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   Simrockstraße          

Simrock Karl
Karl Simrock
Bildrechte: anonym, Karl Joseph Simrock, als gemeinfrei gekennzeichnet, Details auf Wikimedia Commons

Karl Joseph Simrock (* 28. August 1802 in Bonn; † 18. Juli 1876 ebenda) war ein deutscher Dichter und Philologe.

Karl Simrock begründete seinen Ruf mit der Übersetzung des Nibelungenliedes im Jahre 1827 sowie der Übertragung und Herausgabe der Gedichte von Walther von der Vogelweide (1833). Das populärste Werk Simrocks waren Die deutschen Volksbücher, die zwischen 1839 und 1867 immerhin 55 Auflagen erreichten. Bei seinen „Deutschen Volksliedern“ stützte er sich auf die eigene Erforschung von lokalem Liedgut, etwa die Liedgutbewahrerin Heinemöhn, welche er die „Menzenberger Nachtigall“ nannte. Neben der deutschen und altnordischen Literatur wandte er sich auch Shakespeare zu, dessen Quellen in Novellen, Märchen und Sagen er erforschte. Auch übersetzte er einige seiner Gedichte und Bühnenstücke ins Deutsche.

Eine 12-bändige Edition seiner Ausgewählten Werke erschien ab 1907 in Leipzig, herausgegeben von Gotthold Klee. Seine Sagenbücher wurden bis in die 1940er Jahre zur – bei diesen Jahrgängen des Bildungsbürgertums immer voraussetzbaren – Jugendlektüre; nach 1945 ohne Wiederbelebung.

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Straßenname Simrockstraße
Benennung 29.7.1926 Erstnennung
Plz 80997
Stadtbezirk 10. Moosach | Moosach-Bahnhof
RubrikPersonen
Kategorie Germanist  Schriftsteller  Philologe  
Lat/Lng 48.18300 - 11.49781   
Person Simrock Karl
geboren 28.8.1802 [Bonn]
gestorben 18.7.1876 [Bonn]
Kategorie Germanist  Schriftsteller  Philologe  
Nation Deutschland
Konfession katholisch
GND 118614576
Leben

Karl Joseph Simrock (* 28. August 1802 in Bonn; † 18. Juli 1876 ebenda) war ein deutscher Dichter und Philologe.

Karl Simrock begründete seinen Ruf mit der Übersetzung des Nibelungenliedes im Jahre 1827 sowie der Übertragung und Herausgabe der Gedichte von Walther von der Vogelweide (1833). Das populärste Werk Simrocks waren Die deutschen Volksbücher, die zwischen 1839 und 1867 immerhin 55 Auflagen erreichten. Bei seinen „Deutschen Volksliedern“ stützte er sich auf die eigene Erforschung von lokalem Liedgut, etwa die Liedgutbewahrerin Heinemöhn, welche er die „Menzenberger Nachtigall“ nannte. Neben der deutschen und altnordischen Literatur wandte er sich auch Shakespeare zu, dessen Quellen in Novellen, Märchen und Sagen er erforschte. Auch übersetzte er einige seiner Gedichte und Bühnenstücke ins Deutsche.

Eine 12-bändige Edition seiner Ausgewählten Werke erschien ab 1907 in Leipzig, herausgegeben von Gotthold Klee. Seine Sagenbücher wurden bis in die 1940er Jahre zur – bei diesen Jahrgängen des Bildungsbürgertums immer voraussetzbaren – Jugendlektüre; nach 1945 ohne Wiederbelebung.

Bavarikon Wikipedia Deutsche Biografie Deutsche National Bibliothek
Benennung 29.7.1926 Erstnennung
Offiziell Simrock Karl, Dichter und Germanist, geb.28.8.1802 in Bonn ,gest. daselbst 18.7.1876.
Straßenverlauf Verbindungsstraße zwischen Untermenzinger und Kaufbeurerstrasse
Änderung
Straßenverlauf
DatumAlter VerlaufNeuer VerlaufBemerkung
26.5.1936Untermenzinger Str. - Kaufbeurer StraßeUntermenzinger Str.- Saarlauterner Str.Nördl. Verlängerung
1965 Baureferat
Simrockstraße: Karl Simrock (1802-1876), Dichter und Germanist, Prof, für altdeutsche Literatur, übersetzte das Nibelungenlied, die Edda, den Parzival und andere alte Dichtungen. *1926
Wikipedia Google Maps

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