Veranstaltungen - Geschichte - Kunst & Denkmal
Pacellistraße: Eugenio Pacelli (1876-1958), von 1917-25 päpstlicher Nuntius in München, 1939 als Pius XII. zum Papst gewählt. München bezeichnete er als seine zweite Heimat. *1951
Pachemstraße: Pochem (Bachheim), alte Schreibweise für einen früheren Ortsteil von Baumkirchen, 1504 im Wittelsbacher Bruderkrieg von der Räuberbande des Georg Wiesbeck niedergebrannt. P. zählt seitdem zu den sog. verschwundenen Dörfern in der Umgebung Münchens. *1920
Pachmayrplatz: Dr. h. c. Emil Pachmayr (1844-1912), Magistratsrat, verdienter Verwaltungsrat der stödt. Krankenhäuser. *1931
Packenreiterstraße : Christoph Packenreiter, fürstlicher Rat und Münzkommissar, von 1678-1702 Pfleger und Hofmarkrichter von Menzing, kurfürstl. Schwaigschreiber und Neuerbauer des Castell-Schlößchens in Sendling . *1947
Paduanostraße: Alexander Paduano (Padovini), eigtl. Allesandro Scalci († 1596), Schwager und Gehilfe von Friedrich Sustris, wirkte auf der Landshuter Burg Trausnitz und mehrere Jahre in München bei der Ausmalung der Residenz (Grottenhof) und der Michaelskirche. *1906
Paganinistraße: Nicolo Paganini (1782-1840), wellberühmter Violin- und Gilarren- Virtuose, Komponist, konzerlierte u. a. auch in München. *1957
Pagodenburgstraße: Pagodenburg, ältestes und kleinstes der Luslschlößchen im Nymphenburger Schloßpark, 1716-19 von Effner nach persönl. Plänen des Kurfürsten Max Emonuel erbaut, *1947
Pählstraße: Pähl, Ort südöstl. vom Ammersee mit Barockkirche und Schloß der Grafen Wrede. *1925
Paidarstraße: Herbert Pa:dar (1909-1951), Münchner Bergsteiger, bekannt durch die Erstbesteigung des Tent Peak im Himalaya und durch viele Erstbesteigungen in den Westalpen und im Kaukasus. *1954
Palestrinastraße: Palestrino, eigtl. Giovanni Pierluigi da Palestrina (1525-1594), bedeutendster Kirchenmusiker seiner Epoche. *1925
Palmstraße: Johann Friedrich Palm (1768-1806), Buchhändler in Nürnberg, wurde auf Befehl Napoleons wegen seiner Schrift „Deutschland in seiner tiefsten Erniedrigung" erschossen. *1891
Paosostraße: Paoso oder Paso (eigtl. Poaso), ein Grundherr, der bei der bayer. Landnahme im 6. Jhdt. mit seinen Hörigen an der Würm eine nach ihm benannte Niederlassung (Pasing) gegründet hat. *1947
Papa-Kern-Weg: Johann Stefan Kern (1844-1910), Münchner Komiker, Gastwirt, führte 1877 den Bockbier-Frühschoppen ein und wurde auch Hochrad-Kern genannt, weil er Münchens erster Hochradfahrer war. *1958
Papa-Schmid-Straße: Josef Schmid (1822-1912), Aktuar, gründete 1858 das erste Marionettentheater in München. *1950 - auch Schmidstraße.
Papinstraße: Denis Papin (1647- um 1712), franz. Physiker und Arzt, 1688-1704 Prof. für Mathematik und Physik in Marburg. P. erfand eine Dampfmaschine und trieb damit ein Schiff auf der Fulda an. *1947
Pappelallee: Nach der Pappel, einem Baum aus der Gattung der Weidengewächse. **1938
Pappenheimstraße: Gottfried Heinrich Graf von Pappenheim (1594-1632), kaiserlicher Feldherr im 30jährigen Krieg, Mitstreiter Tillys und Wallensteins. * 1890
Papperitzstraße: Georg Papperitz (1846-1918), Maler, schuf in Frankreich und Italien u. a. Kolossalbilder, wurde in München Professor und zählte hier zum sog. Allotriakreis. *1947
Paracelsusstraße: Paracelsus, Humanistenname für Philippus Aureolus Theophrostus Bombastus von Hohenheim (1493-1541), berühmter Arzt , Naturforscher und -philosoph, erneuerte die Medizin durch die Einführung des naturwissenschaftl. Experiments und der Chemie in den Apotheken. *1927
Paradiesstraße: Nach der ehemaligen Ausflugswirtschaft „Paradiesgarten" am Ostrand des Hirschangers im Englischen Garten. *1898
Pariser Platz: Paris, Hauptstadt von Frankreich, ehemals größte Festung der Welt; im Krieg 1870/71 wurde P. unter Mitwirkung der bayer. Armee eingeschlossen. *1872
Pariser Platz: Paris, Hauptstadt von Frankreich, ehemals größte Festung der Welt; im Krieg 1870/71 wurde Paris unter Mitwirkung der bayerischen Armee eingeschlossen. *1872
Parkmeisterstraße: Parkmeister, seit der Zeit der Kurfürsten Bezeichnung für die Verwalter der umliegenden Forstgebiete. *1958
Parkstraße: Park = abgekürzte Bezeichnung für den Theresienpark, der 1823 hinter der Ruhmeshalle angelegt wurde. *vermutl. um 1823
Parlerstraße: Peter Parler von Gmünd (um 1333-1399), Baumeister und Bildhauer, einer der bedeutendsten deutschen Künstler seiner Zeit, schuf u. a. den Chor des Prager St.-Veit-Doms. **1938
Parrotstraße: Dr. Karl Parrot (1867-1911), verdient um die Erneuerung und Förderung der Vogelkunde in Bayern. *1947
Parsberger Straße: Parsberg, Stadt mit Schloß und Burgruine bei Neumarkt in der Oberpfalz. *1947
Partenhauserweg: Partenhauser, Münchner und Oberländerfamilie von Barockbaumeistern, die u. a . auch an St. Peter, an der Christoph-Kirche und am Püttrich-Kloster in München arbeiteten. *1955
Partenkirchner Straße: Partenkirchen, Ortsteil des Marktes Garmisch-Partenkirchen, der sich aus dem Römerkastell Partanum an der Straße Bozen - Augsburg entwickelte. *1904. - auch Garmischer Straße.
Partnachplatz: Partnach, Gebirgsfluß mit bekannt er Klamm bei Garmisch-Partenkirchen. *1926
Partnachstraße: Partnach, Gebirgsfluß mit bekannter Klamm bei Garmisch-Partenkirchen. *1926
Parzivalplatz: Parzival, Held der Artussage, der nach abenteuerlichen Fahrten Gralskönig wird; Titelfigur eines gleichnamigen Epos Wolframs von Eschenbach, das Richard Wagner als Vorlage für sein Bühnenweihspiel „Parsifal" diente. *1899
Parzivalstraße: Parzival, Held der Artussage, der nach abenteuerlichen Fahrten Gralskönig wird; Titelfigur eines gleichnamigen Epos Wolframs von Eschenbach, das Richard Wagner als Vorlage für sein Bühnenweihspiel „Parsifal" diente. *1899
Paschstraße: Franz Karl Pasch (1809-1860), Kaufmann und Gemeindebevollmächtigter in München, vermachte sein Wohnhaus Rindermarkt 9 der Stadt. *1900
Pasinger Bahnhofsplatz: Nach der Lage des Platzes vor dem Bahnhof München-Pasing. *1947
Pasinger Heuweg: Nach einer alten Flurbezeichnung; Heuweg = ein besonders bei der Heuernte benutzter Wiesenweg. *1947
Pasinger Marienplatz: Auf dem Marienplatz in Pasing, dem Hauptplatz der ehem. Stadt und des jetzigen Stadtteils, stand früher eine Mariensäule. Um Verwechslungen mit dem Münchner Marienplatz auszuschließen, erhielt der Platz seine jetzige Benennung. *1946. - auch Marienplatz.
Passauerstraße: Passauer, Name eines Studenten und Anführers der Tölzer Schützen bei der bayer. Landeserhebung von 1705. *1903
Passionistenstraße: Die Passionisten, Missianskongregation, Orden, mit bayer. Niederlage in Pasing (seit 1922) und Schwarzenfeld. Der Orden baute die Passianistenkirche (jetzt: Leiden-Christi-Kirche) in Obermenzing. *1947
Pasteurstraße: Louis Pasteur (1822-1895), franz. Chemiker und Bakteriologe, entdeckte Impfstoffe gegen mehrere Krankheiten, schuf die Grundlagen der Bakteriologie und damit der Antisepsis in der Chirurgie. Das Abtöten von Mikroorganismen durch Hitze wird nach ihm „Pasteurisieren" genannt. *1947
Paterzellstraße: Paterzell, Ortschaft der Gemeinde Forst bei Wessabrunn nördl. vom Peissenberg, bekannt durch den Eibenwald von P., den größten Eibenbestand Deutschlands (Naturschutzgebiet). *1953
Paul-Brann-Straße: Paul Brann (1873-1955), Gründer und Leiter des Marionettentheaters Münchner Künstler im Ausstellungspark, emigrierte als Verfolgter des Nationalsozialismus 1934 nach England. *1961
Paul-Ehrlich-Weg: Dr. Paul Ehrlich (1854-1915), Professor, Serum- und Arzneimittelforscher, Begründer der Chemotherapie, erhielt 1908 den Nobelpreis für die Entdeckung des Salvarsans. *1947
Paul-Gerhardt-Allee: Paul Gerhardt (1607-1676), evangelisch-lutherischer Prediger, Textdichter bekannter Kirchenlieder. *1945
Paul-Heyse-Straße: Dr. Paul Johann Ludwig Ritter von Heyse (1830-1914), Haupt des sog. Münchner Dichterkreises, seinerzeit bekannt durch geistreiche Lyrik, historische Dramen und 100 Novellen (.,Münchner Novellenschatz"). H. wurde 1910 erster deutscher Nobelpreisträger für Literatur; Ehrenbürger der Stadt München. *vermutlich 1910
Paul-Heyse-Straße: Dr. Paul Johann Ludwig Ritter von Heyse (1830-1914), Haupt des sog. Münchner Dichterkreises, seinerzeit bekannt durch geistreiche Lyrik, historische Dramen und 100 Novellen (.,Münchner Novellenschatz"). H. wurde 1910 erster deutscher Nobelpreisträger für Literatur; Ehrenbürger der Stadt München. *vermutlich 1910
Paul-Hösch-Straße: Dr. Paul Hösch (1880-1945), Arzt, machte sich u. a . verdient durch die kostenlose Behandlung von Armen in der ehem. Stadt Pasing. *1947
Paul-Klee-Straße: Paul Klee (1879- 1940), Maler, Graphiker, Kunstschriftsteller, Mitglied der Neuen Münchner Künstlervereinigung und der Künstlervereinigung „Der Blaue Reiter", beeinflußte entscheidend das bildnerische Denken in der Kunst des 20. Jhdts. *1964
Paul-Lagarde-Straße: Paul Anton de Lagarde, eigtl. Bätticher (1827-1891), Orientalist, Prof. an der Universität Göttingen, nationalgesinnter Schriftsteller ("Deutsche Schriften"). *1925
Paul-Preuß-Straße: Dr. Paul Preuß (1886-1913), bedeutender Alpinist, dem viele schwere Erstbesteigungen gelangen. *1947
Paula-Breitenbach-Weg: Paula Breitenbach (1895-1954), SPD-Stadträtin in München, Fürsorgereferentin im Bayer. Roten Kreuz. *1963
Paulanerplatz: Zur Erinnerung an das ehem. Paulanerklaster (1799 aufgehoben), das durch den jährlichen Ausschank des Starkbiers „Salvator" bekannt war. *1857
Paulastraße: Paula (347-404), frühchristliche Heilige und Klostergründerin. *um 1888
Paulckestraße: Dr. h. c. Wilhelm Paulcke (1872-1949), Hochschulprofessor für Geologie, Schnee- und Lawinenforscher, Pionier des Skilaufs, jahrzehntelang Hauptausschußmitglied beim Deutsch-Osterreichischen Alpenverein in München. *1960
Paulsdorfferstraße: Konrad Paulsdorffer (Paulstorffer), 1315 in Urkunden des Stadtarchivs als Münchner Stadtrichter erwähnt. *1899
Paumannstraße: Konrad Paumann (um 1410-1473), Hoforganist und vielseitiger Instrumentenbauer. Herzog Albrecht I. schenkte dem „kunstreichist aller Instrument und Musica Meister" ein Haus am damaligen Jägergaßl. *1923
Pechdellerstraße: Vinzenz Pechdeller († 1777), Kaufmann, Mitglied des Äußeren Rates der Stadt München, machte 1776 eine Stiftung für arme Münchner Kinder. *1900
Pechlarner Straße: Pöchlarn (Pechlarn), Stadt in Niederösterreich, bekannt aus dem Nibelungenlied durch den als Markgraf der bayer. Ostmark genannten Rüdiger von Bechelaren. *1935
Pegnitzstraße: Pegnitz, Stadt am gleichnamigen Fluß im Fränkischen Jura, seit 1268 bayer. *1921
Peißenbergstraße: Hoher Peißenberg, Berg südwestl. von Weilheim mit weiter Rundsicht {"Der bayerische Rigi"); Wallfahrtskirche sowie älteste Wetterwarte Bayerns. *1914
Pelargonienweg: Nach den Pelargonien (Geranien), beliebten Zierpflanzen aus der Gattung der Storchschnabelgewächse. *1947
Pelkovenstraße: Pelkoven, eine Familie, die 1641 den Backmeyrhof in Moosach als Edelsitz erwarb, der unter Max von P. 1686 zur Hofmark erhoben wurde. *1913
Pellegrinistraße: Julius Pellegrini (1806-1858), Bass ist, wirkte 30 Jahre an der Münchner Italienischen Oper und am Hoftheater. *1932
Pembaurstraße: Josef Pembaur (1875-1950), Klaviervirtuose, bekannter Liszt-lnterpret, Prof. an der Münchner Akademie der Tonkunst (jetzt: Staatl. Hochschule für Musik). *1952
Penckstraße: Albrecht Penck (1858-1945), Prof. an der Universität München, schrieb bekannte Werke über Geologie und Geographie der Alpen. *1954
Pennstraße: William Penn (1644-1718), Philanthrop, Gründer des amerikanischen Bundesstaates Pennsylvania, in dem Religionsverfolgte (bes . Pfälzer und Österreicher) Asyl fanden. *1954
Penzberger Straße: Penzberg, Stadt an der Loisach mit Pechkohlenbergwerk, südöstl. vom Starnberger See. *1931
Penzoltstraße: Dr. Franz Penzolt (1849-1927), Arzt, Geheimrat, Prof. für Pharmakologie an der Universität München, Direktor des Pharmakologisch-poliklinischen Instituts und der ehem. Medizinischen Klinik in München. *1947
Peralohstraße: Peroloh (im 8. Jhdt. Peralohc = Bärenwald), Bezeichnung für die ehemals ausgedehnten Waldgebiete Im Süden und Osten von München, von denen der Ort Perlach seinen Nomen ableitet. "1930
Perathonerstraße: Dr. Julius Perathoner (1849-1926), Bürgermeister von Bozen, Vorkämpfer für die Erhaltung der deutschen Sprache und Kultur in Südtirol. *1927
Perchastraße: Percha, Ort am Nordostende des Starnberger Sees. *1921
Peretshofener Straße: Peretshofen, Ort im lsartal an der gleichnamigen Höhe, einem bekannten Aussichtspunkt. *1956
Perfallstraße:
1) Carl Freiherr von Perfall (1824-1907), Dirigent und Komponist, Generalintendant der bayer. Hofbühnen, Ehrenpräsident der Akademie der Tonkunst, verdient um das Münchner Musikleben. Unter seiner Leitung wurden vor König Ludwig II. mehrere Opern Richard Wagners uraufgeführt .
2) Anton Freiherr von Perfall (1863-1912), Neffe von 1), bayer. Heimatschriftsteller. *1958
Perhamerstraße: Georg Perhamer, Kaufmann und Mitglied des Äußeren Rates der Stadt München, einer der 42 Münchner Geiseln in schwedischer Gefangenschaft (1632). *1901
Perkhoferstraße: Perkhofer (Perkofer), Münchner Tuchhändler- und Patrizierfamilie, im 14. Jhdt. urkundl. erwähnt. *1922
Perlacher Bahnhofstraße: Nach dem Verlauf der Straße zum allen Bahnhof München-Perlach. *1930
Perlacher Straße: Perlach, ehem. Gemeinde südöstl. von München, 784 erstmals erwähnt, 1930 nach München eingemeindet. *1897
Perlschneiderstraße: Perlschneider, ehem. Bauernfamilie auf dem gleichnamigen Hof, der zu den ältesten in Pasing gehörte . **1938
Permanederstraße: Franz Michael von Permoneder (1794-1862), Prof. für Kirchenrecht an der Universität München, Verfasser eines fachlichen Nachschlagewerks. *1927
Permoserplatz: Balthosar Permoser (1651-1732), aus dem Chiemgau stammender Steinbildhauer und Elfenbeinschnitzer, Hauptmeister der deutschen Barockplastik. *1963
Pernerkreppe: Nach dem Pernerhof, dem ältesten Hof in Oberföhring. Kreppe = alte Bezeichnung für einen vom Wasser geschaffenen Hohlweg. *1959
Pertisaustraße: Pertisau, österr. Luftkurort am Westufer des Achensees in Tirol. *1960
Perusastraße: Karl Felix Bertrand Graf von Perusa, kurfürstl. Hofrat, besaß im 18. Jhdt. das südwestl. Eckhaus an dieser Straße (Alte engl. Apotheke). *18. Jhdt.
Pesenbachstraße: Pesenbach, überbauter Stadtbach von der lsartal- / Dreimühlenstraße bis in die Gegend der Maximilianskirche. *1927
Peslmüllerstraße: Joseph Peslmüller (1866-1952), Direktor der städt. Singschule München, ein Wegbereiter des deutschen Schulgesanges. *1956
Pestalozzistraße: Johann Heinrich Pestolozzi (1746-1827), berühmter Schweizer Pädagoge und Sozialreformer. *1897
Peter-Anders-Straße: Peter Anders (1908-1954), bekannter Opernsänger, (Richard-Strauss- lnterpret), u. a. an der Bayer. Staatsoper und am Bayer. Rundfunk . *1960
Peter-Auzinger-Straße: Peter Auzinger (1836-1914), Münchner Mundartdichter. *1930
Peter-Dörfler-Straße: Dr. Peter Dörfler (1878-1955), Münchner Schriftsteller, Verfasser bekannter Heimatromane aus dem bayer. Schwaben und Allgäu sowie geschichtlicher Romane. D. war 34 Jahre lang Leiter des Münchner Marien-Ludwig-Ferdinand-Kinderheims und machte sich verdient als Erzieher von Kindern aus ungünstigen Verhältnissen. *1963
Peter-Henlein-Straße: Peter Henlein (Hele, Hell) (1480-1541), Nürnberger Schlosser und Feinmechaniker, erfand die sog. Unruh für Uhren und soll um 1500 die ersten Taschenuhren ("Nürnberger Eier") angefertigt haben. *1935
Peter-Müller-Straße: Peter Müller (1866-1941), verdient um die ehem. Gemeinde Allach. **1938. - auch Müllerstroße .
Peter-Putz-Straße: Peter Putz, gen. Solbouer (1856-1910), Besitzer eines sehr alten Großbauernhofs an der Planegger Straße. Er stellte den Grund für die noch ihm benannte Straße zur Verfügung. *1947
Peter-Schlemihl-Straße: Peter Schlemihl, Titelgestalt der gleichnamigen Märchendichtung von Adalbert von Chamisso; ferner ein Pseudonym des bekannten bayer. Schriftstellers Ludwig Thoma. **1938
Peter-Vischer-Straße: Peter Vischer d. A. (um 1460-1592), Erzbildner, einer der Hauptmeister der deutschen Plastik zwischen Spätgotik und Renaissance. Werke des Meisters in Nürnberg, Magdeburg, Innsbruck und im Bayer. Nationalmuseum in München. *1948
Peter-Winter-Straße: Peter Winter-Heidingsfeld (1871-1920), Bildhauer, schuf Plastiken u. o. für das Neue Rathaus und den Waldfriedhof in München. *1952. - auch Winterstraße .
Petergörglstraße: Urban Feiner, gen. Petergörgl, im 18. Jhdt . Besitzer des Halbhofes „zum Huber" in der ehem. Hofmark Menzing. *1947
Petersenstraße: Hans Ritter von Petersen (1850-1914), Landschafts- und Marinemaler, Professor, erster Präsident der Münchner Künstlergenossenschaft; Werke u. a. in der Münchner Pinakothek. *1955
Petersplatz: Nach der St. -Peterskirche, deren frühester Bau um 1050 entstand und die 1171 erstmals erwähnt wird. Der gotische Neubau wurde 1294 eingeweiht. 1607 entstand der als „Alter Peter" bekannte Turm. Der Petersplatz heißt im Volksmund auch Petersbergl. *1777
Petrarcastraße: Froncesco Petrorca (1304-1374), ital. Dichter, Humanist und Philologe, Hofpfalzgraf Kaiser Karls IV. P. wird am Anfang der Geschichte des Alpinismus genannt: Er unternahm als erster um der Schönheit der Berge willen Bergbesteigungen und schilderte sie in poetischer Form. *1960
Petristraße: Friedrich Petri (1817-1893), Oberregierungsrat, Erfinder des Geschwindigkeitsmessers für Lokomotiven. *1935
Pettenbeckstraße: Maria von Pettenbeck (1573-1619), Tochter des herzoglichen Landrichters und Kästners zu Haag, in morganatischer Ehe Gattin des Herzogs Ferdinand von Bayern; Stammutter der gräflichen Wartenberg’schen Seitenlinie des Hauses Wittelsbach; seit 1808 Grabstätte in der Fürstengruft des Münchner Doms. *1899
Pettenkoferstraße: Dr. Max von Pettenkofer (1818-1901), Geheimrat, Hygieniker, Prof . an der Universität München, Präsident der Bayer. Akademie der Wissenschaften, Generalkonservator der wissenschaftl. Sammlungen des Staates. P. führte die wissenschaftl. Forschung in der Hygiene und Seuchenbekämpfung ein, gründete das Hygienische Institut und gab den Anstoß zur Kanalisation und Verbesserung der Trinkwasserversorgung in München; er war Ehrenbürg er und erhielt die Goldene Bürgermedaille der Stadt; Denkmal in den Maximilian-Anlagen. *1902
Pettostraße: Petto, noch Freisinger Urkunden Norne eines unfreien Bauern von Lochhausen um 950. *1953
Petuelring: Ludwig Petuel (1870-1951) und seine Ehefrau Koroline (1873- 1956) stifteten 1 Million Mark für blinde, krüppelhafte und alte Münchner . Die Vorfahren von Petuel gründeten in der Hofmark Milbertshofen und in Schwabing Brauereien, sowie eine Fahrradfabrik und die Villenkolonie Riesenfeld. *1962
Petunienweg: Noch der Petunie, einer Garten- und Balkonpflanze aus der Gattung der Nachtschattengewächse. *1947
Breiter Weg: Nach einem früheren, besonders breiten Weg, der von der Obermenzinger Dorfmitte in die umliegenden Felder führte. *1947
Petzetstraße: Erich Petzet (1870-1928), Literaturhistoriker, Oberbibliothekar an der Bayer. Staatsbibliothek, verdient um die Herausgabe der Werke Platens und des Schriftwechsels von Paul Heyse. *1947
Pfaffenwinkel: Nach der gleichnamigen Landschaftsbezeichnung für das Gebiet des ehem. urbayerischen Bistums Staffelsee zwischen Kochei und Füssen. *1957
Pfälzer-Wald-Straße: Pfälzer Wald (Pfälzer Bergland, Haardtgebirge), Mittelgebirge westl. des Oberrheins und nördl. der Vogesen, eines der größten Waldgebiete Deutschlands. *1930
Pfänderstraße: Dr. Alexander Pfänder (1870-1941), Philosoph, Prof. an der Universität München, verdient um die Weiterentwicklung der Phänomenologie sowie auf dem Gebiet der Psychologie und Anthropologie. *1955
Pfanzeltplatz: Martin Pfanzelt (1825-1912), Geistl. Rat und Distriktsschulinspektor, Freund des Prinzregenten Luitpold, stiftele als Pfarrer in Perlach u. a. einen namhaften Betrag für die heutige Mädchenschule an der Böglstraße. *1930
Pfarrer-Grimm-Straße: Josef Grimm (1900-1945), Pfarrkurat der ehem. Gemeinde Untermenzing, als Pfarrer der Gemeinde Gätting im Mangfalltal von der SS ermordet. *1947. - Grimmstraße.
Pfarrer-Kolberer-Straße: Sintpert Kolberer († 1634), während des 30jährigen Kriegs Pfarrer von Feldmoching, der beim ersten Schwedeneinfall allein 184 Tote begrub. *1947
Pfarrstraße: Nach der 1808 errichteten Pfarrei St. Anna. *vermutlich nach 1808
Pfarrweg: Diese Straße ist ein kurzes Teilstück eines ehem. Kirchenwegs, der zu den Pfarrkirchen von Giesing und Perlach führte. *1867
Pfättendorferstraße: Margarete Pfättendorfer, Gefährtin und Vertraute Herzog Sigismunds von Bayern (1439-1501), Mutter seiner Kinder Hans, Sigismund und Margarete. **1938
Pfauenweg: Nach dem Pfau, einer aus Indien stammenden Fasanenart. *1933
Pfefferstraße: Die Bezeichnung entstand aus einem ursprünglichen Scherznamen, und zwar als Gegenstück zur benachbarten früheren Salzstraße (jetzt Arnulfstraße), die an Salzstadeln vorbeiführte. *1877
Pfeilschifterstraße: Dr. Georg Pfeilschifter (1870-1936), Prof. für Kirchengeschichte an der Universität München, Mitglied der Bayer. Akademie der Wissenschaften, Gründer und erster Präsident der ehem. Akademie zur wissenschaftl. Erforschung und zur Pflege des Deutschtums im Ausland. *1957
Pfeilweg: Nach einer Sage über die Geburt Karl d. Gr. in der Reismühle. Der Müller soll König Pippin als Zeichen für die Geburt des Sohnes einen Pfeil überbracht haben. *1956
Pfeivestlstraße: Pfeivestl, alter Hausname eines Bauernhofs in der ehem. Stadt Pasing. *1947
Pfennigweg: Münchner Pfennig (Denarius), bayer. Münzeinheit und Münzbasis bis 1506. *1957
Pferggasse: Nach einem alten Flurnamen. Vermutl. führte die Straße an ehem. Pferchplätzen für Schafherden vorbei. *1950
Pfettenstraße: Die Freiherrn von Pfetten, Landsberger Adelsfamilie, Besitzer der Königswiesen bei Gauting und mehrerer Hofmarken. Marquard von Pf.-Arnbach war im 17. Jhdt. Pfleger der Hofmark Menzing. **1938
Pfeuferstraße: Dr. Siegmund Heinrich Freiherr von Pfeufer (1824-1894), kgl. Staatsrat, Regierungspräsident von Oberbayern, Ehrenbürger der Stadt München. *1897
Pfingstrosenstraße: Nach der Pfingstrose, einer Zierpflanze aus der Gattung der Hahnenfußgewächse. *1947
Pfirsichweg: Nach dem Pfirsich, einem zu den Rosengewächsen gehörenden Steinobstbaum. *1935
Pfistermeisterstraße: Franz Seraph Ritter von Pfistermeister (1820-1912), Staatsrat, Kabinettssekretär der bayer. Könige Max II. und Ludwig II. *1932
Pfisterstraße: Nach der „Hofpfisterei" (lat.: pistor = Bäcker), einer älteren Mühle, die 1361 in den Besitz des Hofes kam. *vermutl. 14. Jhdt.
Pfitznerstraße: Hans Pfitzner (1869-1949), Komponist, Prof. an der ehem. Akademie der Tonkunst in München, dirigierte seit 1907 die Keimkonzerte, aus denen die Münchner Philharmoniker hervorgingen; seine Oper „Palestrina" wurde in München uraufgeführt. *1923
Pflaumstraße: Dr. Fritz Pflaum († 1908), Apotheker, bekannter Münchner Alpinist. *1947
Pflegerbauerstraße: Pflegerbauer, Hofname in Oberföhring. Der ursprüngliche, später im Volksmund abgeänderte Name lautete „Baupflegerhof", weil der Hof im 16. Jhdt. der Sitz des bischöflichen Baupflegers des Freisinger Amtes Föhring war. *1962
Pflegerstraße: Nach den Pflegern (Amtspflegern) der ehem. Hofmark Menzing; sie hatten die Hofmark als Pfand und mit Besitzerrechten und übten die niedere Gerichtsbarkeit aus. **1938
Pflüglstraße: Pflügl (Pfllegl), alter Hausname in Untermenzing. *1956
Pflugstraße: Nach dem früheren Pfluggäßchen, das bereits auf einem Stadtplan von 1729 erscheint; der Ursprung dieser Bezeichnung ist nicht mehr feststellbar. *unbek.
Pfrontener Platz: Pfronten, Luftkurort und Wintersportplatz im bayer. Allgäu. *1951
Pfundmayerstraße: Pfundmayer (Pfundmayr), alte Münchner Patrizierfamilie; im 17. Jhdt. werden Joachim und Ferdinand P. als Mitglieder des Äußeren Rates erwähnt. *1947
Phantasiestraße: Nach der nahegelegenen Gastwirtschaft „Phantasie" an der Wasserburger Landstraße. **1932
Piccoloministraße: Octavio Piccolomini, Herzog von Amalfi (1599-1656), während des 30jährigen Krieges Truppenführer in Wallensteins Heer, später General, Marschall und Reichsfürst. *1931
Pichtstraße: Oskar Picht (1871 -1945), Direktor der slaall. Blindenlehranstalt in Berlin, studierte als junger Blindenlehrer in München, regte den Bau der ersten Punktschriftmaschine und einer Blinden-Stenographiermaschine on. *1956
Pickelstraße: Johann Georg Pickel (1751-1838), Prof. für Chemie und Pharmazie in Würzburg, entdeckte in Deutschland 24 Mineralquellen und verwendete als einer der ersten Gas zur Beleuchtung. *1906
Pidinger Straße: Piding, Ort bei Bad Reichenhall, 788 als Villa Pudingha, vorher als ecclesia Petena des Salzburger Bischofsliftes erwähnt. *1925
Pienzenauerstraße: Pienzenauer, Münchner Familie des 14. und 15. Jhdts., die mehrmals Stiftungen für die Krankenpflege machte. 1503 verteidigte ein Hauptmann P. die Festung Geroldseck in Kufstein. *1906
Pilarstraße: Prinzessin Maria del Pilar von Bayern (geb. 1898), Tochter des Prinzen Ludwig Ferdinand von Bayern. *1900
Pilatusstraße: Pilatus, Gebirgsstock am Vierwaldställer See (Schweiz) mit mehreren Gipfeln, vielen Höhlen und dem Pilatussee. *1950
Pilgersheimer Straße: Pilgersheim, abgewandelte Bezeichnung für das Schlößchen Pilgramsheim, das der Hofbankier Anton von Pilgram 1785 in Giesing erbaute und in dem später eine Lederfabrik eingerichtet wurde. *1856
Pilotystraße: Karl von Piloty (1826-1886), Historienmaler, Prof. und Direktor der Akademie der bildenden Künste in München, schuf 1879 das Kolossalgeschichtsgemälde „Monachia" im Neuen Rathaus; viele seiner Werke in Münchner Galerien. *1886
Pilsenseestraße: Pilsensee, See bei Seefeld ösll. vom Ammersee. *1928
Piltzweg: Otto Piltz (1846-1910), Genre- und Kindermaler, Prof. on der Akademie der bildenden Künste in München. *1947
Pinienweg: Nach der Pinie, einer im Mittelmeergebiet vor herrschenden Kiefernart. *1950
Piperstraße: Otto Piper (1841-1921), Hofrat, Archäologe , Begründer der wissenschaftlichen Burgenkunde . *1947
Pippinger Straße: Pipping, ehem. Ortschaft bei Pasing, erstmals 1352 als Pippingen (= Ansiedlung eines Pippi) genannt . Die dortige Kirche St. Wolfgang - wie die Schloßkirche in Blutenburg von Herzog Sigismund erbaut - ist als gut erhaltenes Beispiel einer Dorfkirche der Späigotik berühmt geworden. Pipping wurde 1938 als Ortsteil von Pasing nach München eingemeindet. *1947
Pippinplatz: Pippin d. J . gen. der Kurze oder der Kleine (um 715-768), König der Franken, der beim Besuch seiner Güter und auf Jagdfahrten im Würmtal mii seinem Sohn Karl d. Gr. auf der Karlsburg residierte. Von der Burg ist nur noch der Name Karlsberg erhalten. *1956
Pirchingerstraße : Pirchinger (Pürckhinger, Pirkinger), Münchner Apothekerfamilie, die von 1596-1773 die Stadtapotheke am Rindermarkt besaß und im 17. Jhdt. den Perlbauerhof des Klosters lndersdorf, den größten Hof Großhaderns, bewirtschaftete. *1934
Pirkheimerstraße: Willibald Pirkheimer (Pirckheimer) (1470-1530), bekannter Humanist, Ratsherr in Nürnberg, Freund Albrecht Dürers. *1907
Pirmaterstraße: Ludwig Pirmaler, Ende des 15. Jhdts. Pfarrer in Gräfelfing; er entstammte einer angesehenen Münchner Bürgerfamilie und ist vermutlich der Erbauer der Großhaderner Friedhofskirche. *1951
Pirolstraße: Nach dem Pirol (Golddrossel, Goldamsel), einem seltenen, drosselartigen Singvogel. *1947
Pirschstraße: Pirsch (Pürsch, Birsch), in der Jägersprache geräuschloses Annähern an das Wild. Die Straße verläuft durch ein ehem. Jagdgebiet. *1921
Pistorinistraße: Antonio Francesco Pistorini, ital. Baumeister und Stukkateur, arbeitete im 17. Jhdt . zusammen mit Barelli und nach dessen Pläne n für den Münchner Hof. *1956
Piusplatz: Papst Pius V., bürgerl. Name: Michele Ghisleri (1504-1572), bedeutender Reformpapst, setzte sich für die Abhaltung des Konzils von Trient ein, wurde 1722 heiliggesprochen. *1931
Pixisstraße: Theodor Pixis (1831-1907), Historienmaler und Zeichner, schuf u. a. (inzwischen kriegszerstörte) Wandgemälde im ehem . (= alten) Bayer. Nationalmuse um, dem heutigen Staatl. Museum für Völkerkunde in München. *1910
Planegger Straße: Planegg, Ort im Würmtal, 1409 erstmals genannt beim Bau des Schlosses „Planeck" auf ei nem „Plan" (= freies Feld ) an einem „Eck" (= Krümmung der Würm). Das Schloß, Mittelpunkt einer Hofmark, war später im Besitz der Wittelsbacher und danach bedeutend er Münchner Patrizier- und Bürgerfamilien. *1946
Plankenfelser Straße: Plankenfels, Ort mit Schloß bei Ebermannstadt in der Fränkischen Schweiz. *1947
Plankenhofstraße: Plankenhof, alte Hofbezeichnung in Englschalking. *1957
Plankensteinstraße: Plankenstein, Berg bei Tegernsee, bekannt als Kletterberg. *1920
Plannerweg: Felix Planner, bedeutender Münchner Goldschmied, durch Werke in Münchner Kirchen von 1698-1738 nachweisbar. *1954
Planseestraße, Westpark (7), 1926: Nach dem Plansee, einem Gebirgssee in den Nördlichen Kalkalpen bei Reutte in Tirol.
Pläntschweg: Pläntsch (Plantsch, Pflanz), Obermenzinger Bauernfamilie, die für die Ortsgeschichte von Bedeutung war. *1947
Plassenburgstraße: Plassenburg , ehemals starke Bergfestung über der Stadt Kulmbach in Oberfranken. *1935
Platanenstraße: Nach der Platane (Wasserbuche), einem Park- und Alleebaum. **1938
Platenstraße: August Graf von Platen-Hallermünde (1796-1835), Lyriker und satirischer Dramatiker, der einige Zeit in München lebte. *1890
Plattlinger Straße: Plattling, Stadt an der Isar in Niederbayern, bereits im Nibelungenlied erwähnt, seit 1242 bei Bayern. *1958
Plattnerstraße: Zacharias Plattner († vermutl. 1730), Kooperator an der Pfarrei St. Peter; er stammle aus einer Altmünchner Müller- und Plattner- (= Brustpanzer und Harnischmacher) Familie und vermachte sein Vermögen armen, Münchner Kindern. *1902
Platz der Freiheit: Zu Ehren der zahlreichen Opfer im Widerstandskampf gegen den Nationalsozialismus. *1946
Platz der Opfer des Nationalsozialismus: *1946. - Zu Ehren d er zahlreichen Opfer im Widerstandskampf gegen den Nationalsozialismus.
Platzl: Bezeichnung für den kleinen, dreieckigen Platz , an dem das Hofbräuhaus und das Singspiellokal „Platzl" liegen. *unbek.
Plauener Straße: Plauen, Stadt an der Weißen Elster im Vogtland (Sachsen). *1925
Plazerstraße: Plazer (Plaz, Platz), Münchner Kaufmannsfamilie, die im 17. Jhdt. mehrere Mitglieder des Äußeren Rates stellte. *1947
Plecherstraße: Hans Plecher (1878-1934), Münchner Bezirksschulrat, Vorstand des Bayer. Lehrervereins, Gründer einer Fachzeitschrift und Verfasser pädagogischer Werke. *1960
Plinganserstraße: Georg Sebastian Plinganser (1681-1767), Kanzler des damaligen Reichsklosters St. Ulrich in Augsburg, führte 1705 die Bauern der „Kurbayerischen Landesdefension des Unterlandes" bis gegen Zorneding vor München, wo ihn die Nachricht von der Niederlage der Oberländer in Sendling erreichte. Zuvor hatte P. die Osterreicher aus einigen niederbayerischen Orten sowie aus der Festung Braunau vertrieben. *1878
Plumserjochstraße: Plumserjoch (Plumsjoch), Bergsattel westlich von Pertisau am Achsensee in Tirol. *1921
Poccistraße: Franz Graf von Pocci (1805-1876), Oberstkämmerer und Hofmusikintendant in München, Zeichner, Radierer und Dichter, schrieb Singspiele, Lieder und zahlreiche Puppenspiele und schuf Illustrationen für Kinderbücher. *1887
Pöckinger Straße: Pöcking, Ort nahe dem Westufer des Starnberg er Sees. *1921
Poetenwinkel: Zu Ehren der Münchner Dichter. *1947
Poggendorffstraße: Johann Christian Poggendorff (1796-1877), Erfinder, Prof. der Physik an der Universität Berlin, Mitglied der Bayer. Akademie der Wissenschaften, gilt durch die Herousgabe einer Zeitschrift und eines bis heute fortgesetzten Nachschlagewerks als Historiker der Technik. *1925
Pagnerstraße: Johann Pogner († 1706), Münchner Weinwirt, als Hauptbeteiligter an der bayerischen Landeserhebung von 1705 auf dem Münchner Marienplatz „gefoltert, geköpft und gevierteilt". *1901 - auch Veit- Pogner-Straße.
Pöhlmannstraße: Dr. Robert von Pöhlmann (1852-1914), Prof. an der Universität München, bekannt durch Werke zur Sozialgeschichte des Altertums. *1935
Polkostraße: Elise Polke, geb. Vogel (1823-1899), Schriftstellerin, verfaßte u. a. das dreibändige Werk „Musikalisches München". *1947
Pöllatstraße: Nach der Pöllatschlucht des Pöllatbaches beim Schloß Neuschwanstein. *1952
Pollenwiesenweg: Nach einem alten Flurnamen. Pollenwiesen sind Wiesen in hügeligem Gelände (althochdeutsch: bol, poll = Hügel). *1952
Pollinger Straße: Kloster Polling bei Weilheim, 750 von drei Huosigaugrafen gegründet, hatte bis zur Säkularisation große Besitzungen im heutige n München Forstenried. *1904
Pommernstraße: Pommern, ehemalige preussische Provinz an der Ostsee. *1925
Ponzonestraße: Antonio Ponzone (Ponzony, Pinzoni, Poitzon, Ponjon) (✝1602), ital. Maler, schuf Fresken in der Wilhelmsburg (der späteren Herzog-Max-Burg) in München. *1906
Pöppelstraße: Johann Michael Pöppel († 1763), Privatlehrer, nahm sich 1742 im damaligen Vorort Au hungernder Waisenkinder an, deren Väter im Spanischen und Österreichischen Erbfolgekrieg gefallen waren und gründete das Waisenhaus St. Andrä an der Sammtstraße (heute Adelgundenanstalt). Porträts von P. im Bayer. Nationalmuseum und im Münchner Rathaus. *1878
Porgesstraße: Heinrich Porges (1837-1900), Musikschriftsteller, Musikdirektor an der Hochschule für Musik und am Hoftheater in München, Förderer Richard Wagners. *1958
Portenstraße: Nach dem Portenhof, einem früheren Okonomiegut an dieser Stelle . *unbek.
Portiastraße: Maria Josepha Hyacintha Tapor Fürstin von Portia, geb. Freiin von Morawitzky (1714-1787), stiftete 1770 den ehem. Spitälern der Barmherzigen Brüder zu St. Max und den Elisabethinerinnen zu St. Elisabeth Geldbeträge zur Beschaffung von Krankenbetten. *1900
Portweg: Nach einem alten Flurnamen. Bezeichnung für einen Weg, der zu einem Tor (lat . : porta) oder zu einer Lände (lat . : portus) führte. *1950
Poschingerstraße: Michael Ritter von Poschinger (1835-1908), Kommerzienrat, Guts- und Glasfabrikbesitzer, stiftete der Stadt München insgesamt 920 000 Mark für gemeinnützige Zwecke. *1906
Posener Platz: Posen, Stadt an der Warthe, bis 1919 und von 1939-45 deutsch, mit ehemaliger Festung, Universität und Sitz eines Erzbischofs. *1931
Posener Straße: Posen, Stadt an der Warthe, bis 1919 und von 1939-45 deutsch, mit ehem. Festung, Universität und Sitz eines Erzbischofs. *1931
Possartstraße: Dr. Ernst Ritter von Possart (1841-1921), Prof., Generalintendant des Münchner Hoftheaters, verdient um das Münchner Musik- und Theaterleben, gründete 1901 das Prinzregententheater als Festspielhaus für Wagner-Opern. *1902
Posseltplatz: Dr. Karl Posselt (1837-1916), Augenarzt , Prof. an der Universität München, stiftete über 200 000 Mark für wohltätige Zwecke. *1947
Pössenbacherstraße: Anton Pössenbacher (geb. 1842, Sterbedatum unbekannt), Hofmöbelfabrikant in München, lieferte die Möbel für die Schlösser Neuschwanstein, Linderhof und Herrenchiemsee. *1937
Possenhofener Straße: Possenhofen, Ort am Westufer des Starnberger Sees, mit altem Wittelsbacher-Schloß und Freibadestrand der Stadt München. *1919
Postillonstraße: Zur Erinnerung an die Postillone der früheren Postkutschen. *1927
Postweg: Nach den Postboten, die diesen Weg früher bei ihrem täglichen Gang nach Waldtrudering benützten. **1932
Pötschnerstraße: Pötschner, Münchner Patrizierfamilie von etwa 1250-1550, die Stiftungen machte. U. a .:
1) Eberhart der P., im 14. Jhdt. Mitglied des Äußeren Rates und Stadtkämmerer.
2) Ritter Balthasar P., im 15. Jhdt. Bürgermeister und Herzogl. Rat . *1881
Potsdamer Straße: Potsdam, Stadt südwestl. von Berlin, bis 1918 preuss. Residenzstadt mit berühmten Bauwerken (Stadtschloß, Schloß Sanssouci). *1908
Pottstraße: Dr. Emil Pott (1851-1913), Landwirt, Prof. an der TH München, Verfasser eines fachlichen Handwörterbuchs. *1947
Prager Straße: Prag, Hauptstadt der Tschechoslowakei an der Moldau, mit altdeutschem Stadtbild und der 1348 gegründeten erste n deutschen Universität. *1954
Pranckhstraße: Siegmund Freiherr von Pranckh (1821-1888), bayer. Kriegsminister und Reorganisator des bayer. Heeres. *1890
Prangerlstraße: Georg Pranger, gen. ,,Der Prangerl " (1745-1820), Hofnarr und „Dorfmusikus", bekanntes Münchner Original. *1947
Prannerstraße: Die Straße hieß seit 1348 - vermutlich nach einer Bürgerfamilie - „prandas strazza", woraus später „Prangersgasse" und schließlich die heutige Bezeichnung entstand. *vermutl. 14. Jhdt .
Prantlstraße: Karl von Prantl (1820-1888), Prof. der Philosophie an der Universität München, Mitglied der Bayer. Akademie der Wissenschaften, Verfasser einer Geschichte der Ludwig-Maximilian-Universität. *1954
Praschlerstraße: Nikolaus Praschler, von 1734-49 Pfarrer in Baumkirchen und Berg am Laim, weihte die Barockkirche St. Michael in Berg am Laim. *1922
Praterinsel: Nach dem Vergnügungslokal „Prater" mit einem Kinderkarussell, das bis 1867 auf der Insel stand. Der Name kam von Madrid (Prado-Wiese) über Wien nach München. *1912
Praterwehrbrücke: Brücke mit Stauwehr an der - Praterinsel. *unbek .
Prechtlstraße: Johann Joseph Ritter von Prechtl (1778-1854), Technologe, Gründer des damaligen polytechnischen Instituts in Wien, schuf eine 20bändige „Technische Encyclopädie". *1927
Pregerstraße : Dr. Wilhelm Preger (1827-1896), Oberkonsistorialrat in München, Kirchenhistoriker, Mitglied der Bayer. Akademie der Wissenschaften. *1947
Prentelweg: Prentel, alte Pasinger Familie. *1955
Preßburger Straße: Preßburg, slowakische Stadt an der Donau. 907 endete bei Preßburg der Abwehrkampf gegen die Ungarn unter Markgraf Luitpold mit der schwersten Niederlage in der Geschichte Bayerns. *1937
Presselweg: Gustav Adolf Pressei (1827-1890), Opern - und Liederkomponist. *1947
Pretzfelder Straße: Pretzfeld, Markt an der Wiesent bei Ebermannstadt in der Fränkischen Schweiz. *1947
Preußenstraße: Preußen, bis 1945 größtes deutsches Land. *1925
Preysingplatz: Max Graf von Preysing-Hohenaschau (1736-1827), Schloßbesitzer in Haidhausen. *1897
Preysingplatz: Max Graf von Preysing-Hohenaschau (1736-1827), Schloßbesitzer in Haidhausen .
Prielmayerstraße:
1) Korbinian von Prielmayer (1634-1707), Staatsminister des Kurfürsten Max Emanuel.
2) Franx Xaver Freiherr von Prielmayer (1766-1824), kgl. Appellationsgerichtsrat, besaß das sog . Prielmayerschlößchen an der Stelle des heutigen Justizpalastes. *1886
Prießnitzstraße: Vinzenz Prießnitz (1799-1851), schlesischer Bauer, Naturheilkundiger, Neubegründer des Kaltwasse rheilverfahrens. *1945
Primelstraße: Nach der Primel (Schlüsselblume, Himmelsschlüssel), einer Gattung der Primelgewächse, häufig auf Wiesen und in Gärten. **1938
Pringsheimstraße: Dr. Alfred Pringsheim (1850-1942), Geh. Hofrat, Prof. der Mathematik an der Universität München, Mitglied der Bayer. Akademie der Wissenschaften. *1947
Prinz-Eugen-Straße: Franz Eugen Prinz von Savoyen, gen. Prinz Eugen (1663-1736), berühmter Feldherr in österr. Diensten, hatte ab 1696 den Oberbefehl bei der Abwehr der Türken. *1899
Prinz-Ludwig-Straße: Prinz Ludwig von Bayern (1845-1921), der spätere König Ludwig III. *1897. - auch Ludwigsbrücke.
Perlacher Bahnliofstraße: Nach dem Verlauf der Straße zum allen Bahnhof München-Perlach. *1930
Prinzenstraße: Nach den bayer. Prinzen und nach der Lage dieser Straße in der Nähe von Schloß Nymphenburg. *vermutl. um 1885
Prinzregentenbrücke: Prinzregent Luitpold von Bayern (1821-1912), ,,des Königreiches Bayern Verweser von 1886-1912", ließ auf eigene Kosten die Luitpoldbrücke bauen, die heute meist als Prinzregentenbrücke bezeichnet wird. *1901
Prinzregentenplatz *1897: - Prinzregentenbrücke.
Kasperlmühlstraße: Kasperlmühle, ein im Mangfalltal bei Weyarn gelegenes Kinderheim der Stadt München. Das Haus, eine Außenstelle des Münchner Kindl-Heims, leitet seinen Namen von der ehemaligen gleichnamigen Mühle ab. *1930
Prinzregentenstraße *1890: - Prinzregentenbrücke .
Probst-Heinrich-Straße: Probst Heinrich von Schäftlarn, schlichtete im 12. Jhdt. den zwischen dem Kloster Schäftlarn und dem Domstift Freising wegen der Wiesen von lmelungeshouen (Milbertshofen) entstandenen Streit. **1913
Pröbstlweg: Michael Proebstl (1678-1743), Münchner Barockbaumeister, Erbauer der St.-Michaels-Kirche in Perlach . *1957
Prochintalstraße: Prochintal, alter Gutshof in Moosach, erwähnt Anfang des 9. Jhdts. in einer Schenkungsurkunde. *1957
Professor-Huber-Platz: Dr. Kurt Theodor lvo Huber (1893-1943), Prof. an der Universität München , wegen seiner Teilnahme an der Widerstandsaktion „Weiße Rose" zusammen mit den Geschwistern Scholl hingerichtet. *1946
Promenadeplatz: Der Name entstand aus „Paradeplatz". Der Platz war seit 1407 Salzplatz der Stadt und diente seit 1780 dem Militär als Paradeplatz. *um 1800
Pronnerplatz: Wolfgang Jakob Pronner von Prandtha usen, Mitglied des Inneren Rates der Stadt , einer der 42 Münchner Geiseln in schwedischer Gefangenschaft (1632). *1901
Prößlstraße: Therese von Prößl († 1857), Generalmajorswitwe, stiftete rund 60 000 Gulden für Beamten witwen, für arme und verwahrloste Kinder und für das Allgemeine Krankenhaus in München. *1900
Puchheimer Straße: Puchheim, Ort westl. von München, 938 als Puochheim (= Heim bei den Buchen) urkundl. genannt, später Hofmark . *1935
Puechbergerstraße: Seyfried Puechberger, im Richterverzeichnis des Stadtarchivs 1321 als Stadtoberrichter von München genannt. *1899
Pühnstraße: Julie Pühn (1846-1917), Generaldirektionsratswitwe, stiftete 100 000 Mark für Kriegerwaisen und 50 000 Mark für Knabenhorte. *1947
Pullacher Platz: Pullach, Ort am Hochufer der Isar südl. von München, um 790 urkundl. erwähnt als Puochloch (= Buchenwald). 1040 wird die nahegelegene Rämerbrücke und Lände (,,pontem ac portum ") letztmals genannt. *1924
Pullacher Straße: Pullach, Ort am Hochufer der Isar südl. von München, um 790 urkundl. erwähnt als Puochloch (= Buchenwald). 1040 wird die nahegelegene Rämerbrücke und Lände (,,pontem ac portum ") letztmals genannt. *1924
Pulverturmstraße: Nach einem früheren Pulverturm (Munitionsdepot) , der zu einem Exerzier- und Schießplatz südl. von Neuherberge gehörte. **1938
Pündterplatz: Emil Pündter, Regierungsrat, Bezirksamtmann und Vorstand des Bezirksamts München, verdient um die Stadterhebung von Schwabing. *1891
Puppenweg : Nach dem Marionetten-, Puppen- oder Kasperlspiel, in Anlehnung an die Namen der umliegenden Straßen, die nach Märchengestalten benannt sind. *1955
Purtschellerstraße: Ludwig Purtscheller (1849-1900), österreichischer Turnlehrer und Bergschriftsteller, bestieg über 1500 Alpengipfel und unternahm Erstbesteigungen am Kilimandscharo und im Kaukasus. Nach ihm wurde das Purtschellerhaus am Hohen Göll benannt. *1925
Pütrichstraße: Pütrich, reiche und wohltätige Münchner Patrizierfamilie des 13.-15. Jhdts. , das mehrere Stadträte, Stadtkämmerer und Bürgermeister stellte. Bedeutsam u. a. auch: Jakob III. Pütrich von Reichershausen, im 14. Jhdt. Münchner Minnesänger und herzogl. Rat. *1881
Putzbrunner Straße: Putzbrunn, Ort am östl. Stadtrand von München, um 1095 als Edelsitz Puziprunan erstmals genannt, später zeitweise im Besitz der Münchner Patrizierfamilie Ridler. **1930
Putziger Straße: Putzig, Stadt in der ehem. Provinz Westpreußen, westl. der Danziger Bucht. *1932
Pyrmonter Straße: Bad Pyrmont, Kurort im Weserbergland südl. von Hameln (Niedersachsen). *1925