Ab 1753 - Die Harlachinger Anna-Kirche wird umfassend erneuert
München-Giesing * Zwischen 1753 und 1761 wird die Harlachinger Anna-Kirche umfassend erneuert. Dabei bleibt die äußere Gestalt vergleichsweise schlicht und erinnert weiterhin an eine romanische Dorfkirche, insbesondere durch den massiven Turm.
Im Inneren wird der Kirchenraum im Stil des Rokoko gestaltet, der durch Leichtigkeit, Eleganz und reiche Ornamentik gekennzeichnet ist. Stuckverzierungen, geschwungene Formen und helle Farbgebung prägen das Erscheinungsbild. Die Deckenfresken sowie der Hochaltar bilden die künstlerischen Höhepunkte.
Im Zentrum des Hochaltars steht weiterhin das Gnadenbild der „Anna selbdritt“, das den spirituellen Kern der Kirche darstellt. Es verbindet die kunsthistorische Ausstattung mit der religiösen Funktion als Wallfahrtsort.
1804 - Harlaching kommt zur Pfarrei Neudeck
München-Giesing * Nachdem die Pfarrei Unterbiberg aufgelöst worden ist, kommt Harlaching in die Pfarrei Neudeck in der Au.
1830 - Harlaching kommt zur Pfarrei Heilig-Kreuz in Giesing
München-Giesing * Harlaching wird der Pfarrei Heilig-Kreuz in Giesing einverleibt.
1732 - Das St.-Anna-Bündnis wird vom Lehel übertragen
München-Giesing * Das St.-Anna-Bündnis wird vom Hieronymiten-Kloster im Lehel nach Harlaching übertragen. Damit verlagert sich die organisierte Verehrung der heiligen Anna aus der Stadt in den Wallfahrtsort - ein deutliches Zeichen für die wachsende Bedeutung von St. Anna in Harlaching.
Das Bündnis ist eine Vereinigung mehrerer Bürger aus München mit der Intention, „dass durch die Fürbitte der hl. Mutter Anna die größten Sünder sollten bekehrt werden“.
1315 - Die Kirche zu Harlaching als religiöser Mittelpunkt
München-Giesing * Die Kirche zu Harlaching wird urkundlich als Filialkirche der Pfarrei Unterbiberg erwähnt. Sie dient der lokalen Bevölkerung als religiöser Mittelpunkt.
1730 - Der St.-Anna-Dreißiger soll feierlicher werden
München-Giesing * Das Pfarramt Unterbiberg bittet das Ordinariat, dass während des St.-Anna-Dreißigers - der von vielen Menschen aus der Stadt besucht wird - an bestimmten Tagen unter der Woche das Allerheiligste ausgesetzt werden und zu bestimmten Zeiten der sakramentale Segen gespendet werden darf, so wie es auch in anderen Kirchen, etwa in Ramersdorf, Thalkirchen oder der Lorettokapelle in Berg am Laim üblich ist.
1163 - Die erste Kirche in Harlaching
München-Giesing * Im Zusammenhang mit der Christianisierung und Besiedlung des Isarraumes sowie mit dem Einfluss geistlicher Institutionen wie dem Kloster Tegernsee entsteht im damaligen Dorf Hadelaichen [= Harlaching] eine erste kleine Kirche. Sie wird erstmals im Jahr 1163 genannt.
Um 1500 - Das Gnadenbild der „Anna selbdritt“ für Harlaching entsteht
München-Giesing * Eine entscheidende Entwicklung für die Kirche zu Harlaching setzt ein, als das Gnadenbild der „Anna selbdritt“ entsteht. Es zeigt die heilige Anna gemeinsam mit ihrer Tochter Maria und dem Jesuskind und wird zum Zentrum wachsender religiöser Verehrung. Die Kirche entwickelt sich dadurch zu einem Wallfahrtsort.
26. 7 1524 - Der Anna-Tag ist der wichtigste Harlachinger Wallfahrtstag
München-Giesing * Der Anna-Tag ist der wichtigste Wallfahrtstag für die Anna-Kirche in Harlaching. Es werden spezielle Gottesdienste und Andachten abgehalten.
1524 - Die heilige Anna als Patronin der Kirche zu Harlaching
München-Giesing * Die heilige Anna wird erstmals ausdrücklich als Patronin der Kirche zu Harlaching genannt.
1623 - Die Anna-Kirche wird von schwedischen Truppen geplündert
München-Giesing * Die Harlachinger Anna-Kirche wird im Dreißigjährig Krieg von schwedischen Truppen geplündert. Die Wallfahrt kommt zum Erliegen.
Der anschließende Wiederaufbau sichert zwar das Fortbestehen der Kirche, leitet aber noch keine grundlegende stilistische Veränderung ein.
1653 - Die Anna-Kirche erhält das Allerheiligste wieder
München-Giesing * Die Anna-Kirche in Harlaching wird das Sanctissimum [= Allerheiligstes] wieder eingerichtet.
Um 9 1707 - Der „Sankt-Anna-Dreißiger“ in der Harlachinger Anna-Kirche
München-Giesing * Der „Sankt-Anna-Dreißiger“ findet in der Anna-Kirche in Harlaching statt. Papst Innocenz XII. gewährt dazu einen vollkommenen Ablass auf sieben Jahre. Die Andachten werden durch die Paulaner in der Au besorgt.
1527 - Die Harlachinger Anna-Kirche im Besitz der Wittelsbacher
München-Giesing * Die Anna-Kirche in Harlaching geht in den Besitz der Wittelsbacher über. Sie erhält damit eine politische und religiöse Bedeutung.
1560 - Die Harlachinger Anna-Kirche besitzt drei Altäre
München-Giesing * Die Harlachinger Anna-Kirche besitzt drei Altäre, sodass das Sanctissimum [= Allerheiligstes] eingesetzt wird und der Pfarrer von Unterbiberg wöchentlich zwei Mal Gottesdienst hält.
19. 6 1921 - „Die Maibraut“ im Freilufttheater im Tierpark
München-Giesing * Im Tierpark Hellabrunn wird auf einer Bühne das Theaterstück „Die Maibraut“ von Ernst von Wolzogen aufgeführt. Um eine Naturbühne zu errichten, musste man am Harlachinger Hang eigens Erdmassen aufschütten. 2.000 Zuschauer finden in dem Freilufttheater Platz und können der Hellabrunner Uraufführung beiwohnen. 200 Personen wirken bei der Aufführung auf der Bühne mit. Der Ort des Geschehens ist ein germanischer heiliger Hain.
Erstellung: 1927
Baustil: barockisierend
Baustil: historisierend
Erstellung: 1761
Erstellung: 1865
| Entfernung | Straße | Name | Von | Bis | Route |
|---|---|---|---|---|---|
| 932 m | Über der Klause 10 | Frisch Karl von | 1911 | 1982 |