1894 Rambaldi
257. Herzog Rudolfstraße.Bildet, die Galleriestraße kreuzend
die nordliche Fortsetzung der Kanalstraße von der Sigmund- zur Prinzregentenstraße. Zu Ehren des Herzog Rudolf I., des Stammlers
Bruders des Herzog Ludwig des Bayern, Begründers der Rudolfinischen
Linie, geboren in Basel am 4. Oktober 1274, gestorben wahrscheinlich
in England den 12. August 1319 *). Herzog Rudolf verlieh München
eine große Anzahl von Privilegien, darunter das vom 12. Juni 1294
datierte Rudolfinum, d. h. das Recht eigene Richter zu setzen, welches
als die Grundlage der ältesten städtischen Verfassung Münchens zu
erachten ist. Derselbe war der erste der Wittelsbachers Fürsten der
seine Residenz dauernd in München hatte.
*) Häutle, Genaologie S. 9.
Die Straße führt den Namen seit 20· November 1881.
1943 Adressbuch
Herzog Rudolf I., der Stammler, älterer Bruder Kaiser Ludwigs der Bayer, * 4.10.1374, † 12.8.1319, Stammvater der vormals regierenden Linie des Hauses Wittelsbach.
Beginnt an der maximiliansstraße, kreuzt die Christoph- und Galeriestraße, zieht an der Bürklein- und Sigmundstraße vorbei und mündet in die Prinzregentenstraße (Lehel).
1965 Baureferat
Herzog-Rudolf-Straße: Herzog Rudolf I. von Bayern „der Stammler" (1274-1319), Begründer der Rudolfinisch-pfälzischen Linie, Bruder des Herzogs und späteren Kaisers Ludwig d. Bayern. Rudolf I. war der erste Fürst, der dauernd in München residierte. Er verlieh der Stadt mehrere Privilegien, u. a. das Recht, eigene Richter zu ernennen. *1903