Münchner Straßenverzeichnis

   Lindemannstraße          

† vor 80


Lindemann Ferdinand von
Ferdinand von Lindemann
Bildrechte: Gemeinfrei (Wikipedia 2017)

Carl Louis Ferdinand von Lindemann (* 12. April 1852 in Hannover; † 6. März 1939 in München) war ein deutscher Mathematiker.

1893 wurde Lindemann an die Ludwig-Maximilians-Universität in München berufen, wo er den Rest seines Lebens blieb und in den Jahren 1904/05 das Amt des Rektors innehatte. Der Physiker und Nobelpreisträger Werner Heisenberg wollte ursprünglich eigentlich Mathematik studieren und stellte sich dazu in München bei Lindemann vor; das forsche Vorgehen Heisenbergs und sein Interesse für mathematische Methoden in der modernen Physik führten jedoch dazu, dass Lindemann das Gespräch barsch mit dem Satz beendete: „Dann sind Sie für die Mathematik sowieso schon verdorben.“

Bekannt ist er auch durch die Vielzahl seiner Schüler, unter denen so große Namen wie David Hilbert, Hermann Minkowski, Arnold Sommerfeld, Martin Wilhelm Kutta und Fritz Cohn zu finden sind. Auf seine Anregung hin bot Friedrich Böhm erstmals Vorlesungen in Versicherungsmathematik an. Ferner setzte er sich für eine Modernisierung der Lehre in Deutschland ein, beispielsweise durch den Einsatz von Seminaren und aktuellen Forschungsergebnissen.

Seit 1895 war er ordentliches Mitglied der Bayerischen Akademie der Wissenschaften. 1905 erhielt er den Bayerischen Maximiliansorden für Wissenschaft und Kunst.

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Straßenname Lindemannstraße
Benennung 1947 Umbenennung
Plz 80997
Stadtbezirk 23. Allach-Untermenzing | Industriebezirk
Kategorie Mathematiker  
Gruppe Bayerische Akademie der Wissenschaften  
Lat/Lng 48.18424 - 11.47426   
Straßenlänge 0.18 km
Person Lindemann Ferdinand von
geboren 12.4.1852 [Hannover]
gestorben 6.3.1939 [München]
Kategorie Mathematiker  
Gruppe Bayerische Akademie der Wissenschaften  
Nation Deutschland
Konfession lutherisch
GND 122995643
Leben

Carl Louis Ferdinand von Lindemann (* 12. April 1852 in Hannover; † 6. März 1939 in München) war ein deutscher Mathematiker.

1893 wurde Lindemann an die Ludwig-Maximilians-Universität in München berufen, wo er den Rest seines Lebens blieb und in den Jahren 1904/05 das Amt des Rektors innehatte. Der Physiker und Nobelpreisträger Werner Heisenberg wollte ursprünglich eigentlich Mathematik studieren und stellte sich dazu in München bei Lindemann vor; das forsche Vorgehen Heisenbergs und sein Interesse für mathematische Methoden in der modernen Physik führten jedoch dazu, dass Lindemann das Gespräch barsch mit dem Satz beendete: „Dann sind Sie für die Mathematik sowieso schon verdorben.“

Bekannt ist er auch durch die Vielzahl seiner Schüler, unter denen so große Namen wie David Hilbert, Hermann Minkowski, Arnold Sommerfeld, Martin Wilhelm Kutta und Fritz Cohn zu finden sind. Auf seine Anregung hin bot Friedrich Böhm erstmals Vorlesungen in Versicherungsmathematik an. Ferner setzte er sich für eine Modernisierung der Lehre in Deutschland ein, beispielsweise durch den Einsatz von Seminaren und aktuellen Forschungsergebnissen.

Seit 1895 war er ordentliches Mitglied der Bayerischen Akademie der Wissenschaften. 1905 erhielt er den Bayerischen Maximiliansorden für Wissenschaft und Kunst.

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