Münchner Straßenverzeichnis

Neue Straßenbenennungen in München

   Franz-Beckenbauer-Platz          


Erstnennung: 1.5.2025
Stadtbezirk: 12. Schwabing-Freimann

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   Karl-Bucher-Weg          


Erstnennung: 27.5.2025
Stadtbezirk: 10. Moosach

Karl Bucher, geboren 02. April 1933 in München, gestorben 22. Mai 2017 in München, Sägewerker, Berufskraftfahrer. Karl Bucher war von 1953 bis 1993 aktives Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr Moosach, von 1972 bis 1993 Abteilungsführer. Er war u.a. Gründungsmitglied des Moosacher Faschingsclubs und bis 1993 Vorsitzender des Vereins Freiwillige Feuerwehr München Moosach von 1879 e.V. Außerdem war er Initiator und Gründungsmitglied des Gesamtvereins Moosach e.V. In seiner Funktion als Vorsitzender des Vereins war er an der Planung und Realisierung des 1983 gebauten „Vereinsheim Hacklhaus“ am Moosacher St.-Martins-Platz sowie am 2004 eröffneten Kultur- und Bürgerhaus Pelkovenschlössl maßgeblich beteiligt. Karl Bucher wurde für seine Verdienste bei der freiwilligen Feuerwehr und im ehrenamtlichen Bereich mit der Medaille „München leuchtet“ geehrt.

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   Waldseeweg          


Erstnennung: 25.6.2025
Stadtbezirk: 22. Aubing-Lochhausen-Langwied

Bad Waldsee, Stadt in Baden-Württemberg in der Nähe von Bad Schussenried, erstmals erwähnt 926, heute Moorheilbad und Kneippkurort. Nach dem Waldsee in der Aubinger Lohe, der Lebensraum für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten darstellt.

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   Fritz-Neuland-Straße          


Erstnennung: 18.9.2025
Stadtbezirk: 1. Altstadt-Lehel

Fritz Neuland, geboren am 30. Januar 1889 in Bayreuth, gestorben am 04. November 1969 in München; Fritz Neuland war ein jüdischer Münchner Rechtsanwalt. Nach dem Machtantritt der Nationalsozialisten wurde ihm im August 1933 die Zulassung als Rechtsanwalt entzogen. Da er als Soldat am ersten Weltkrieg teilgenommen hat, konnte Fritz Neuland sich auf seinen Frontkämpferstatus berufen und er erhielt die Zulassung 1934 zurück. 1938 wurde sie ihm endgültig entzogen und er durfte sich nur als sogenannter „Rechtskonsulent“ für jüdische Mandanten betätigen. Während des Zweiten Weltkriegs musste er Zwangsarbeit in einem Rüstungsbetrieb leisten. Seine Mutter Albertine wurde im Juli 1942 in das KZ Theresienstadt deportiert, wo sie 1944 an Hunger und Entbehrungen starb. Seine Tochter Charlotte konnte er retten, indem die ehemalige Haushälterin seines Bruders das Mädchen bei sich aufnahm und als ihr uneheliches Kind ausgab. Im Februar 1945 tauchte auch Fritz Neuland unter und entzog sich so der drohenden Deportation in das KZ Theresienstadt. Er überlebte gesundheitlich sehr gezeichnet mit Hilfe von Freunden in einem Versteck. Seit 1946 konnte er wieder als Rechtsanwalt in München arbeiten und spezialisierte sich auf Wiedergutmachungsfragen. Auf seine Initiative wurde am 15. Juli 1945 die Israelitische Kultusgemeinde München und Oberbayern (IKG) neu gegründet und Fritz Neuland zu ihrem 1. Vizepräsidenten gewählt. Von 1951 an war er 18 Jahre lang Präsident der IKG. Er gehörte zu den Mitbegründern des im Dezember 1946 wiedererstandenen "Landesverbandes der Israelitischen Kultusgemeinden in Bayern" und setzte sich unermüdlich für einen Neubeginn jüdischen Lebens in München ein. Von 1952 bis 1963 war er Mitglied des Bayerischen Senats und wurde 1959 mit dem Bayerischen Verdienstorden geehrt. Auf seine Initiative wurde 1969 der Gedenkstein für die ehemalige Münchner Hauptsynagoge in der Herzog-Max-Straße errichtet.

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