Frundsbergstraße in München Neuhausen-Nymphenburg
 

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   Frundsbergstraße          

Frundsberg Georg von
Georg von Frundsberg
Bildrechte: Christoph Amberger, WP Georg von Frundsberg, als gemeinfrei gekennzeichnet, Details auf Wikimedia Commons

Georg von Frundsberg, auch George und Jörg bzw. von Fronsberg und Freundsberg, (* 24. September 1473 in Mindelheim; † 20. August 1528 ebenda), war ein süddeutscher Soldat und Landsknechts­führer in kaiserlich-habsburgischen Diensten. Er gilt als einer der wichtigsten deutschen Infanterietaktiker und Kriegsunternehmer der Frühen Neuzeit. Sein Name ist eng mit den langwierigen Kämpfen der Habsburger, insbesondere Kaiser Karls V., um die Vorherrschaft in Oberitalien verbunden. Frundsberg ist unter anderem bekannt für seinen zum geflügelten Wort gewordenen Wahlspruch „Viel Feind’, viel Ehr’!“.

Während der Italienkriege im April 1522 stand Frundsberg mit seinen Landsknechten als Teil des kaiserlichen Heeres unter Prospero Colonna bei La Bicocca nordwestlich von Mailand ein französisches Heer mit einem großen Kontingent schweizerischer Reisläufer gegenüber. Der Angriff der Schweizer wurde unter so schweren Verlusten für die Schweizer zurückgeschlagen, dass diese nach der Schlacht das französische Heer verließen.

Seinen spektakulärsten Erfolg feierte Frundsberg in der Schlacht bei Pavia 1525 am 24. Februar 1525, wo sich 25.000 Mann, darunter viele Schweizer und Landsknechte, unter König Franz I. als Belagerungsstreitmacht verschanzt hatten und die schwache Besatzung der Stadt bedrängten. Spanier und Deutsche fügten dem Gegner eine vernichtende Niederlage zu, wobei Frundsbergs 6.000 Veteranen aus Schwaben und Tirol einen entscheidenden Anteil hatten.

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Straßenname Frundsbergstraße
Benennung 12.11.1892 Erstnennung
Plz 80634/80637
Stadtbezirk 9. Neuhausen-Nymphenburg | Neuhausen
RubrikPersonen
Kategorie Militär  Feldhauptmann  Landsknechtführer  
Gruppe Ruhmeshalle  Walhalla  
Lat/Lng 48.1567565 - 11.5346231   
Person Frundsberg Georg von
geboren 24.9.1473 [Mindelheim]
gestorben 20.8.1558 [Mindelheim]
Kategorie Militär  Feldhauptmann  Landsknechtführer  
Gruppe Ruhmeshalle  Walhalla  
Nation Deutschland
GND 118536524
Leben

Georg von Frundsberg, auch George und Jörg bzw. von Fronsberg und Freundsberg, (* 24. September 1473 in Mindelheim; † 20. August 1528 ebenda), war ein süddeutscher Soldat und Landsknechts­führer in kaiserlich-habsburgischen Diensten. Er gilt als einer der wichtigsten deutschen Infanterietaktiker und Kriegsunternehmer der Frühen Neuzeit. Sein Name ist eng mit den langwierigen Kämpfen der Habsburger, insbesondere Kaiser Karls V., um die Vorherrschaft in Oberitalien verbunden. Frundsberg ist unter anderem bekannt für seinen zum geflügelten Wort gewordenen Wahlspruch „Viel Feind’, viel Ehr’!“.

Während der Italienkriege im April 1522 stand Frundsberg mit seinen Landsknechten als Teil des kaiserlichen Heeres unter Prospero Colonna bei La Bicocca nordwestlich von Mailand ein französisches Heer mit einem großen Kontingent schweizerischer Reisläufer gegenüber. Der Angriff der Schweizer wurde unter so schweren Verlusten für die Schweizer zurückgeschlagen, dass diese nach der Schlacht das französische Heer verließen.

Seinen spektakulärsten Erfolg feierte Frundsberg in der Schlacht bei Pavia 1525 am 24. Februar 1525, wo sich 25.000 Mann, darunter viele Schweizer und Landsknechte, unter König Franz I. als Belagerungsstreitmacht verschanzt hatten und die schwache Besatzung der Stadt bedrängten. Spanier und Deutsche fügten dem Gegner eine vernichtende Niederlage zu, wobei Frundsbergs 6.000 Veteranen aus Schwaben und Tirol einen entscheidenden Anteil hatten.

Bavarikon Wikipedia Deutsche Biografie Deutsche National Bibliothek
1894 Rambaldi  
192. Frundsbergstraße. Zieht südlich und parallel der Albrechtstraße von der Kasernstraße zur Volkartstraße in Neuhausen. Zu Ehren des Georg von Frundsberg oder Freundsberg *) kaiserl. Feldhauptmannes, Vaters der Landsknechte, geb. am 24. Sept. 1473 auf dein Stammschlosse Mindelheim, that seine ersten Kriegsdienste 1492 in dem Kriege des schwäbischen Bundes gegen Herzog Albrecht von Bayern und wurde wegen seiner Tapferkeit nach der Schlacht bei Regensburg im landshutlichen Erbfolgekriege am 12. September 1504 vom Kaiser Maximilian I. zum Ritter geschlagen. Im Kriege gegen Herzog Ulrich von -Württemberg, sowie später in Italien in der Schlacht von Pavia 1525 befehligte Frundsberg das gesamte deutsche Fußvolk. Nach Beendigung des Bauernkrieges führte Frundsberg unter Verpfändung seiner Güter nochmals 12000 Landsknechte nach Italien, aber Uneinigkeit und Geldmangel hemmen die Unternehmungen, ein Schlaganfall traf Frundsberg inmitten seiner meuternden Truppen, welche nun mit dem Konnutable von Bourbon gegen Rom zogen, und nötigte ihn zur Rückkehr nach Deutschland, wo er, gebrochenen Herzens und tief verschuldet, am 28. August 1558 zu Mindelheim starb. Frundsberg war ein geborener Kriegsmann von riesiger Gestalt und Körperkraft, umsichtig und tapfer, der ,,frommen Landsknecht lieber Vater«, dabei ein edles, dichterisches Gemüt. Seine im Jahre 1840 von Prof. Max von Widnmann gefertigte Büste ist in der Ruhmeshalle in München aufgestellt. Die Straße trägt seinen Namen seit 12. November 1892, resp. 17. April 1893.

*) Ausführlichers jierüber "Denkwürdiges Bayern" von Pleikhard Stumpf S. 67.
1943 Adressbuch  
Georg von Frundsberg, tapferer Landsknechtführer, * 1473, † 1558 Mindelheim.

Zieht in Neuhausen von der Leonrodstraße zum Dom-Petro-Platz und kreuzt die Volkart- und Ruffinistraße.

1965 Baureferat  
Frundsbergstraße: Georg von Frundsberg (Freundsberg) (1473-1558), kaiserlicher Feldhauptmann, Landsknechtführer. *1893
StraßeNameArchitektBaustilJahr
Frundsbergstraße 5MietshausJugendstil1900
Frundsbergstraße 8MietshausJugendstil
Frundsbergstraße 9MietshausJugendstil1900
Frundsbergstraße 10Mietshausbarockisierend1900
Frundsbergstraße 18Mietshaus in Ecklage1900
Frundsbergstraße 20MietshausNeurenaissance1900
Frundsbergstraße 21Mietshausdeutsche Renaissance1898
Frundsbergstraße 34Zweigeschossige Wohnhausgruppedeutsche Renaissance1896
StraßeNamevonbis
Frundsbergstraße 8Judenhaus
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