Münchner Straßenverzeichnis

   Kaspar-Kerll-Straße          

Kerll Johann Kaspar von
Johann Kaspar von Kerll
Bildrechte: Gemeinfrei (Wikipedia 2017)

Johann Caspar von Kerll (auch Hanß Caspar, Kerll, Kerl, Kherl, Kerle, Gherl, * 9. April 1627 in Adorf; † 13. Februar 1693 in München) war ein deutscher Organist, Cembalist und Komponist. Obwohl zu seiner Zeit einer der bekanntesten Komponisten und besten Lehrer, ist Kerll heute fast vergessen, seine Musik wird selten gespielt, und auch Aufnahmen gibt es nur wenige.

Der Sohn des Orgelbauers und Organisten Caspar Kerll und seiner Frau Catharina, geb. Hendel, erhielt vermutlich den ersten Unterricht durch seinen Vater. Dieser wirkte an der Michaeliskirche in Adorf, deren Orgel er zusammen mit Jacob Schedlich baute. Die weitere Ausbildung führte ihn nach Wien und Rom (um 1645 bis 1649), wo er bei Giacomo Carissimi und vielleicht auch bei Johann Jakob Froberger studierte. Vermutlich zu dieser Zeit ist er auch zum katholischen Glauben übergetreten, eine wichtige Voraussetzung für seinen weiteren Werdegang im süddeutsch-österreichischen Raum. Ob er danach eine Stelle als Hoforganist in Brüssel angetreten hat ist fraglich. Von 1656 bis 1674 war er Leiter der Hofkapelle und Oper in München. Danach ging er nach Wien und wirkte dort als Hoforganist, Organist am Stephansdom und als Lehrer für Tasteninstrumente. 1683 oder 1684 kehrte er nach München zurück. Über diese Zeit ist nichts weiter bekannt, begraben wurde er in der Augustinerkirche am 16. Februar 1693 (heute: Deutsches Jagd- und Fischereimuseum). Die Grabstelle ist nicht mehr vorhanden.

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Straßenname Kaspar-Kerll-Straße
Benennung 1955 Erstnennung
Plz 81245
Stadtbezirk 21. Pasing-Obermenzing | Neupasing
Gruppe Monachia  
Lat/Lng 48.15463 - 11.47406   
Person Kerll Johann Kaspar von
geboren 19.4.1627 [Adorf]
gestorben 13.2.1693 [München]
Kategorie Komponist  
Gruppe Monachia  
Nation Deutschland
Konfession evangelisch
GND 118721941
Leben

Johann Caspar von Kerll (auch Hanß Caspar, Kerll, Kerl, Kherl, Kerle, Gherl, * 9. April 1627 in Adorf; † 13. Februar 1693 in München) war ein deutscher Organist, Cembalist und Komponist. Obwohl zu seiner Zeit einer der bekanntesten Komponisten und besten Lehrer, ist Kerll heute fast vergessen, seine Musik wird selten gespielt, und auch Aufnahmen gibt es nur wenige.

Der Sohn des Orgelbauers und Organisten Caspar Kerll und seiner Frau Catharina, geb. Hendel, erhielt vermutlich den ersten Unterricht durch seinen Vater. Dieser wirkte an der Michaeliskirche in Adorf, deren Orgel er zusammen mit Jacob Schedlich baute. Die weitere Ausbildung führte ihn nach Wien und Rom (um 1645 bis 1649), wo er bei Giacomo Carissimi und vielleicht auch bei Johann Jakob Froberger studierte. Vermutlich zu dieser Zeit ist er auch zum katholischen Glauben übergetreten, eine wichtige Voraussetzung für seinen weiteren Werdegang im süddeutsch-österreichischen Raum. Ob er danach eine Stelle als Hoforganist in Brüssel angetreten hat ist fraglich. Von 1656 bis 1674 war er Leiter der Hofkapelle und Oper in München. Danach ging er nach Wien und wirkte dort als Hoforganist, Organist am Stephansdom und als Lehrer für Tasteninstrumente. 1683 oder 1684 kehrte er nach München zurück. Über diese Zeit ist nichts weiter bekannt, begraben wurde er in der Augustinerkirche am 16. Februar 1693 (heute: Deutsches Jagd- und Fischereimuseum). Die Grabstelle ist nicht mehr vorhanden.

Wikipedia Wikipedia Deutsche Biografie Deutsche National Bibliothek
Benennung 1955 Erstnennung
Offiziell

Johann Kaspar Kerll, Münchner Hofkapellmeister, Orgelmeister. Geb. 9.4.1.27 in Adorf/Vogtland, gest. 15.2.1693 in München.

Kaspar Kerll war einer der bedeutendsten Orgelmeister vor Johann Sebastain Bach. Von 1656 - 74 war er Hofkapellmeister und schrieb mehrere italienische Opern für den bayer. Hof.

DatumQuelleA
24.05.1955Straßenbenennung
DE-1992-STRA-40-68a Straßenbenennungen 1955 - 1962
Wiederaufbaureferat -> Stadtarchiv München
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