Münchner Straßenverzeichnis

   Lauthstraße          

1842-45 studierte L. in München Klassische Philologie und war seit 1844 Hauslehrer in der Familie des bekannten Augenarztes Schlagintweit. Anschließend war er Lehrer an der Lateinschule zu Kusel (Rheinpfalz). 1849 wurde er Studienlehrer am Wilhelms-Gymnasium in München. Daneben war er 1853-56 Repetitor der lat. Sprache beim Kadettenkorps. 1865 wurde er zum Professor am Maximilians-Gymnasium ernannt. Seine weitgespannten Interessen führten zu mehreren Schriften über fremde Sprachen; für eine Arbeit über das german. Runenfuthark erhielt er von Hzg. Maximilian in Bayern die „Goldene Medaille“ (1857). Dadurch gewann er Zugang zu Hofe und die Gelegenheit, die Bibliothek Ludwigs I. und die kgl. Sammlungen ägyptischer Objekte zu studieren. Fasziniert von der aufblühenden Ägyptologie, kam L. in Kontakt mit den damals bekannten Ägyptologen. 1863-65 wurde er beurlaubt und erhielt ein Reisestipendium Er studierte die Sammlungen in Wien, Triest, Rom, Florenz, Paris, London und Leiden (dort insbesondere die Papyri). An der neugegründeten „Zeitschrift für Ägypt. Sprache und Alterthumskunde“ beteiligte er sich mit zahlreichen Artikeln. Für seine chronologischen Studien über den Zodiakkreis von Dendera und Manetho wurde er 1865 mit der Großen Goldenen Medaille ausgezeichnet. 1869 wurde er ganz von seiner Lehrtätigkeit entbunden und Konservator der ägypt. Sammlung in München, zu der er 1870 zusammen mit W. v. Christ einen Katalog herausgab. Zugleich wurde er zum Honorarprofessor für Ägyptologie ernannt.

Quelle: Kessler, Dieter, "Lauth, Franz Joseph" in: Neue Deutsche Biographie 13 (1982), S. 741 f. 

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Straßenname Lauthstraße
Benennung 1947 Umbenennung
Plz 80999
Stadtbezirk 23. Allach-Untermenzing | Allach-Untermenzing
RubrikPersonen
Kategorie Ägyptologe  
Gruppe Bayerische Akademie der Wissenschaften  
Lat/Lng 48.19459 - 11.45063   
Straßenlänge 0.538 km
Person Lauth Franz Josef
geboren 18.2.1822 [Landau, Pfalz]
gestorben 11.2.1895 [München]
Kategorie Ägyptologe  
Gruppe Bayerische Akademie der Wissenschaften  
Nation Deutschland
Konfession katholisch
GND 116771127
Leben

1842-45 studierte L. in München Klassische Philologie und war seit 1844 Hauslehrer in der Familie des bekannten Augenarztes Schlagintweit. Anschließend war er Lehrer an der Lateinschule zu Kusel (Rheinpfalz). 1849 wurde er Studienlehrer am Wilhelms-Gymnasium in München. Daneben war er 1853-56 Repetitor der lat. Sprache beim Kadettenkorps. 1865 wurde er zum Professor am Maximilians-Gymnasium ernannt. Seine weitgespannten Interessen führten zu mehreren Schriften über fremde Sprachen; für eine Arbeit über das german. Runenfuthark erhielt er von Hzg. Maximilian in Bayern die „Goldene Medaille“ (1857). Dadurch gewann er Zugang zu Hofe und die Gelegenheit, die Bibliothek Ludwigs I. und die kgl. Sammlungen ägyptischer Objekte zu studieren. Fasziniert von der aufblühenden Ägyptologie, kam L. in Kontakt mit den damals bekannten Ägyptologen. 1863-65 wurde er beurlaubt und erhielt ein Reisestipendium Er studierte die Sammlungen in Wien, Triest, Rom, Florenz, Paris, London und Leiden (dort insbesondere die Papyri). An der neugegründeten „Zeitschrift für Ägypt. Sprache und Alterthumskunde“ beteiligte er sich mit zahlreichen Artikeln. Für seine chronologischen Studien über den Zodiakkreis von Dendera und Manetho wurde er 1865 mit der Großen Goldenen Medaille ausgezeichnet. 1869 wurde er ganz von seiner Lehrtätigkeit entbunden und Konservator der ägypt. Sammlung in München, zu der er 1870 zusammen mit W. v. Christ einen Katalog herausgab. Zugleich wurde er zum Honorarprofessor für Ägyptologie ernannt.

Quelle: Kessler, Dieter, "Lauth, Franz Joseph" in: Neue Deutsche Biographie 13 (1982), S. 741 f. 

Grabstätte
Grabstätte
Alter Südlicher Friedhof

Sektion: 10 - Reihe: 02 - Nummer: 3
Bavarikon Deutsche Biografie Deutsche National Bibliothek
1965 Baureferat
Lauthstraße: Dr. Franz Josef Lauth (1822-1895), Gymnasialprofessar, Konservator der ägyptischen Sammlungen, Mitglied der Bayer. Akademie der Wissenschaften. *1947
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