Fortnerstraße in München Feldmoching-Hasenbergl
 

Münchner Straßenverzeichnis

† vor 160


Fortner Andreas
Andreas Fortner
Bildrechte: Unknown, Andreas Fortner, als gemeinfrei gekennzeichnet, Details auf Wikimedia Commons

Andreas Josef Fortner (* 16. Juni 1809 in Prag; † 14. März 1862 in München; eigentlich Ondřej Fortner) war ein böhmischer Silberschmied, Maler, Lithograf und Ziseleur.

Fortner wurde als Sohn des Silberschmieds Joseph Fortner geboren. Er ging ab 1821 zunächst bei seinem Vater in die Lehre und legte 1827 seine Gesellenprüfung ab. Nebenher ließ er sich von 1823 bis 1832 an der Prager Akademie der bildenden Künste bei František Tkadlík zum Zeichner ausbilden. Fortner war in dieser Zeit bereits als Lithograf und Historienmaler tätig und wurde mehrfach für seine Arbeiten ausgezeichnet: von 1828 bis 1832 gewann er jeweils den jährlichen Preis der Prager Akademie, 1832 wurde er für ein Bozzetto der Venus von Medici ausgezeichnet. Im gleichen Jahr legte er seine Meisterprüfung ab.

Im Sommer 1840 ging er nach München und war dort anfänglich weiter als Historienmaler tätig. Studienreisen führten ihn 1850 nach Frankreich und nach England.

Später folgte er dem Beruf seines Vaters und widmete sich verstärkt Silberarbeiten und der Herstellung von Schmuck. Fortner trug maßgeblich zur Wiederbelebung des Münchener Kunstgewerbes bei. Zu seinen bekanntesten Arbeiten zählt ein Tafelaufsatz aus Silber, den er nach Entwürfen von Eugen Neureuther für die Hochzeit des bayerischen Kronprinzen Maximilian anfertigte. Für den bayerischen und böhmischen Adel führte er zahlreiche weitere Aufträge aus, wie einen Ehrensäbel für Prinz Karl Theodor (1860) oder ein Wasserbecken für Graf Friedrich Waldbott von Bassenheim.

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Straßenname Fortnerstraße
Benennung 1963 Erstnennung
Plz 80933
Stadtbezirk 24. Feldmoching-Hasenbergl | Lerchenau-Ost
RubrikPersonen
Kategorie Handwerk  Goldschmied  Silberschmied  
Lat/Lng 48.22157 - 11.56107   
Straßenlänge 0.344 km
Person Fortner Andreas
geboren 16.6.1809 [Prag]
gestorben 14.4.1862 [München]
Kategorie Handwerk  Goldschmied  Silberschmied  
Nation Böhmen
GND 116676353
Leben

Andreas Josef Fortner (* 16. Juni 1809 in Prag; † 14. März 1862 in München; eigentlich Ondřej Fortner) war ein böhmischer Silberschmied, Maler, Lithograf und Ziseleur.

Fortner wurde als Sohn des Silberschmieds Joseph Fortner geboren. Er ging ab 1821 zunächst bei seinem Vater in die Lehre und legte 1827 seine Gesellenprüfung ab. Nebenher ließ er sich von 1823 bis 1832 an der Prager Akademie der bildenden Künste bei František Tkadlík zum Zeichner ausbilden. Fortner war in dieser Zeit bereits als Lithograf und Historienmaler tätig und wurde mehrfach für seine Arbeiten ausgezeichnet: von 1828 bis 1832 gewann er jeweils den jährlichen Preis der Prager Akademie, 1832 wurde er für ein Bozzetto der Venus von Medici ausgezeichnet. Im gleichen Jahr legte er seine Meisterprüfung ab.

Im Sommer 1840 ging er nach München und war dort anfänglich weiter als Historienmaler tätig. Studienreisen führten ihn 1850 nach Frankreich und nach England.

Später folgte er dem Beruf seines Vaters und widmete sich verstärkt Silberarbeiten und der Herstellung von Schmuck. Fortner trug maßgeblich zur Wiederbelebung des Münchener Kunstgewerbes bei. Zu seinen bekanntesten Arbeiten zählt ein Tafelaufsatz aus Silber, den er nach Entwürfen von Eugen Neureuther für die Hochzeit des bayerischen Kronprinzen Maximilian anfertigte. Für den bayerischen und böhmischen Adel führte er zahlreiche weitere Aufträge aus, wie einen Ehrensäbel für Prinz Karl Theodor (1860) oder ein Wasserbecken für Graf Friedrich Waldbott von Bassenheim.

Grabstätte
Grabstätte
Alter Südlicher Friedhof

Sektion: 29 - Reihe: 02 - Nummer: 5
Bavarikon Wikipedia Deutsche Biografie Deutsche National Bibliothek
Benennung 1963 Erstnennung
Offiziell Andreas Fortner, geboren 16.6.1809 in Prag, gestorben 14.3.1862 in München, Meister der Kleinkunst (Gold- und Silberschmied)
1965 Baureferat  
Fortnerstraß e: Andreas Fortner (1809- 1862), Go ld- und Silberschmied, Ziseleur, Lithograph, Bildhauer und Mal er in München, zählte zum Kreis um Schwanthal er. Arbeiten von ihm u. a . in der Schatzkammer der Münchner Resi denz . Sein Grab wird von der Stadt München gepflegt . *1963
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