Münchner Straßenverzeichnis

   Guddenstraße          

Gudden  Johann Bernhard Aloys von
Johann Bernhard Aloys von Gudden
Bildrechte: unknown, upload by Adrian Michael, Gudden 1871, als gemeinfrei gekennzeichnet, Details auf Wikimedia Commons

Johann Bernhard Aloys Gudden, seit 1875 Ritter von Gudden (* 7. Juni 1824 in Kleve am Niederrhein; † 13. Juni 1886 im Würmsee, dem heutigen Starnberger See bei Schloss Berg in Berg), war ein deutscher Psychiater.

Gudden spielte eine wesentliche Rolle bei der Absetzung König Ludwigs II. von Bayern. Er verfasste das Gutachten, welches die amtliche Begründung für die Entmündigung des Königs bildete, lediglich auf Grundlage der Auswertung der Behandlungsakten; eine persönliche Begutachtung des Patienten durch den Arzt erfolgte nicht. (Das war in dieser Zeit auch nicht üblich, sowie eine Begutachtung eines Königs auch nicht möglich war.)

Er hatte den König zuvor nur ein einziges Mal gesehen, bei seiner Nobilitierung elf Jahre zuvor. Von Gudden fand etwa gleichzeitig und am gleichen Ort wie der König den Tod im Starnberger See, die näheren Umstände werden bis heute kontrovers diskutiert. Anhand von Verletzungen und Spuren an der Kleidung und im Seeboden wurde seinerzeit geschlossen, zwischen beiden Männern müsse ein Kampf stattgefunden haben.

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Straßenname Guddenstraße
Benennung 1927 Erstnennung
Plz 80807
Stadtbezirk 11. Milbertshofen-Am Hart | Milbertshofen
Kategorie Psychiater  
Lat/Lng 48.18102 - 11.58361   
Person Gudden Johann Bernhard Aloys von
geboren 7.6.1824 [Kleve]
gestorben 13.6.1886 [Schloss Berg, Starnberger See]
Kategorie Psychiater  
Nation Deutschland
Konfession katholisch
GND 118825224
Leben

Johann Bernhard Aloys Gudden, seit 1875 Ritter von Gudden (* 7. Juni 1824 in Kleve am Niederrhein; † 13. Juni 1886 im Würmsee, dem heutigen Starnberger See bei Schloss Berg in Berg), war ein deutscher Psychiater.

Gudden spielte eine wesentliche Rolle bei der Absetzung König Ludwigs II. von Bayern. Er verfasste das Gutachten, welches die amtliche Begründung für die Entmündigung des Königs bildete, lediglich auf Grundlage der Auswertung der Behandlungsakten; eine persönliche Begutachtung des Patienten durch den Arzt erfolgte nicht. (Das war in dieser Zeit auch nicht üblich, sowie eine Begutachtung eines Königs auch nicht möglich war.)

Er hatte den König zuvor nur ein einziges Mal gesehen, bei seiner Nobilitierung elf Jahre zuvor. Von Gudden fand etwa gleichzeitig und am gleichen Ort wie der König den Tod im Starnberger See, die näheren Umstände werden bis heute kontrovers diskutiert. Anhand von Verletzungen und Spuren an der Kleidung und im Seeboden wurde seinerzeit geschlossen, zwischen beiden Männern müsse ein Kampf stattgefunden haben.

Grabstätte
Grabstätte
Ostfriedhof

Sektion: M - Reihe: li - Nummer: 5/6
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