schellingstraße 92 | Reventlow Franziska zu | |||
| 0.78 | Schönfeldstraße 17 | Ibsen Henrik | 1875 | ||
| 0.78 | Schönfeldstraße 17 | Ibsen Hendrik | |||
| 0.79 | Leopoldstraße 42 | Goll Claire | |||
| 0.79 | Barer Straße 19 | Montez Lola | 1847 | 1848 | |
| 0.80 | Wilhelmstraße 3 | Gasteiger Mathias | |||
| 0.80 | Heßstraße 46 | Reventlow Franziska zu | |||
| 0.80 | Elisabethstraße 5 | Heß Rudolf | |||
| 0.80 | Franz-Joseph-Straße 2 | Mann Thomas | 1905 | 1910 | |
| 0.80 | Elisabethstraße 8 | Elsner Gisela | |||
| 0.80 | Isabellastraße 20 | Lempp Albert | |||
| 0.81 | Giselastraße 23 | Werefkin Marianne von | 1896 | 1914 | |
| 0.81 | Leopoldstraße 21 | Schülein Julius Wolfgang | 1908 | 1930 | |
| 0.81 | Kurfürstenstraße 30 | Kieselbach Luise | 1912 | 1929 | |
| 0.82 | Ainmillerstraße 19 | Keyserling Eduard von | 1901 | 1918 | |
| 0.82 | Giselastraße 23 | Jawlensky Alexel von | |||
| 0.83 | Ainmillerstraße 32 | Klee Paul | |||
| 0.83 | Ainmillerstraße 34 | Rilke Rainer Maria | 1918 | 1919 | |
| 0.83 | Ainmillerstraße 28 | Plehn Marianne | |||
| 0.83 | Ainmillerstraße 30 | Stepun Fedor | 1952 | 1965 | |
| 0.83 | Wilhelmstraße 2 | Halbe Max | 1904 | 1936 | |
| 0.83 | Ainmillerstraße 28 | Plehn Marianne von | 1913 | 1944 | |
| 0.84 | Martiusstraße 4 | Horvart Ödön von | 1923 | 1926 | |
| 0.84 | Martiusstraße 6 | Halbe Max | |||
| 0.84 | Von-der-Tann-Straße 15 | Fotostudio Elvira | 1897 | 1944 | |
| 0.85 | Galeriestraße 4 | Ausstellung Entartete Kunst | |||
| 0.85 | Gedonstraße 8 | Troendle Hugo | |||
| 0.85 | Gedonstraße 8 | Hoerschelmann Rolf von | |||
| 0.85 | Martiusstraße 6 | Halbe Max | 1936 | 1944 | |
| 0.86 | Gedonstraße 4 | Quidde Ludwig | |||
| 0.86 | Theresienstraße 106 | Kubin Alfred | |||
| 0.86 | Theresienstraße 106 | Heuss Theodor | |||
| 0.86 | Ainmillerstraße 13 | Beer-Walbrunn Anton | |||
| 0.87 | Ainmillerstraße 36 | Kandinsky Wassily | |||
| 0.87 | Ainmillerstraße 36 | Münter Gabriele | 1908 | 1915 | |
| 0.87 | Ainmillerstraße 18 | Kurz Isolde | 1913 | 1944 | |
| 0.87 | Ainmillerstraße 7 | Fleißer Marieluise | |||
| 0.88 | Ainmillerstraße 5 | Reventlow Franziska zu | |||
| 0.89 | Leopoldstraße 27 | Winkler Eugen Gottlob | |||
| 0.91 | Elisabethstraße 13 | Kruk Gregor | |||
| 0.91 | Heßstraße 35 | Drexler Franz | 1899 | ||
| 0.91 | Römerstraße 16 | Wolfskehl Karl | 1909 | 1921 | |
| 0.91 | Römerstraße 16 | George Stefan | 1909 | 1916 | |
| 0.92 | Zieblandstraße 23 | Reventlow Franziska zu | |||
| 0.92 | Brienner Straße 18 | Wittelsbacher Palais | |||
| 0.93 | Trautenwolfstraße 6 | Becher Johannes R. | |||
| 0.93 | Wilhelmstraße 9 | C. H. Beck Verlag | 1944 | ||
| 0.93 | Galeriestraße 15 | Feuchtwanger Lion | 1908 | 1908 | |
| 0.93 | Galeriestraße 15 | Feuchtwanger Lion | 1900 | 1908 | |
| 0.93 | Gabelsbergerstraße 51 | Lenin Iljitsch Uljanow | |||
| 0.93 | Hohenzollernstraße 31 | Ringelnatz Joachim | 1920 | 1930 | |
| 0.94 | Hohenzollernstraße 23 | Pieper Reinhard | |||
| 0.94 | Trautenwolfstraße 8 | Organisation Consul (O. C.) | |||
| 0.95 | Briener Straße 8 | Rosenberg Alfred | 1918 | 1919 | |
| 0.95 | Hohenzollernstraße 21 | Obrist Hermann | |||
| 0.95 | Hohenzollernstraße 21 | Münter Gabriele | |||
| 0.95 | Hohenzollernstraße 56 | May Karl | |||
| 0.96 | Tengstraße 26 | Althaus Peter Paul | |||
| 0.96 | Tengstraße 26 | Hausenstein Wilhelm | 1913 | 1914 | |
| 0.96 | Tengstraße 26 | Frank Leonhard | 1950 | ||
| 0.96 | Briennerstraße 22 | Wagner Richard | 1864 | 1965 | |
| 0.98 | Briennerstraße 23 | Haus der Deutschen Ärzte | 1945 | ||
| 0.98 | Arcisstraße 12 | Führerbau | 1933 | 1945 | |
| 0.99 | Nikolaiplatz 1 | Seidl Ina | 1903 | 1907 | |
| 0.99 | Karolinenplatz 1 | Tjutschews Fjodor Iwanowitsch | 1832 | 1835 | |
| 0.99 | Karolinenplatz 1 | Kirchmaier Joseph | 1812 | ||
| 0.99 | Arcisstrasse 4 | Böcklin Arnold | |||
| 0.99 | Hohenzollernstraße 5 | Reventlow Franziska zu | 1898 | 1899 | |
| 1.00 | Luisenstraße 22 | Heyse Paul von | 1874 | 1914 | |
| 1.00 | Nikolaiplatz 1 | Mann Julia | 1901 | 1903 |