1894 Rambaldi
192. Frundsbergstraße. Zieht südlich und parallel der Albrechtstraße von der Kasernstraße zur Volkartstraße in Neuhausen. Zu Ehren des Georg von Frundsberg oder Freundsberg *) kaiserl. Feldhauptmannes, Vaters der Landsknechte, geb. am 24. Sept. 1473 auf dein Stammschlosse Mindelheim, that seine ersten Kriegsdienste 1492 in dem Kriege des schwäbischen Bundes gegen Herzog Albrecht von Bayern und wurde wegen seiner Tapferkeit nach der Schlacht bei Regensburg im landshutlichen Erbfolgekriege am 12. September 1504 vom Kaiser Maximilian I. zum Ritter geschlagen. Im Kriege gegen Herzog Ulrich von -Württemberg, sowie später in Italien in der Schlacht von Pavia 1525 befehligte Frundsberg das gesamte deutsche Fußvolk. Nach Beendigung des Bauernkrieges führte Frundsberg unter Verpfändung seiner Güter nochmals 12000 Landsknechte nach Italien, aber Uneinigkeit und Geldmangel hemmen die Unternehmungen, ein Schlaganfall traf Frundsberg inmitten seiner meuternden Truppen, welche nun mit dem Konnutable von Bourbon gegen Rom zogen, und nötigte ihn zur Rückkehr nach Deutschland, wo er, gebrochenen Herzens und tief verschuldet, am 28. August 1558 zu Mindelheim starb. Frundsberg war ein geborener Kriegsmann von riesiger Gestalt und Körperkraft, umsichtig und tapfer, der ,,frommen Landsknecht lieber Vater«, dabei ein edles, dichterisches Gemüt. Seine im Jahre 1840 von Prof. Max von Widnmann gefertigte Büste ist in der Ruhmeshalle in München aufgestellt. Die Straße trägt seinen Namen seit 12. November 1892, resp. 17. April 1893.
*) Ausführlichers jierüber "Denkwürdiges Bayern" von Pleikhard Stumpf S. 67.1943 Adressbuch
Georg von Frundsberg, tapferer Landsknechtführer, * 1473, † 1558 Mindelheim.
Zieht in Neuhausen von der Leonrodstraße zum Dom-Petro-Platz und kreuzt die Volkart- und Ruffinistraße.
1965 Baureferat
Frundsbergstraße: Georg von Frundsberg (Freundsberg) (1473-1558), kaiserlicher Feldhauptmann, Landsknechtführer. *1893