Lassallestraße in München Feldmoching-Hasenbergl
 

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   Lassallestraße          

Lassalle Ferdinand
Ferdinand Lassalle
Bildrechte: Gemeinfrei (Wikipedia 2017)
Ausschnitt aus einer Fotografie von Philipp Graff

Ferdinand Lassalle (geboren am 11. April 1825 in Breslau als Ferdinand Johann Gottlieb Lassal; gestorben am 31. August 1864 in Carouge) war Schriftsteller, sozialistischer Politiker im Deutschen Bund und einer der Wortführer der frühen deutschen Arbeiterbewegung.

Als Hauptinitiator und Präsident der ersten sozialdemokratischen Parteiorganisation im deutschen Sprachraum, des 1863 gegründeten Allgemeinen Deutschen Arbeitervereins (ADAV), zählt er zu den Gründervätern der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands (SPD), die 26 Jahre nach seinem Tod aus der Sozialistischen Arbeiterpartei (SAP) hervorging. Die SAP ihrerseits war aus der Fusion des ADAV und der Sozialdemokratischen Arbeiterpartei (SDAP) entstanden.

Lassalles Idee des Sozialismus war genossenschaftlich und preußisch-nationalstaatlich orientiert. Damit geriet er in einen Gegensatz zu der von Karl Marx und Friedrich Engels dominierten Lehre, die revolutionär und internationalistisch ausgerichtet war. Noch zu Lassalles Lebzeiten führte dieser Konflikt zu Zerwürfnissen innerhalb des ADAV und wenige Jahre nach seinem Tod zur Aufteilung der deutschen Sozialdemokratie in zwei Richtungen und Parteien. Die Spaltung in „Lassalleaner“ (ADAV bzw. LADAV) und „Eisenacher“ (SDAP) konnte 1875 beim gemeinsamen Parteikongress in Gotha durch den Zusammenschluss zur Sozialistischen Arbeiterpartei Deutschlands (SAPD) zumindest organisatorisch überwunden werden.

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Straßenname Lassallestraße
Benennung 20.11.1963 Erstnennung
Plz 80995
Stadtbezirk 24. Feldmoching-Hasenbergl | Lerchenau-West
RubrikPersonen
Kategorie Schriftsteller  Politiker  SPD  
Lat/Lng 48.1930 - 11.5343   
Straßenlänge 1.417 km
Person Lassalle Ferdinand
geboren 11.4.1825 [Breslau]
gestorben 31.8.1864 [Carouge]
Kategorie Schriftsteller  Politiker  SPD  
Konfession jüdisch
GND 118569910
Leben

Ferdinand Lassalle (geboren am 11. April 1825 in Breslau als Ferdinand Johann Gottlieb Lassal; gestorben am 31. August 1864 in Carouge) war Schriftsteller, sozialistischer Politiker im Deutschen Bund und einer der Wortführer der frühen deutschen Arbeiterbewegung.

Als Hauptinitiator und Präsident der ersten sozialdemokratischen Parteiorganisation im deutschen Sprachraum, des 1863 gegründeten Allgemeinen Deutschen Arbeitervereins (ADAV), zählt er zu den Gründervätern der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands (SPD), die 26 Jahre nach seinem Tod aus der Sozialistischen Arbeiterpartei (SAP) hervorging. Die SAP ihrerseits war aus der Fusion des ADAV und der Sozialdemokratischen Arbeiterpartei (SDAP) entstanden.

Lassalles Idee des Sozialismus war genossenschaftlich und preußisch-nationalstaatlich orientiert. Damit geriet er in einen Gegensatz zu der von Karl Marx und Friedrich Engels dominierten Lehre, die revolutionär und internationalistisch ausgerichtet war. Noch zu Lassalles Lebzeiten führte dieser Konflikt zu Zerwürfnissen innerhalb des ADAV und wenige Jahre nach seinem Tod zur Aufteilung der deutschen Sozialdemokratie in zwei Richtungen und Parteien. Die Spaltung in „Lassalleaner“ (ADAV bzw. LADAV) und „Eisenacher“ (SDAP) konnte 1875 beim gemeinsamen Parteikongress in Gotha durch den Zusammenschluss zur Sozialistischen Arbeiterpartei Deutschlands (SAPD) zumindest organisatorisch überwunden werden.

Bavarikon Wikipedia Deutsche Biografie Deutsche National Bibliothek
Benennung 20.11.1963 Erstnennung
Offiziell Ferdinand Lassalle, Gelehrter, Führergestalt aus der Frühzeit der deutschen Arbeiterbewegung, geb. 11.4.1825 in Breslau, gest. 31.8.1864 in Genf.
Ferdinand Lassalle gründete am 23.5.1863 in Leipzig den ersten deutschen Arbeiterverein. Durch bedeutende Reden und durch zahlreiche Schriften erreichte Lassalle, daß schließlich auch der Staat an den sozialistischen Zielen der Arbeiterschaft mitzuarbeiten begann.
1965 Baureferat  
Lassallestraße: Ferdinand Lassalle (1825-1864), Gelehrter, Gründer und Führer der ersten deutschen sozialdemokratische n Bewegung (Allg. deutscher Arbeiterverein ). Durch seine Reden und Schriften erreichte L., daß schließlich auch der Staat an den sozialen Zielen der Arbeiterbewegung mitzuarbeiten begann. *1963
DatumQuelleA
19.11.1963Beschluß des Hauptausschusses als Senat vom 20.11.1963 - SB -
DE-1992-STRA-40-68b Straßenbenennungen 1963 - 1966
Referat für Tiefbau und Wohnungswesen ->
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