Münchner Straßenverzeichnis

   Residenzstraße          

  Residenz

Bildrechte: Michael Wening creator QS:P170,Q1251855, Wening Residenz München, als gemeinfrei gekennzeichnet, Details auf Wikimedia Commons

Die Residenz in der Münchner Innenstadt war das Münchner Stadtschloss und die Residenz der bayerischen Herzöge, Kurfürsten und Könige. Der weitläufige Palast ist das größte Innenstadtschloss Deutschlands und heute eines der bedeutendsten Raumkunstmuseen Europas.

Der Gebäudekomplex umfasst zehn Höfe und gliedert sich in die drei Hauptkomplexe Königsbau (zum Max-Joseph-Platz hin), Maximilianische Residenz (auch Alte Residenz, Fassade zur Residenzstraße hin und ein Großteil der inneren Trakte) und Festsaalbau (zum Hofgarten hin). Das Residenzmuseum besteht aus 130 Schauräumen.[1] Stilistisch ist die über Jahrhunderte gewachsene Residenz eine Mischung aus Renaissance, Barock, Rokoko und Klassizismus. Vor dem Eingang zum Kaiserhof und dem Durchgang zum Brunnenhof stehen je zwei große bronzene Löwen für die vier Kardinalstugenden, Klugheit, Stärke, Gerechtigkeit und Mäßigkeit, die ein würdiger Herrscher mit sich bringen sollte. Jeder Löwe hält ein Schild, auf dem die jeweilige Tugend symbolhaft abgebildet ist und das an der unteren Spitze jeweils in einem kleinen Löwenkopf endet. (Die Berührung der Schnauze dieser kleinen Löwenköpfe soll Glück bringen.

Der Ort der Residenz war schon vor Jahrtausenden von Menschen belebt. Erst 2014 fanden Archäologen direkt unterhalb des Apothekenhofes der Residenz ein fast unversehrtes, spätbronzezeitliches Grab.

Dieser Text basiert auf dem Artikel Münchner_Residenz aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der Lizenz Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported (Kurzfassung). In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.

| | |

Straßenname Residenzstraße
Benennung vor 1683 Erstnennung
Plz 80333
Stadtbezirk 1. Altstadt-Lehel | Graggenau
RubrikBauwerke
Suchen Residenz
Lat/Lng 48.14075 - 11.57745   
Straßenlänge 0.41 km
1894 Rambaldi
532. Residenzstraße.Beginnt an der Dienerstraße nächst dem »englischen Hofe«, wird von der Perusastraße geschnitten und endet gegenüber der Felherrnhalle mit der K. Residenz. An dem Nordrand der äußeren Stadt taucht seit dem 14. Jahrhundert eine Ortlichkeit auf, »der Burgstall« genannt, welcher dem Herzogen Veranlassung gab, als die ,,alte Burg« oder »Ludwigsburg« nicht mehr genügte, sich hier eine ,,neue Veste« zu bauen. Diese, 1384 entstanden, bildete die Grundlage der 1469 begonnenen und in wesentlichen 1476 vollendeten Veste Albrechts IV., welche gewöhnlich »Albertinische Burg« hieß und 1508 ihren völligen Abschluß erhielt, drei Jahre später, als München zur Landeshauptstadt erklärt worden war. An die neue Veste reihten sich dann die Bauten der heutigen ,,älteren Residenz« unter Herzog und Kurfürst Max I. von 1598 bis 1601 und von 1612—1619 nach Peter Candid’s Plänen. Nun erhielt auch bald die frühere »vordere Schwabingergasse«, dann ,,Residenz- Schwabingergasse« ihre gegenwärtige Benennung. Die im Jahre 1619 vollendete Residenz ist jenes Bauwerk, das dem Schwedenkönig Gustav Adolf bei seinem 13 Jahre später erfolgten Einzuge in München so gut gefiel, daß er es gern auf Walzen nach Stockholm hätte bringen lassen mögen. König Ludwig l. endlich fügte im Süden dem Königsbau und im Norden den Saalbau hinzu, wodurch die k. Residenz ihren jetzigen ungeheuren Umfang und zugleich ihre schönste Zierde erhielt. Außer der Residenz sind zu bemerken das k· Postgebäude, dessen bereits am Max Josef-Platz erwähnt wurde, ferner das Haus Nr. 4, welches früher zum »Falkelleck« hieß, desgleichen das Haus Nr. 5, welches einst dem berühmten bayerischen Geschichtsforscher und Hofratspräsidenten Wiguläus Hund gehörte und unter dem Namen »Stiefel-Eck« bekannt war, die Gebäude Nr. 11 und 12, an deren Stelle sich das von der Münchener Patrizierfamiliee der Pütrich und 1284 gestiftete Nonnenkloster zu St. Christoph mit seiner Kirche befand (s. Pütrichstraße), das Bankgebäude, Haus Nr. 27, früher gräflich Rechberg’sches, dann Preysingsches Palais (s. Preysingstraße), die Feldherrnhalle 1840-1844 von Fr. v. Gärtner, nach dem Vorbild der Loggia die Lanzi in Florenz erbaut. Die Standbilder Tillys und Wredes snd nach Schwanthalers Model von Ferd. o. Miller in Erz gegossen das in der Mitte befindliche bayerische Armeedenkmal, welches auf Kosten des Prinzregenten Luitpold errichtet und am 12. März 1892 enthüllt wurde, ist von Ferd. v. Miller entworfen und gegossen. Die Feldherrnhalle erhebt sich rückwärts des ehemaligen ,,neuen Schwabingerthores«, das 1318 oder 1319 schon vollendet, ursprünglich ,,Unsers Herrn Thor« hieß und 1493 der damaligen Unruhen wegen durch Herzog Albrecht IV. der es für gefährdet hielt, mit Bolllverken versehen wurde. Bei dieser Gelegenheit ließ der Fürst die Kapelle ,,Unsers Herrn«, welche links vor dem Thore stand *), demolieren und dafür die Salvatorkirche erbauen (s. Salvatorstraße). Das Thor schloß die konvergierende Verlängerung der beiden älteren nördlichen Stadthore (hinteres und vorderes Schwabingerthor — s. Schäffler- und Dienerstraße) zugleich ab, d. h. es stand dort, wo die vordere und hintere Schwabingergasse (s. Theatinerstraße) zusammentrafen, mithin zwischen dem Festsaalball der Residenz und dem Graf-Arko-Hause· Es mußte 1816-1817 der Stadterweiterung weichen; zwei Jahrzehnte später verschwanden dann auch das rückwärtige Wachgebäude und das anstoßende Wirtshaus »zum Bauerngirgel«, das sich gegenwärtig in erneuter Auflage als Haus Nr. 20, aber an einer anderen Stelle befindet. Nicht zu vergessen ist, daß sich am Hause Nr. 8 ein Wahrzeichen befindet. Man findet über einem Dachfenster dieses Hauses eine Elster. Die Bedeutung hievon ist, daß hier eine Dienstmagd lebte, welche in Verdacht kam, sie habe Geschmeide entwendet. Sie wurde dann verurteilt und mußte den Tod erleiden, weil alles gegen sie sprach. Später zeigte sich, daß eine Elster das Gold entführt und im Gebälke des Daches eines Nachbarhauses verborgen habe. Da ward freilich großes Bedauern wach, aber die Maid blieb tot, und zum Andenken ließ man den Vogel im Konterfei auf die Dachspitze über dem Stüblein derselben setzen.

*) Über die Entstehung dieser Kapelle, an deren Stelle die sogenannte »Hostiensäule,« ein Münchner Wahrzeichen, gesetzt wurde, das später auf dem Frauenfriedhof und auf den alten südlichen Friedhof versetzt wurde, von wo es in das Nationalmuseum kam. erzählt uns Frz. Trautmann ausführlich in seinen ,,Alt-Münchner Wahrzeichen« S. 68.
1965 Baureferat
Residenzstraße: Die Münchner Residenz, Fürstensitz der Wittelsbacher, hervorgegangen aus der im 14. Jhdt. errichteten Neufeste; sie besteht aus 3 Hauptgebäuden: Alte Residenz (1600-1619 unter Herzog Maximilian I.), Königsbau (1826-1835 unter König Ludwig I.) und Festsaalbau (1832-1842 ebenfalls unter Ludwig I.); das Antiquarium (1569-1571) ist der älteste, noch erhaltene Bau. ‘um 1619
Wikipedia Google Maps

Straßenbenennungen

Straße von Grund bis Grund
Bei den Barfüssern1370Erstnennung
Residenzstraße1683Erstnennung
StraßeNameArchitektBaustilJahr
ResidenzstraßeFeldherrnhalleMiller d. J. Ferdinand von, Rümann Wilhelm von, Gärtner Friedrich von, Schwanthaler Ludwigklassizistisch1841
Residenzstraße 1Residenz
Residenzstraße 2HauptpostKlenze Leo vonklassizistisch1834
Residenzstraße 3Wohn- und Geschäftshaus FalkeneckDrollinger EugenNeurokoko1904
Residenzstraße 10ZechbauerhausHeilmann und Littmann1910
Residenzstraße 13Eilles-Haus
Residenzstraße 16GeschäftshausKil FranzNeurenaissance1869
Residenzstraße 17Ehem. BürgerhausSteinmetz Max, Strulberger FranzNeurokoko1869
Residenzstraße 24Geschäfts- und WohnhausHeilmann und Littmannneuklassizistisch 1906
Residenzstraße 25Geschäfts- und WohnhausDrollinger Eugenneubarock1899
Residenzstraße 26EckhausReifenstuel N.Neurenaissance1872
Residenzstraße 27Ehem. Preysing-PalaisEffner JosephRegence-Stil1723
StraßeNameArtJahrBild
ResidenzstraßeVier LandespolizistenGedenktafel2010
Residenzstraße 1Herzog ChristophGedenktafel
Residenzstraße 5Wiguläus HundGedenktafel
  • 77. Residenzstraße 1    

Straßen sind das Gedächtnis der Stadt



Fehler