Münchner Straßenverzeichnis

* vor 330

   Dientzenhoferstraße          

Dientzenhofer Kilian Ignatz
Kilian Ignatz Dientzenhofer
Bildrechte: Jan Vilímek creator QS:P170,Q939204, Jan Vilímek - Kilian Ignác Dinzenhofer, als gemeinfrei gekennzeichnet, Details auf Wikimedia Commons

Kilian Ignaz Dientzenhofer, auch Dienzenhofer, tschechisch Kilián Ignác Dientzenhofer (* 1. September 1689 in Prag; † 18. Dezember 1751 ebenda) war ein Baumeister des böhmischen Spätbarock aus der deutschen Künstlerfamilie Dientzenhofer.

Nach dem Tod seines Vaters übernahm er dessen Stelle eines Stiftsbaumeisters bei den Benediktinern in Břevnov und Braunau. Das bedeutete, dass er alle Bauten im Bereich der Břevnov-Braunauer-Klosterdomäne sowie deren Propsteien in Politz und Wahlstatt entwerfen und ausführen musste. Auch die Ordensgemeinschaften der böhmischen Jesuiten, Augustiner und Kreuzherren mit dem Roten Stern erteilten ihm Aufträge. Sein Erfolg und sein Ruhm führten dazu, dass er schon 1725 ein so begehrter und beschäftigter Baumeister war, dass es selbst für Bauherren aus dem Adel schwer war, ihn für ein Projekt zu gewinnen.

Zu den zahlreichen Aufträgen, die ihm Abt Othmar Daniel Zinke anvertraute, gehörte die Klosteranlage und die Klosterkirche im schlesischen Wahlstatt, die von 1703 bis 1810 eine Niederlassung des Braunauer Klosters war und deren Architektur als ein künstlerischer Höhepunkt des jungen Dientzenhofer angesehen wird.

Im Gegensatz zur Architektur seines Vaters treten bei ihm die hochbarocken Formen zurück. Bei seinen Bauten bevorzugte er den Zentralbau und verband die bisherigen böhmischen Formen mit dem höfisch-wienerischen Stil. Kaiser Karl VI. verlieh ihm 1730 den Titel eines Hofbaumeisters, 1737 folgte die Ernennung zum Oberfestungsbaumeister.

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Straßenname Dientzenhoferstraße
Benennung 21.11.1939 Erstnennung
Plz 80937
Stadtbezirk 11. Milbertshofen-Am Hart | Am Hart
Kategorie Baumeister  
Gruppe Ruhmeshalle  
Lat/Lng 48.2044549 - 11.5772436   
Person Dientzenhofer Kilian Ignatz
geboren 1.9.1689 [Prag]
gestorben 18.12.1751 [Prag]
Kategorie Baumeister  
Gruppe Ruhmeshalle  
Nation Deutschland
Konfession katholisch
GND 118671871
Leben

Kilian Ignaz Dientzenhofer, auch Dienzenhofer, tschechisch Kilián Ignác Dientzenhofer (* 1. September 1689 in Prag; † 18. Dezember 1751 ebenda) war ein Baumeister des böhmischen Spätbarock aus der deutschen Künstlerfamilie Dientzenhofer.

Nach dem Tod seines Vaters übernahm er dessen Stelle eines Stiftsbaumeisters bei den Benediktinern in Břevnov und Braunau. Das bedeutete, dass er alle Bauten im Bereich der Břevnov-Braunauer-Klosterdomäne sowie deren Propsteien in Politz und Wahlstatt entwerfen und ausführen musste. Auch die Ordensgemeinschaften der böhmischen Jesuiten, Augustiner und Kreuzherren mit dem Roten Stern erteilten ihm Aufträge. Sein Erfolg und sein Ruhm führten dazu, dass er schon 1725 ein so begehrter und beschäftigter Baumeister war, dass es selbst für Bauherren aus dem Adel schwer war, ihn für ein Projekt zu gewinnen.

Zu den zahlreichen Aufträgen, die ihm Abt Othmar Daniel Zinke anvertraute, gehörte die Klosteranlage und die Klosterkirche im schlesischen Wahlstatt, die von 1703 bis 1810 eine Niederlassung des Braunauer Klosters war und deren Architektur als ein künstlerischer Höhepunkt des jungen Dientzenhofer angesehen wird.

Im Gegensatz zur Architektur seines Vaters treten bei ihm die hochbarocken Formen zurück. Bei seinen Bauten bevorzugte er den Zentralbau und verband die bisherigen böhmischen Formen mit dem höfisch-wienerischen Stil. Kaiser Karl VI. verlieh ihm 1730 den Titel eines Hofbaumeisters, 1737 folgte die Ernennung zum Oberfestungsbaumeister.

Wikipedia Wikipedia Deutsche Biografie Deutsche National Bibliothek
Benennung 21.11.1939 Erstnennung
Offiziell Kilian Ignatz Dientzenhofer, einer großen deutschen Baumeisterfamilie (aus Aibling) zugehörig, ein geistvoller Ausgestalter barocker Zentralbauten, besonders in Prag tätig (u.a. St.-Nikolaus- Kirche Altstadt; "Zwergenhaus"). Geb.1.9.1689 zu Prag, gest.18.12.1751 zu Prag.
Straßenverlauf Verb.Str.zw. Ludwig- Roth-Straße und Kämpferstraße östl. des Wilhelm-Gustloff-Plat- zes
DatumQuelleA
21.11.1939Straßenbenennungen 1939 - 2. Teil
Wohnanlage am Harthof
DE-1992-STRA-40-65-1 Straßenbenennungen 1939 - 1945
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