Münchner Straßenverzeichnis

   Königsplatz          


Bildrechte: Bundesarchiv, Bild 146-1988-105-32 / Priesack, August / CC-BY-SA 3.0, Bundesarchiv Bild 146-1988-105-32, München, Königlicher Platz, CC BY-SA 3.0 DE

Der Königsplatz ist ein Platz im Münchner Stadtteil Maxvorstadt, der zum Gesamtensemble der Brienner Straße gehört, der ersten Prachtstraße Münchens. Der Platz im Stil des europäischen Klassizismus ist ein Zentrum kulturellen Lebens und gilt als eines der Hauptwerke des ludovizianischen „Isar-Athen“.

Die Geschichte des Königsplatzes ist eng mit der der Brienner Straße verknüpft. Karl von Fischer, der im Auftrag des damaligen Kronprinzen und späteren Königs Ludwig I. zusammen mit Friedrich Ludwig Sckell den ehemaligen Fürstenweg von der Münchner Residenz zum Schloss Nymphenburg zur Pracht- und Hauptstraße Brienner Straße ausbaute, versuchte den starren Rasterplan der Maxvorstadt durch Plätze aufzubrechen, die er an Stellen, an denen quer einfallende Straßen auf den Fürstenweg zuliefen, projektierte.

Nach der Machtübernahme der NSDAP begann 1934 die Umgestaltung Münchens zur „Hauptstadt der Bewegung“. Der von den nationalsozialistischen Machthabern in Königlicher Platz umbenannte Königsplatz wurde durch Paul Ludwig Troost so umgestaltet, dass die Konzeption Karl von Fischers umgekehrt wurde. Sämtliches Grün wurde entfernt. Am östlichen Ende wurden nördlich der Brienner Straße der Führerbau und dazu symmetrisch südlich der Verwaltungsbau der NSDAP errichtet.

Erst 1987/1988 wurden die den Königsplatz bedeckenden Platten entfernt und der Originalzustand vom Beginn des 19. Jahrhunderts so weit wie möglich wiederhergestellt.

Dieser Text basiert auf dem Artikel Königsplatz_(München) aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der Lizenz Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported (Kurzfassung). In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.

| | | |

Straßenname Königsplatz
Benennung 1808 Erstnennung
Plz 80333
Stadtbezirk 3. Maxvorstadt | Königsplatz
RubrikGeografie
Kategorie Platz  
Lat/Lng 48.1460191 - 11.5643042   
Geo
OrtKönigsplatz
NationDeutschland
BundeslandBayern
RegierungsbezirkOberbayern
KategoriePlatz  
Geo48.1460191 - 11.5643042
EntfernungLuftlinie von München 2 km   
347. Königsplatz. Liegt zwischen dem Karolinen- und Stiegelmayerplatz, wird von der Glyptothek, dem Kunstausstellungsgebäude und den Propyläen eingerahmt und von der Briennerstraße seiner ganzen Länge nach durchschnitten. Dieser Platz erhielt seinen Namen schon 21. November 1808, weil die einstige Königstraße (s. Briennerstraße) dort ausmündete, trägt ihn aber jetzt auch im Hinblick auf sein wahrhaft königliches Ansehen durch die herrlichen von König Ludwig I. herrührenden Bauwerke *), welche in griechischen Baustilen erbaut sind. Die Glyptothek wurde in den Jahren 1816 so durch L. v. Klenze im korintischen Stile mit einem Portikus von acht vorderen und vier hinteren Säulen erbaut. Die in dem vorderen Giebelfelde befindliche Gruppe, Minerva als Schutzgöttin der Künste, ist von M.v. Wagner in Rom entworfen, von Haller, Rietschel und Schwanthaler modelliert und von verschiedenen Künstlern ausgeführt. Das Kunstausstellungs- Gebäude wurde durch Ziebland im korinthischen Stile 1838—45 erbaut. Die Marmorgruppe im Giebelfelde »Bavaria an die Künstler Kränze austeilend«, ist von L. von Schwanthaler. Die Propyläen wurden gleichfalls auf Kosten König Ludwig I. durch L. von Klenze 1854 bis 1862 zur Verherrlichung der Befreiung Griechenlands erbaut. Von den 28 Säulen sind die 12 äußeren im dorischen, die 16 inneren im jonischen Stile gehalten. Das eine der von L. von Schwanthaler entworfenen Giebelfelder zeigt Hellas, der die Sieger zu Land und zu Wasser die wiedereroberten Provinzen zuführen, das andere König Otto, dem die verschiedenen Stände huldigen.

*)Die Gebäude des Königsplatzes von Prof. Dr. Krell, Sammler 1886, r. 51-54.
DatumQuelleA
02.12.1946Ehrung der Opfer des Nationalsozialismus
Umbennung des Königlichen Platzes und Errichtung einer Gedächtnisstätte für die Opfer des Dritten Reiches auf diesem Platz
DE-1992-STRA-40-65-16a Straßenbenennungen 1946 - 0
SPD-Fraktion -> Oberbürgermeister Dr. Scharnagl
07.01.1947Ehrung der Opfer des Nationalsozialismus
Umbenennung des Königsplatzes in Platz der Opfer des nationalsozialismus
DE-1992-STRA-40-65-16a Straßenbenennungen 1946 - 0
Wiederaufbaureferat -> Oberbürgermeister Dr. Scharnagl
13.01.1947Umbenennung des Königplatzes
DE-1992-STRA-40-65-16a Straßenbenennungen 1946 - 0
Direktorium A -> Referat 12
25.01.1947Zur Neugestaltung des Münchner Königsplatzes
DE-1992-STRA-40-65-16a Straßenbenennungen 1946 - 0
Süddeutsche Zeitung ->
30.01.1947Ehrung der Opfer des Nationalsozialismus
Umbenennung des Königsplatzes in Platz der Opfer des Nationalsozialismus
DE-1992-STRA-40-65-16a Straßenbenennungen 1946 - 0
Wiederaufbaureferat -> Stadtrat Gottlieb Branz
DatumZeitungTitel
10.05.2018Süddeutsche ZeitungNeues Denkmal soll an Bücherverbrennung der Nazis erinnern
Wikipedia Google Maps

Straßenbenennungen

Straße von Grund bis Grund
Königlicher PlatzErstnennung
Königsplatz1808Erstnennung

Literatur

 , Der Königsplatz in München    , Der Königsplatz 1812-1988    , Der Münchner Königsplatz und seine Bauten   
StraßeNameArchitektBaustilJahr
KönigsplatzKönigsplatzklassizistisch
Königsplatz 1Staatliche AntikensammlungZiebland Georg Friedrichklassizistisch1838
Königsplatz 2Propyläen Klenze Leo von, Schwanthaler Ludwigklassizistisch1848
Königsplatz 3GlyptothekKlenze Leo vonklassizistisch1816
TitelStraßeStandortKünstlerJahrBild
Christian Daniel Rauch-StatueKönigsplatzGlyptothek Widnmann Max von
  • 45. Königsplatz   
  • 25. Königsplatz   
  • 351. Königsplatz   

Straßen sind das Gedächtnis der Stadt



Fehler