Münchner Straßenverzeichnis

   Isartorplatz          

  Isartor

Bildrechte: Unknown, München Isartor, als gemeinfrei gekennzeichnet, Details auf Wikimedia Commons

Das Isartor ist das östliche Stadttor der historischen Altstadt von München und beherbergt das Valentin-Karlstadt-Musäum.

Das Isartor (Tal 50) steht auf der Grenze zwischen Graggenauer Viertel und Angerviertel am östlichen Ende der Straße „Tal“, die Teil der Salzstraße und damit der Ost-West-Magistrale der historischen Altstadt ist. Damit trennt das Isartor die historische Altstadt von der Isarvorstadt und dem Lehel. Vor dem Isartor befindet sich der Isartorplatz, heute Teil des Altstadtringes.

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Straßenname Isartorplatz
Benennung 1791 Erstnennung
Plz 80331
Stadtbezirk 1. Altstadt-Lehel | Graggenau
RubrikBauwerke
Kategorie Tor  
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Lat/Lng 48.13481 - 11.58216   
1894 Rambaldi
304. Isarthorplatz. Breitet sich südöstlich von dem Isarthore aus und verbindet das Thal mit der Zweibrückenstraße. Das namengebende hübsche Thor am Ende des Thales, zwischen 1310 und 47 unter Kaiser Ludwig dem Bauer erbaut, hieß ursprünglich, vielleicht selbst schon seit 1324 »untere Thor«, seit 1374 auch ,,neues Thor«, erscheint im Jahre 1432 als ,,Isarthor«, später als »Thal-« oder »Zollthor,« ist in seinen Hauptmauern vollständig erhalten und läßt allein noch unter allen Münchener Thoren das alte »Barbakan-System« *) schwach erkennen, eine im Mittelalter allgemein übliche Befestigungsart, die aus dem Orient stammte und durch die Kreuzzüge in Deutschland und anderwärts bekannt wurde. Sämt- liche Thore der Stadt sind nach diesem System —- Hauptturm mit abgeschlossenem Vorhofe nach innen, und an den äußeren Ecken zwei flankierende Nebentürme von geringerer Höhe — erbaut (s. Angerthor, Neuhauser- und Sendlingerstraße). Im Auftrage König Ludwig I. ward das Isarthor nach einem Entwurfe von Gärtner’s 1833—-35 restauriert und dabei auf eine dem ursprünglichen altdeutschen Style fremde Weise modernisiert, indem es statt der Zinnen, wie sie stets die Vorhofmauer trug, eine Bekrönung in der Art der italienischen Burgen erhielt. Das schöne, von Neher und Kögel nach Eornelius Zeichnung oberhalb des Hauptportales ausgeführte Freskobild, den Einzug König und nachmals Kaiser Ludwigs des Bayern in München nach der Schlacht bei Mühldorf darstellend (s. Ampfing- und Mühl- dorfstraße), welches ein früheres Gemälde gleichen Gegenstandes aus der Hand Mielichs ersetzte (s. Hans Mielichstraße), ging durch Mauerfraß seinem völligen Untergange entgegen und wurde im Jahre 1881 sehr unglücklich restauriert. Die Wappenschilde oben sind jene der bayerischen Ritter, welche in der Schlacht bei Ampfing das Leben verloren. Ueber den Seitendurchfahrten befinden sich die Patrona Bavariä und der hl. Benno, Schutzpatron der Stadt. Neben dem Hauptausgaug die Standbilder des hl. Michael und hl. Georg, von Konr. Eberhard in Sandstein ausgeführt — Im Isarthorplatz sind in neuerer Zeit kleine Teile der ,,Frauen-«, »Herren-« und ,,Zwei- brückenstraße« aufgegangen, auch hieß er früher einfach ,,am Isarthor«.

k) Vergl. Otto Kleemann, die Befestigung Alt-Münchens, Jahrbuch der Münchener Geschichte, IV. Jahrgang S. 224.
1965 Baureferat
lsartorplatz: Nach dem lsartor , das unter Kaiser Ludwig dem Bayern anfangs des 14. Jhdts. als letztes Stadttor entstand. Es hieß ursprünglich „Unteres Thor", dann Neues Thor " und seit 1432 „lsarthor ", gelegentl. auch „Thalthor" oder „Zollthor ". Das 20 m breit e Freskogemälde entstand 1835 nach einer Zeichnung von Cornelius und stellt den Einzug Kaiser Ludwigs des Bayern nach der Schlacht bei Ampfing (1322) dar . Die Wappenschilder erinnern an bayer. Ritter, die in dieser Schlacht gefallen sind. *um 1791
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StraßeNameArchitektBaustilJahr
IsartorplatzFortunabrunnenKiller Karl 1907
IsartorplatzIsartorplatz
Isartorplatz 4MietshausHocheder Carl d. Ä.neubarock1896
Isartorplatz 5MietshausHocheder Carl d. Ä., Drollinger Eugen, Thiersch August deutsche Renaissance1896
TitelStraßeStandortKünstlerJahrBild
FortunabrunnenIsartorplatzKiller Karl 1907
Berliner PfützeIsartorplatzLitfaßsäule GrünanlagePieroth Kirsten2013

Straßen sind das Gedächtnis der Stadt



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