Münchner Straßenverzeichnis

   Liselottstraße          

Pfalz Elisabeth Charlotte von der
Elisabeth Charlotte von der Pfalz
Bildrechte: After Hyacinthe Rigaud creator QS:P170,Q4233718,P1877,Q49898, Portrait of Elisabeth Charlotte of the Palatinate, Duchess of Orléans (Rigaud, 1713), als gemeinfrei gekennzeichnet, Details auf Wikimedia Commons

Elisabeth Charlotte, Prinzessin von der Pfalz, genannt Liselotte von der Pfalz (* 27. Mai 1652 in Heidelberg; † 8. Dezember 1722 in Saint-Cloud bei Paris), war Herzogin von Orléans und Schwägerin von König Ludwig XIV. von Frankreich. Literarische und historische Bedeutung erlangte sie u. a. durch ihren Briefwechsel, der durch seine teils sehr unverblümten Schilderungen des französischen Hoflebens von kulturgeschichtlichem Wert ist.

Elisabeth Charlotte entstammte der Linie Pfalz-Simmern des deutschen Fürstenhauses Wittelsbach und war über ihren Vater auch eine direkte Nachfahrin der Maria Stuart, des englischen Königs Jakobs I. sowie des sogenannten „Winterkönigs“. Obwohl sie nur zwei überlebende Kinder hatte, wurde sie zu einer der Stammmütter der europäischen Königshäuser des 18. bis 20. Jahrhunderts, so dass man sie auch den „Bauch Europas“ nannte.[2] Über ihre Tochter war sie die Großmutter von Kaiser Franz I. Stephan, dem Gemahl der Maria Theresia von Österreich, und Urgroßmutter der Kaiser Joseph II. und Leopold II. sowie der Königin Marie Antoinette von Frankreich, außerdem Stammmutter der österreichischen Kaiser des 19. und frühen 20. Jahrhunderts und der Könige von Italien bis zu Umberto II. Auf Liselotte geht über ihren Sohn, den Regenten Philippe II. d’Orléans, in männlicher Linie das Haus Orléans zurück, das mit Louis Philippe, dem so genannten „Bürgerkönig“, im Jahre 1830 auf den französischen Thron kam; außerdem die Königsfamilien von Belgien und Bulgarien (Ferdinand I. und Boris III.).[3] Die englischen Könige William III. und Georg I. waren Liselottes Cousins ersten Grades, die sie als Kind persönlich kennengelernt hatte.

Dieser Text basiert auf dem Artikel Liselotte_von_der_Pfalz aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der Lizenz Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported (Kurzfassung). In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.

| | | |

Straßenname Liselottstraße
Benennung 31.10.1935 Erstnennung
Plz 81825
Stadtbezirk 15. Trudering-Riem | Trudering-Riem
Kategorie Herzogin  
Lat/Lng 48.12043 - 11.67445   
Straßenlänge 0.062 km
Person Pfalz Elisabeth Charlotte von der
geboren 27.5.1652 [Heidelberg]
gestorben 8.12.1722 [Paris]
Kategorie Herzogin  
Nation Deutschland
Konfession reformiert
GND 118529935
Leben

Elisabeth Charlotte, Prinzessin von der Pfalz, genannt Liselotte von der Pfalz (* 27. Mai 1652 in Heidelberg; † 8. Dezember 1722 in Saint-Cloud bei Paris), war Herzogin von Orléans und Schwägerin von König Ludwig XIV. von Frankreich. Literarische und historische Bedeutung erlangte sie u. a. durch ihren Briefwechsel, der durch seine teils sehr unverblümten Schilderungen des französischen Hoflebens von kulturgeschichtlichem Wert ist.

Elisabeth Charlotte entstammte der Linie Pfalz-Simmern des deutschen Fürstenhauses Wittelsbach und war über ihren Vater auch eine direkte Nachfahrin der Maria Stuart, des englischen Königs Jakobs I. sowie des sogenannten „Winterkönigs“. Obwohl sie nur zwei überlebende Kinder hatte, wurde sie zu einer der Stammmütter der europäischen Königshäuser des 18. bis 20. Jahrhunderts, so dass man sie auch den „Bauch Europas“ nannte.[2] Über ihre Tochter war sie die Großmutter von Kaiser Franz I. Stephan, dem Gemahl der Maria Theresia von Österreich, und Urgroßmutter der Kaiser Joseph II. und Leopold II. sowie der Königin Marie Antoinette von Frankreich, außerdem Stammmutter der österreichischen Kaiser des 19. und frühen 20. Jahrhunderts und der Könige von Italien bis zu Umberto II. Auf Liselotte geht über ihren Sohn, den Regenten Philippe II. d’Orléans, in männlicher Linie das Haus Orléans zurück, das mit Louis Philippe, dem so genannten „Bürgerkönig“, im Jahre 1830 auf den französischen Thron kam; außerdem die Königsfamilien von Belgien und Bulgarien (Ferdinand I. und Boris III.).[3] Die englischen Könige William III. und Georg I. waren Liselottes Cousins ersten Grades, die sie als Kind persönlich kennengelernt hatte.

Bavarikon Wikipedia Deutsche Biografie Deutsche National Bibliothek
Benennung 31.10.1935 Erstnennung
Straßenschlüssel 229
Offiziell Liselotte, Mädchenname. So benannt nach der als Verfechterin des Deutschtums bekannte Pfalzgräfin Elisabeth Charlotte, nachmals Herzogin von Orleans. Geb.27.5.1652 zu Heidelberg, gest.8.12,1722 zu St. Cloud
Straßenverlauf Verb. Str. zw.Michael-Seidl-Str. u. Wasserburger Landstraße, nordöstl. der Solalindenstr.
DatumQuelleA
24.10.1935Straßenbennnungen 1935
Entscheidungen des Oberbürgermeisters von 24. und 31.Oktober 1935
DE-1992-STRA-35 Übersichten über Straßenbenennungen 1929 - 1939
Referat 7 ->
Wikipedia Google Maps

Straßen sind das Gedächtnis der Stadt



Fehler

Navigation