Stadtportal zur Münchner Stadtgeschichte
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| Straßenname | Jägerwirtstraße |
|---|---|
| Zusatztafel |
Johann Jäger ("Jägerwirt") |
| Benennung | 28.9.1877 Erstnennung |
| Plz | 81373 |
| Stadtbezirk | 6. Sendling | Untersendling |
| Rubrik | Personen |
| Kategorie | Weinwirt Bauernaufstand 1705/06 |
| Gruppe | Sendlinger Mordweihnacht |
| Lat/Lng | 48.12154 - 11.53995 |
| Person | Jäger Johann |
|---|---|
| geboren | 23.4.1667 [Bad Tölz] |
| gestorben | 17.3.1706 [München][Hingerichtet] |
| Kategorie | Weinwirt Bauernaufstand 1705/06 |
| Gruppe | Sendlinger Mordweihnacht |
| Nation | Deutschland |
| GND | 134173449 |
| Leben |
Johann Jäger (* 1667 in Bad Tölz; † 17. März 1706 in München) war ein Anführer des bayerischen Volksaufstandes 1705. Johann Jäger wurde etwa 1667 in Bad Tölz als Sohn eines Wirtes und Bürgermeisters geboren. Sein Geburtshaus ist das heute noch bestehende Weinhaus Höckh. Er ging als Kellner nach München, wo er 1691 das Bürgerrecht und eine Weinwirtschaft erwarb. Er war verheiratet und hatte sechs Kinder. 1700 beantragte er die Aufnahme in den Äußeren Rat der Stadt, was vom Magistrat zunächst abgelehnt wurde. Der Jägerwirt scheint gute Beziehungen zum Hof gehabt zu haben, denn drei Monate danach befahl Kurfürst Maximilian II. Emanuel dem Rat die Aufnahme Jägers. Als Mitglied des Äußeren Rates wurden Jäger bald verschiedene Aufgaben, Referate und Geschäfte übertragen. Er war ein ehrgeiziger Mann und neigte laut Beschreibung von Christian Probst etwas zur Großsprecherei. Er scheint auch nicht gut gewirtschaftet zu haben, denn er hinterließ nach seiner Hinrichtung am 17. März 1706 hohe Schulden. |
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Jägerwirthsstraße. Johann Jäger, Weinwirth im Thal, aus Tölz gebürtig, war einer der wackeren Patrioten, denen die grausame Unterjochung Bayerns durch die Oesterreicher im spanischen Erbfolgekrieg ( s. Plinganserstraße) zu Herzen ging. Er betheiligte sich deshalb mit gleichgesinnten Bürgen der Stadt an dem Plane der Oberländer Bauern, die bayerische Hauptstadt sowie das übrige Land von den Feinden zu befreien. Er setzte es durch, daß die Vereinigung mit den niederbayerischen Landesvertheidigern nicht abgewartet, sondern die Christnacht 1705 anstatt des zweiten Weihnachtsfeiertages zur Ueberrumpelung der Stadt ausersehen wurde. Leider mißglückte die Sache wegen Verraths und Uebermacht der Oesterreicher. Er selbst fiel in die Hände der Sieger und mußte für seine Vaterlandsliebe den Märtyrertod erleiden. Erst 38 Jahre alt wurde er zu München 1706 den 17. März auf dem Marienplatze enthauptet, darnach sein Leib geviertheilt und die Theile an den Stadtthoren aufgesteckt. Sein Vemögen zogen die Oesterreicher ein. ( S. Senserstraße. )
Zweigt bei der alten Sendlinger Kirche von der Plinganserstraße ab und endet am Eisenbahndamm der Tölzer Linie.
| Straße | von | Grund | bis | Grund |
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| Jägerwirtstraße | 28.9.1877 | Erstnennung |
Straßen sind das Gedächtnis der Stadt