Münchner Straßenverzeichnis

   Schubertstraße          

Schubert Franz
Franz Schubert
Bildrechte: Wilhelm August Rieder, Franz Schubert by Wilhelm August Rieder 1875, als gemeinfrei gekennzeichnet, Details auf Wikimedia Commons

Franz Peter Schubert (* 31. Jänner 1797 in der Gemeinde Himmelpfortgrund, heute ein Stadtteil von Wien im Bezirk Alsergrund; † 19. November 1828 in Wieden, heute ein Stadtteil von Wien) war ein österreichischer Komponist. Obwohl er schon im Alter von 31 Jahren starb, hinterließ er ein reiches und vielfältiges Werk. Er komponierte rund 600 Lieder, weltliche und geistliche Chormusik, sieben vollständige und fünf unvollendete Sinfonien, Ouvertüren, Bühnenwerke, Klaviermusik und Kammermusik.

Zu seinen Lebzeiten war die Zahl seiner Bewunderer noch begrenzt. Mendelssohn, Schumann, Liszt, Brahms und andere Komponisten der Romantik entdeckten und rühmten das Werk ihres Vorgängers. Heute ist Schuberts Rang als herausragender Vertreter der frühen Romantik unbestritten.

In der Literatur wird Schubert traditionell gerne als verkanntes Genie dargestellt, das seine Meisterwerke unbeachtet von der Öffentlichkeit schuf. Wahr ist daran, dass Schubert mit seinen Großwerken – etwa seinen Sinfonien – keine große Wirkung erzielte und ihm mit seinen Opern nicht der ersehnte Durchbruch gelang. Ein wesentlicher Grund dafür war, dass er selbst nicht die Öffentlichkeit suchte und anders als Mozart und Beethoven erst 1827 von seinen Freunden zu einem eigenen Konzert überredet werden konnte, das dann auch ein großer Erfolg wurde.

Andererseits war Schubert durchaus überregional bekannt. Vor allem Vogl sorgte als Sänger für die Verbreitung seiner Lieder, und gegen Ende seines Lebens begannen sich auch die Verleger dafür zu interessieren. Rund 100 seiner Werke wurden zu seinen Lebzeiten im Druck veröffentlicht – gemessen an der Zahl von insgesamt etwa 600 Liedern nur ein kleiner Anteil, jedoch mehr, als viele seiner Zeitgenossen publizierten.

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Straßenname Schubertstraße
Benennung 1887 Erstnennung
Plz 80336
Stadtbezirk 2. Ludwigsvorstadt-Isarvorstadt | St. Paul
RubrikPersonen
Kategorie Komponist  
Gruppe Walhalla  
Lat/Lng 48.1310973 - 11.5545209   
590. Schubertstraße.Führt vom Kaiser-Ludwigplatz an der Theresienwiese in südwestlicher Richtung zum Bavariaring. Zu Ehren des Komponisten Franz Schubert, geb. 31. Jan. 1797 zu Wien, wo sein Vater an der Pfarrschule der Vorstadt Lichtenthal als Lehrer angestellt war; er erhielt den ersten Musikunterricht im väterlichen Haus und ward 1808 wegen seiner schönen Stimme als Singknabe in das kaiserliche Konvikt aufgenommen. Nach erfolgten Stimmwechsel aus der Anstalt entlassen, kehrte er im Okt. 1813 in das elterliche Haus zurück und lebte hier ausschließlich den musikalischen Studien, bis er, um der Konskription zu entgehen, gegen Ende 1814 Schulgehilfe seines Vaters wurde, welches Amt er drei Jahre hindurch versah. Mittlerweile aber hatten schon mehrere seiner Kompositionen in Wien die Aufmerksamkeit der Musikfreunde auf sich gezogen, und so kam es, daß er 1818 als Sing- und Klaviermeister von dem Grafen J. Esterhazy engagiert wurde und diesem nun auf sein Gut Zelecz nach Ungarn folgte. Im Spätherbst des Jahres kehrte er wieder nach Wien zurück und lebte nun hier (einige vorübergehende Ausflüge nach Steiermark und Oberösterreich mit seinem Freunde, dem Hofopernsäuger Vogl, sowie einen zweiten Sommeraufenthalt in Zelecz abgerechnet) bis zu seinem am 19. Nov. 1828 erfolgten Tod. Ein Amt hatte Schubert niemals inne, so daß er, trotz der Opferbereitwilligkeit seiner Freunde in nahezu dürftigen Verhältnissen lebte. Schubert war einer der genialsten und fruchtbarsten Komponisten aller Zeiten. Die Straße trägt seinen Namen seit 30. Juli 1886.

Person Schubert Franz
geboren 31.1.1797 [Wien]
gestorben 19.11.1828 [Wien]
Kategorie Komponist  
Gruppe Walhalla  
Nation Österreich
Konfession katholisch
GND 118610961
Leben

Franz Peter Schubert (* 31. Jänner 1797 in der Gemeinde Himmelpfortgrund, heute ein Stadtteil von Wien im Bezirk Alsergrund; † 19. November 1828 in Wieden, heute ein Stadtteil von Wien) war ein österreichischer Komponist. Obwohl er schon im Alter von 31 Jahren starb, hinterließ er ein reiches und vielfältiges Werk. Er komponierte rund 600 Lieder, weltliche und geistliche Chormusik, sieben vollständige und fünf unvollendete Sinfonien, Ouvertüren, Bühnenwerke, Klaviermusik und Kammermusik.

Zu seinen Lebzeiten war die Zahl seiner Bewunderer noch begrenzt. Mendelssohn, Schumann, Liszt, Brahms und andere Komponisten der Romantik entdeckten und rühmten das Werk ihres Vorgängers. Heute ist Schuberts Rang als herausragender Vertreter der frühen Romantik unbestritten.

In der Literatur wird Schubert traditionell gerne als verkanntes Genie dargestellt, das seine Meisterwerke unbeachtet von der Öffentlichkeit schuf. Wahr ist daran, dass Schubert mit seinen Großwerken – etwa seinen Sinfonien – keine große Wirkung erzielte und ihm mit seinen Opern nicht der ersehnte Durchbruch gelang. Ein wesentlicher Grund dafür war, dass er selbst nicht die Öffentlichkeit suchte und anders als Mozart und Beethoven erst 1827 von seinen Freunden zu einem eigenen Konzert überredet werden konnte, das dann auch ein großer Erfolg wurde.

Andererseits war Schubert durchaus überregional bekannt. Vor allem Vogl sorgte als Sänger für die Verbreitung seiner Lieder, und gegen Ende seines Lebens begannen sich auch die Verleger dafür zu interessieren. Rund 100 seiner Werke wurden zu seinen Lebzeiten im Druck veröffentlicht – gemessen an der Zahl von insgesamt etwa 600 Liedern nur ein kleiner Anteil, jedoch mehr, als viele seiner Zeitgenossen publizierten.

Bavarikon Wikipedia Deutsche Biografie Deutsche National Bibliothek
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StraßeNameArchitektBaustilJahr
Schubertstraße 1MietshausBöhm Konrad neubarock1895
Schubertstraße 2MietshausGuinin Georg Neurenaissance1890
Schubertstraße 3MietshausBöhm Konrad neubarock1895
Schubertstraße 7MietshausPfann Paul, Blumentritt Günther neubarock1896
Schubertstraße 8Malerisches MietshausSpannagel Wilhelm deutsche Renaissance1894
Schubertstraße 10MietshausLenz Albert TheodorNeurenaissance1895

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