Thalkirchner Straße

Thalkirchner Straße *1911: — Thalkirchner Platz.

Baureferat 1965

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Straßenname Thalkirchner Straße
Benennung 1911 Erstnennung
Plz 80337/81371
Stadtbezirk 6. Sendling | Sendlinger Feld
RubrikGeografie
Kategorie Ortschaft  
Lat/Lng 48.10855 11.54605   
Straßenlänge 5513 m
Geo
Ort Thalkirchen
Nation
BundeslandBayern
RegierungsbezirkOberbayern
KategorieOrtschaft  
Geo 48.10030 11.54550
Entfernung Luftlinie von München 5 km   
1879 Fernberg

Thalkirchnerstraße. Diese Straße führt vom Sendlingerthorplatze an der Westseite des südlichen Friedhofes vorbei nach dem Dörfchen Thalkirchen, einem beliebten Ausflugsorte der Münchner.

 

1880 Adressbuch

Führt am südlichen (älteren) Gottesacker vorrüber nach dem eine Stunde entfernten, schon gegen Ende des 15. Jahrhundert bedeutenden Wallfahrtsorte Thalkirchen, der an einer Stelle des hier besonders hübschen und weiteren Isarthales liegt. Eine Überlieferung erzählt, 1372 seien die Brüder Christian und Wilhelm v. Fraunberg bei einer Fehde nit den Augsburgern von diesen verfolgt und bei Thalkirchen in die Isar gedrängt worden; in dieser Gefahr hätten die Brüder gelobt, für den Fall ihrer Rettung zu Thalkirchen ein Gotteshaus mit Kloster zu Ehren der seligsten Jungfrau erbauen zu wollen; den Bau der Kirche brachten sie zur Ausführung, der eines Klosters unterblieb. Nur ein Eremit wohnte später in einem Anbaue des Gotteshauses. – Obwohl nun das ältere GotteshausThalkirchens nach einer Matrikel von 1315 die Pfarrkirche für Ritter- und Untersendling, Neuhausen, Pullach, Schwabing, Soln und Kemnatten (Nymphenburg) war- auch München gehörte in seiner ersten Zeit demselben Pfarrsprengel an – erscheint es doch urkundlich viel später als die meisten seiner Filialen; man findet es erst 1268. Der Pfarrsitz von Thalkirchen war von jeher in Mittersendling (s. Plinganserstraße), daher die Pfarrei selbst oft Sendling genannt wird. Die Pfarrei Thalkirchen-Sendling ward am 13. Sept. 1329 der Collegatskirche zum hl. Johannes dem Täufer auf dem Domberge zu Freising einverleibt. Da die alte Pfarrkirche später nicht mehr erwähnt wird, scheint sie als baufällig abgebrochen worden zu sein. Heute ist Thalkirchen die Filiale von Sendling. – Die Straße hieß früher theilweise „Kirchhofstraße“.

1894 Rambaldi

650. Thalkirchnerstraße. Beginnt an der Müllerstraße nächst dem Sendlingerthorplatze und zieht sich zwischen den südlichen Friedhöfen und der Gasfabrik, dem Schlacht- und dem Viehhof entlang nach dem eine Stunde entfernten Thalkirchen, welches schon gegen Ende des 15. Jhdts. ein bedeutender Wallfahrtsort war, der an einer Stelle des hier besonders hübschen und weiten Isarthales liegt. Eine Überlieferung erzählt, 1372 seien die Brüder Christian und Wilhelm von Frauenberg bei einer Fehde mit den Augsburgern von diesen verfolgt und bei Thalkirchen in die Isar gedrängt worden; in dieser Gefahr hätten die Brüder gelobt, für den Fall ihrer Rettung zu Thalkirchen ein Gotteshaus mit Kloster zu Ehren der seligsten Jungfrau erbauen zu wollen; den Bau der Kirche brachten sie zur Ausführung, der eines Klosters unterblieb, da sie nebst anderen bayerischen Rittern mit Pfalzgraf Ruprecht und König Sigmund wider die Türken zogen, aber in der unglücklichen Schlacht bei Nicopolis (s. Schiltbergerstraße) (26. Sept. 1396) geblieben sind. Auf Grund der Ergebnisse der neueren Forschungen erhält jedoch die Gründung der Kirche eine andere Erklärung. Reichsarchivrat Dr. Häutle fand bei seinen Forschungen eine Urkunde mit dem Datum 22. Juni 1487, aus der hervorgeht, daß Graf Christian voll Frauenberg allerdings als Erbauer der Kirche zu betrachten sei, jedoch nicht infolge der Flucht, die schon damals nach Aussage vernommener älterer Männer in das Bereich der Sage gehörte.*) Später wohnte ein Eremit in einem Anbau des Gotteshauses —- Obwohl nun das ältere Gotteshaus Thalkirchens nach einer Matrikel von 1315 die Pfarrkirche für Mitter- und Untersendling, Neuhausen, Pullach, Schwabing, Soln, Kemnatten (Nymphenburg) war —- auch München gehörte in seiner ersten Zeit demselben Pfarrsprengel an —- erscheint es doch urkundlich viel später als die meisten seiner Filialen; man findet es erst 1268. Der Pfarrsitz von Thalkirchen war von jeher in Mittersendling (s. Plinganserstraße), daher die Pfarrei selbst oft Sendling genannt wird. Die Pfarrei Thalkirchen-Sendling ward am 13. September 1329 der Kollegiatkirche zum hl. Johannes dem Täufer auf dem Domberge zu Freising einverleibt. Da die alte Pfarrkirche später nicht mehr erwähnt wird, scheint sie als baufällig abgebrochen worden zu sein. Heute ist Thalkirchen die Filiale von Sendling. —- Die Straße hieß früher teilweise »Kirchhofstraße.«

*) cfr. Rambaldi, Wanderungen im Gebiete des Isarthalbahn S. 4.

1965 Baureferat
Thalkirchner Straße *1911: — Thalkirchner Platz.

Straßenbenennungen

Straße Von Grund Bis Grund
Kirchhofstraße Erstnennung Kein Grund angegeben
Thalkirchner Straße 1911 Erstnennung
Straße Name Architekt Baustil Jahr
Thalkirchner Straße Gasbeleuchtungsanstalt 0
Thalkirchner Straße 5 Mietshaus spätklassizistisch 1851
Thalkirchner Straße 7 Mietshaus Könyves Emerich 1897
Thalkirchner Straße 11 Mietshaus Ostenrieder Max deutsche Renaissance 1899
Thalkirchner Straße 14 Mietshaus Barbist Rosa neubarock 1899
Thalkirchner Straße 17 Südlicher Friedhof 0
Thalkirchner Straße 21 Mietshaus Meyer Friedrich Neurenaissance 1874
Thalkirchner Straße 36 Pathologisches Institut Kollmann Theodor neuklassizistisch 1929
Thalkirchner Straße 48 Dermatologische Klinik Schachner Richard, Grässel Hans 1928
Thalkirchner Straße 54 Arbeitsamt Grässel Hans neubarock 1913
Thalkirchner Straße 61 Mietshaus Neurenaissance 1874
Thalkirchner Straße 80 Mietshaus Griner Kaspar Neurenaissance 1879
Thalkirchner Straße 81 Großmarkthalle Schachner Richard, Zametzer Philipp, Heichlinger Albert 1911
Thalkirchner Straße 82 Mietshaus Griner Kaspar Neurenaissance 1879
Thalkirchner Straße 104 Schweineschlachthalle Schwiening Adolf, Schachner Richard neuklassizistisch 1912
Thalkirchner Straße 105 Mietshaus Thaler Hans historisierend 1913
Thalkirchner Straße 107 Mietshaus Thaler Hans historisierend 1913
Thalkirchner Straße 112 Mietshaus Neurenaissance 1904
Thalkirchner Straße 117 Wohnanlage Rehlen Robert historisierend 1910
Thalkirchner Straße 130 Wohnhausgruppe Steiner Hans barockisierend 1924
Thalkirchner Straße 137 Mietshaus Deininger Franz historisierend 1912
Thalkirchner Straße 139 Mietshaus Deininger Franz historisierend 1912
Thalkirchner Straße 141 Mietshaus Deschl Max historisierend 1912
Thalkirchner Straße 143 Mietshaus historisierend 1913
Thalkirchner Straße 143 Mietshaus historisierend 1912
Thalkirchner Straße 145 Mietshaus Barbist Rosa Neurenaissance 1903
Thalkirchner Straße 186 Mietshaus Popp Franz historisierend 1912
Thalkirchner Straße 188 Mietshaus Popp Franz historisierend 1912
Thalkirchner Straße 240 Alter Israelitischer Friedhof - Trauerhalle 1882
Thalkirchner Straße 240 Alter Israelitischer Friedhof - 1816 1816
Thalkirchner Straße 240 Alter Israelitischer Friedhof - 1871 1871
Thalkirchner Straße 240 Alter Israelitischer Friedhof - 1881 1881
Thalkirchner Straße 272 Langgestreckte Mietshausgruppe Heilmann und Littmann neuklassizistisch 1924
Straße Name Art Jahr Bild
Thalkirchner Straße Denkmal für die Oberländer Bauern 1831 Denkmal für die Oberländer Bauern
Thalkirchner Straße Gedenktafel - Hans Grässel Gedenktafel 1913 Gedenktafel - Hans Grässel
Thalkirchner Straße 7 Polnische Freiheitskämpfer 0 Polnische Freiheitskämpfer
Thalkirchner Straße 240 Alter Israelischer Friedhof 0 Alter Israelischer Friedhof
Titel Straße Standort Künstler Jahr Bild
Denkmal für die Oberländer Bauern Thalkirchner Straße Gräberfeld 6 Schwanthaler Franz Xaver 1831 Schwanthaler Franz Xaver – Denkmal für die Oberländer Bauern
Relief Bananenpflückerinnen Thalkirchner Straße Großmarkthalle Neubauer-Woerner Marlene 1952 Neubauer-Woerner Marlene – Relief Bananenpflückerinnen
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