Münchner Straßenverzeichnis

   Alfons-Goppel-Straße          

Goppel Alfons
Alfons Goppel
Bildrechte: Bundesarchiv, B 145 Bild-F014898-0001 / Patzek, Renate / CC-BY-SA 3.0, Bundesarchiv B 145 Bild-F014898-0001, Alfons Goppel, CC BY-SA 3.0 DE

Alfons Goppel (* 1. Oktober 1905 in Reinhausen, Bezirksamt Stadtamhof (heute Regensburg), Bayern; † 24. Dezember 1991 in Johannesberg, Landkreis Aschaffenburg) war ein deutscher Politiker (CSU). Von 1962 bis 1978 war er Ministerpräsident von Bayern.

Goppel war 16 Jahre Ministerpräsident in Bayern, bis er am 7. November 1978 von Franz Josef Strauß abgelöst wurde. Damit ist Goppel der bislang am längsten amtierende bayerische Ministerpräsident. Die unter seiner Spitzenkandidatur erreichten 62,1 % der Wählerstimmen bei der Landtagswahl 1974 sind bis heute das beste Ergebnis für die CSU und das zweitbeste Ergebnis, das eine Partei bei Landtagswahlen in Deutschland erzielte. Übertroffen wurde das Ergebnis lediglich 1948, als die Berliner SPD unter Ernst Reuter 64,5 % der Stimmen erzielte. Am Ende seiner Amtszeit als Ministerpräsident begnadigte Goppel den ehemaligen SS-Unterscharführer Alois Dörr, der als Kommandant des KZ-Außenlagers Helmbrechts 1969 zu einer lebenslangen Zuchthausstrafe verurteilt wurde. Goppels größtes Verdienst während seiner 16-jährigen Amtszeit ist ein tiefgreifender Strukturwandel Bayerns, der in den 1960- und 1970er-Jahren Bildung, Infrastruktur und Industrie modernisierte. So wurden neue Gymnasien und Universitäten eingerichtet, auf dem Land viele Straßen asphaltiert, zukunftsträchtige Entwicklungen wie Fahrzeug- und Maschinenbau, Luft- und Raumfahrtindustrie und Atomkraftwerke gefördert. Damit wurde das von der Agrarwirtschaft geprägte Bayern zu einem führenden Industriestandort innerhalb der Bundesrepublik Deutschland, wodurch es sich im Rahmen des Länderfinanzausgleichs vom Empfänger- zum Geberland entwickelte.

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Straßenname Alfons-Goppel-Straße
Benennung 7.9.2005 Erstnennung
Plz 81829
Stadtbezirk 1. Altstadt-Lehel | Graggenau
Kategorie Personen Politiker  Ministerpräsident  CSU  
Lat/Lng 48.1408487 - 11.5805218   
Person Goppel Alfons (1.10.1905 [Rheinhausen bei Regensburg] - 24.12.1991 [Johannesberg])
Grabstätte Waldfriedhof - Alter Teil - Sektion: 038 - Reihe: W - Nummer: 46a/b
GND 118540777
Nation Deutschland
Konfession katholisch
Straßenschlüssel 06496
Offiziell Alfons Goppel wurde am 1.10.1905 in Rheinhausen bei Regensburg geboren. Er war Mitbegründer der CSU und wurde 1954 in den bayrischen Landtag gewählt. 1957 war er Staatssekretär im Justizministerium und 1958 Innenminister. Von 1962 bis 1978 war er bayrischer Ministerpräsident. Von 1979 bis 1984 war Alfons Goppel Abgeordneter im Europa-Parlament, wo er Obmann der deutschen Christdemokraten war. Er war außerdem in zahlreichen Organisationen tätig, so als Präsident des bayrischen Roten Kreuzes. 1965 wurde er Ehrenbürger der Landeshauptstadt München. Alfons Goppel starb am 24.12.1991 in Johannisberg bei Aschaffenburg.
Straßenverlauf Von der Maximilianstraße zur Hofgartenstraße
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Literatur

Goppel Alfons, Alfons Goppel   
StraßeNameArtJahrBild
Alfons-Goppel-StraßeKronprinz-Rupprecht-BrunnenBrunnen1961
TitelStraßeStandortKünstlerJahrBild
Wasserbecken KabinettsgartenAlfons-Goppel-StraßeKabinettsgartenKluska Peter2003

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