Münchner Straßenverzeichnis

   Hofgartenstraße          

  Hofgarten

Bildrechte: Maximilian Dörrbecker (Chumwa), München - Hofgarten (Luftbild)-2, CC BY-SA 2.5

Die Geschichte des Münchener Hofgartens der heutigen Stelle begann 1560 unter Herzog Albrecht von Bayern mit der Anlage eines neuen Renaissancegarten mit einem (nicht erhalten) Lusthaus nördlich einer älteren Anlage aus dem frühen 16. Jahrhundert.[1] 1613–1617 erweiterte Maximilian I., Kurfürst von Bayern die Anlage zu der heutigen Ausdehnung.

Haupteingang ist heute auf der Westseite das zur Theatinerkirche hin gerichtete Hofgartentor (1816), das erste Münchner Bauwerk Leo von Klenzes. An zwei Seiten wird der Hofgarten von Arkadengängen begrenzt; in den nördlichen, der 1780/1781 erbauten Churfürstlichen Galerie an der Galeriestraße, befindet sich das Deutsche Theatermuseum, in den westlichen erzählen Fresken von Peter von Cornelius Episoden aus der Geschichte des Hauses Wittelsbach. Im Nordwesten befindet sich ein im Rahmen eines neuen Wohnviertels 1822 (oder 1826) errichtetes Geschäftshaus („Bazargebäude“), das das vormalige Turnierhaus ersetzte. Nach Süden hin schließt den Hofgarten eine Fassade der Münchner Residenz ab, der Festsaalbau mit dem Neuen Herkulessaal. An der Ostseite des Hofgartens befindet sich die Bayerische Staatskanzlei, deren Zentralbau die erhaltene Kuppel des im Zweiten Weltkrieg zum größten Teil zerstörten Bayerischen Armeemuseums-Gebäudes ist. An dieser Stelle stand vor Errichtung des Armeemuseums im Jahr 1905 seit 1807 die Hofgartenkaserne; zuvor drei renaissancezeitliche Lusthäuser. Seit den 1920er Jahren befindet sich am östlichen Ende des Hofgartens das Münchener Kriegerdenkmal.

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Straßenname Hofgartenstraße
Benennung 1614 Erstnennung
Plz 80539
Stadtbezirk 1. Altstadt-Lehel | Graggenau
Kategorie Park  Garten  
Suchen Hofgarten
Lat/Lng 48.14137 - 11.58201   
Geo
OrtHofgarten
Nation
BundeslandBayern
RegierungsbezirkOberbayern
Geo48.14294 - 11.57999
EntfernungLuftlinie von München 1 km   
1894 Rambaldi
272. Hofgartenstraße. Zieht sich vom Hofgartenthor zwischen der Nordseite der Residenz und der Südseite des Hofgartens, gegen die Enden der Marstall- und Wurzerstraße. Von Kurfürft Max I. im Jahre 1614 angelegt, und bei der Befestigung der Stadt noch mit in die Wolle eingeschlossen, war der Hofgarten damals aber dem Publikum verschlossen und nur dem Kurfürsten und dessen Hofleuten zugänglich Von den ehemaligen Verzierungen ist nur noch das Rundgebäude auf dessen Kuppel eine Bavaria aus Erz *), das anmutigste und reizvollste unter den plastischen Werken Peter Candids, steht, übrig. Die übrigen im holländischen Geschmacke gehaltenen Laubengänge und Blumenbeete mit ihren Marmorbecken mußten 1776 der Bepflanzung mit Linden- und Kastanienbäumen weichen. Erst König Ludwig I. ließ wieder vier Bassins herstellen. Der auf Seite des Bazars befindliche Brunnen wurde für die Bewohner desselben errichtet, und mit einer von Schwanthaler modellierten Nymphe aus Bronze geziert. Der östlich unter der Esplanade gelegene Platz, in dessen Hintergrunde sich die seit dem Jahre 1893 aufgelassene Hofgarten- oder Leibregiments-Kaserne erhebt, war einst ein Weiher mit einem Inselchen und Gruppen von Bronzefiguren geschmückt. Den nordwestlich um den Hofgarten sich ziehenden Bogengang, die Arkaden genannt, auf der Seite des Bazars neu hergestellt (s. Himbselstraße) und mit demselben in Verbindung gebracht, schmücken von seinem Beginne am Ausgange der Residenz bis zum Bazar Fresken von Kaulbach, dann die unter P. von Cornelius Leitung von jüngeren Künstlern in den Jahren 1827-29 ausgeführten Bilder aus der Geschichte Bayerns. An sie reihen sich im Bazar Fresken von C. Rottmann. Den Schluß machen auf der Nordseite die Bilder aus dem griechischen Befreiungskriege nach P. von Heß, von Nilson ausgeführt. Die ehedem an der Westseite verteilt gewesenen Thaten des Herkules, kolossale Gruppen nach Candids Zeichnungen von Roman Boos um 1770 aus Holz gearbeitet, sind nun am Schlusse dieser Arkaden in 7 Nischen aufgestellt. Daselbst befindet sieh das Lokal des Kunstvereins. Den Nordflügel der Arkaden ließ Karl Theodor im Jahre 1779 um einen Stock erhöhen, und die Bildergalerie darin unterbringen, welche 1783 eröffnet wurde (s. Galleriestraße). In dieser Straße befinden sich ferner: Das Haus Nr. 1 dem Militär-Aerar gehörig und unter dem Namen »Seidenhauskaserne« bekannt. Dieser Platz, wo ehemals die kurfürstliche Feigenbaumzucht gewesen, wovon jede Feige auf einen Dukaten zu stehen gekommen sein soll, wurde im Frühjahre 1795 von Sr. kurfürstlichen Durchlaucht dem Seidenfabrikanten Altmutter ein- geräumt, welcher seine Fabrik auf Bearbeitung im Inlande gezogener Seide einrichtete **). Später bis zum Jahre 1866 war hier ein Teil des 1. Feld-Artillerie-Regimentes untergebracht. Das Haus Nr. 2, d. i. die bereits oben erwähnte in den Jahren 1801 bis 1803 erbaute Hofgartenkaseren. Das Haus Nr. 3, die Kögelmühle, eine der beiden Schelmühlen (oder Schefmühlen), welche Kaiser Ludwig zu seiner ersten, im Jahre 1331 gestifteten Messe widmete ***).

*) Bayerische Bibliothek V., 53. Oberbayer. Archiv XIV., 197. **)Jos. Burghozer, S. 139. ***) Wolf, Chronik I, 541.
1965 Baureferat
Hofgartenstraße: Hofgarten, Gartenanlage be i der Residenz, unt er Kurfürst Maximilian I. 1614 an gelegt und ursprünglich nur für Angehörige des Hofs zugänglich. *1614
Wikipedia Google Maps
StraßeNameArchitektBaustilJahr
Hofgartenstraße 1Staatliches Museum Ägyptischer Kunst
Hofgartenstraße 2Festsaalbau der ResidenzSchwanthaler Ludwig, Klenze Leo von Neurenaissance1832
Hofgartenstraße 8Max-Plank-Haus
StraßeNameArtJahrBild
HofgartenstraßeWittelsbacher-Zyklus - Bild 1Fresko
HofgartenstraßeWittelsbacher-Zyklus - Bild 2Fresko
HofgartenstraßeWittelsbacher-Zyklus - Bild 3Fresko
HofgartenstraßeWittelsbacher-Zyklus - Bild 4Fresko
HofgartenstraßeWittelsbacher-Zyklus - Bild 5Fresko
HofgartenstraßeWittelsbacher-Zyklus - Bild 6Fresko
HofgartenstraßeWittelsbacher-Zyklus - Bild 7Fresko
HofgartenstraßeWittelsbacher-Zyklus - Bild 8Fresko
HofgartenstraßeWittelsbacher-Zyklus - Bild 9Fresko
HofgartenstraßeWittelsbacher-Zyklus - Bild 10Fresko
HofgartenstraßeWittelsbacher-Zyklus - Bild 11Fresko
HofgartenstraßeWittelsbacher-Zyklus - Bild 12Fresko
HofgartenstraßeWittelsbacher-Zyklus - Bild 13Fresko
HofgartenstraßeWittelsbacher-Zyklus - Bild 14Fresko
HofgartenstraßeWittelsbacher-Zyklus - Bild 15Fresko
HofgartenstraßeWittelsbacher-Zyklus - Bild 16Fresko
TitelStraßeStandortKünstlerJahrBild
Wunsch und GedächtnisHofgartenstraße 8vor der Max-Plank-GesellschaftJara Fernando de la1999
MinervaHofgartenstraße 8Eingang Max-Plank-GesellschaftJara Fernando de la1999

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