Hans-Leipelt-Straße in München Schwabing-Freimann
 

Münchner Straßenverzeichnis

* vor 100

   Hans-Leipelt-Straße          

Hans Conrad Leipelt (* 18. Juli 1921 in Wien; † 29. Januar 1945 in München-Stadelheim) war ein deutscher Chemiestudent und Widerstandskämpfer gegen den Nationalsozialismus. Er setzte die Arbeit der Weißen Rose fort und war maßgeblich an deren sogenanntem Hamburger Zweig beteiligt (siehe Personen der Weißen Rose Hamburg).

Nach der Hinrichtung der Geschwister Scholl, mit denen Leipelt eng befreundet war, und Christoph Probsts erhielt Hans Leipelt im Februar 1943 das 6. Flugblatt der Weißen Rose. Zusammen mit Marie-Luise Jahn brachte er es im April 1943 nach Hamburg zu seiner Familie und zu seinen Freunden. Sie versahen es mit dem Zusatz: „Und ihr Geist lebt trotzdem weiter!“, vervielfältigten und verbreiteten es. Als Leipelt und Jahn Geld für die Witwe des hingerichteten Professors Kurt Huber sammelten, wurden sie denunziert und im Spätherbst mit 28 weiteren[1] Aktivisten 1943 verhaftet

Hans Leipelt wurde am 13. Oktober 1944 in Donauwörth vom Volksgerichtshof als Hochverräter wegen des Hörens ausländischer Rundfunksender, der Wehrkraftzersetzung und der „Feindbegünstigung“ zum Tode verurteilt, Die Hinrichtung Hans Leipelts erfolgte am 29. Januar 1945 in München-Stadelheim durch das Fallbeil.

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Straßenname Hans-Leipelt-Straße
Zusatztafel

Hans Leipelt, geb. 1921, Student der Chemie,
setzte die Flugblattaktion der Widerstandsgruppe
„Weiße Rose“,
gegen die Diktatur des Nationalsozialismus in München
und Hamburg fort; verhaftet am 08.10.1943,
hingerichtet am 29.01.1945 in München-Stadelheim

Benennung 20.11.1963 Erstnennung
Plz 80805
Stadtbezirk 12. Schwabing-Freimann | Alte Heide-Hirschau
RubrikPersonen
Kategorie Drittes Reich  Widerstandskämpfer  Opfer des Nationalsozialismus  
Gruppe Weiße Rose  
Lat/Lng 48.18303 - 11.60950   
Person Leipelt Hans
geboren 18.7.1921 [Wien]
gestorben 29.1.1945 [München-Stadelheim][Hingerichtet]
Kategorie Drittes Reich  Widerstandskämpfer  Opfer des Nationalsozialismus  
Gruppe Weiße Rose  
Nation Deutschland
GND 119477904
Leben

Hans Conrad Leipelt (* 18. Juli 1921 in Wien; † 29. Januar 1945 in München-Stadelheim) war ein deutscher Chemiestudent und Widerstandskämpfer gegen den Nationalsozialismus. Er setzte die Arbeit der Weißen Rose fort und war maßgeblich an deren sogenanntem Hamburger Zweig beteiligt (siehe Personen der Weißen Rose Hamburg).

Nach der Hinrichtung der Geschwister Scholl, mit denen Leipelt eng befreundet war, und Christoph Probsts erhielt Hans Leipelt im Februar 1943 das 6. Flugblatt der Weißen Rose. Zusammen mit Marie-Luise Jahn brachte er es im April 1943 nach Hamburg zu seiner Familie und zu seinen Freunden. Sie versahen es mit dem Zusatz: „Und ihr Geist lebt trotzdem weiter!“, vervielfältigten und verbreiteten es. Als Leipelt und Jahn Geld für die Witwe des hingerichteten Professors Kurt Huber sammelten, wurden sie denunziert und im Spätherbst mit 28 weiteren[1] Aktivisten 1943 verhaftet

Hans Leipelt wurde am 13. Oktober 1944 in Donauwörth vom Volksgerichtshof als Hochverräter wegen des Hörens ausländischer Rundfunksender, der Wehrkraftzersetzung und der „Feindbegünstigung“ zum Tode verurteilt, Die Hinrichtung Hans Leipelts erfolgte am 29. Januar 1945 in München-Stadelheim durch das Fallbeil.

Grabstätte
Grabstätte
Friedhof am Perlacher Forst

Sektion: KZ-Ehrenhain
Bavarikon Wikipedia Deutsche Biografie Deutsche National Bibliothek
Benennung 20.11.1963 Erstnennung
Offiziell Hans Leipelt, Student der Chemie, Angehöriger des Freundeskreises der "Weißen Rose", am 13.10.1944 vom Volksgerichshof in Donauwörth zum Tode verurteilt und am 29,1,1945 in München-Stadelheim hingerichtet. Seine ebenfalls inhaftierte Mutter schied im Gefängnis freiwillig aus dem Leben.
1965 Baureferat  
Hans-Leipelt-Straße: Hans Leipelt, Student der Chemie, der 1945 als Angehöriger der „Weißen Rose" hingerichtet wurde. Seine ebenfalls inhaftierte Mutterschied im Gefängnis freiwillig aus dem Leben. *1963
DatumQuelleA
19.11.1963Beschluß des Hauptausschusses als Senat vom 20.11.1963 - SB -
DE-1992-STRA-40-68b Straßenbenennungen 1963 - 1966
Referat für Tiefbau und Wohnungswesen ->
13.01.1964Straßenbenennung in der Wohnanlage am Lerchenauer See und in der Studentenstadt Freimann
DE-1992-STRA-40-68b Straßenbenennungen 1963 - 1966
Referat für Tiefbau und Wohnungswesen -> Stadtarchiv, Dr. Schattenhofer
Wikipedia Google Maps Kein Bild vorhanden

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