Maximilian II. Emanuel der blaue Kurfürst, Kurfürst von Bayern
Haus: Wittelsbach Linie: von Bayern
* 11.07.1662 (München) – † 26.02.1726 (München) · Theatinerkirche
Ehen:
1. 15.07.1685 in Wien · mit Maria Antonia von Österreich
2. 02.01.1695 in Wesel · mit Therese Kunigunde von Polen
1. 15.07.1685 in Wien · mit Maria Antonia von Österreich
2. 02.01.1695 in Wesel · mit Therese Kunigunde von Polen
Kinder
Kinder mit Maria Antonia von Österreich
Kinder mit Therese Kunigunde von Polen
-
tot geborenen Sohn
(1695–1695)
-
Maria Anna von Bayern Herzogin von Bayern
(1696–1750)
-
Karl VII. Kaiser
(1697–1745)
-
Philipp Moritz von Bayern Herzog von Bayern
(1698–1719)
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Ferdinand Maria Innozenz von Bayern
(1699–1738)
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Clemens August von Bayern Kurfürst von Köln
(1700–1761)
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Wilhelm Herzog von Bayern
(1701–1704)
-
Alois Johann Adolf Herzog von Bayern
(1702–1705)
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Johann Theodor von Bayern Kardinal
(1703–1763)
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Maximilian Emanuel Thomas Herzog von Bayern
(1704–1709)
Maximilian II. Emanuel, im Volksmund oft schlicht „der Blaue Kurfürst“ genannt, war eine der schillerndsten und ehrgeizigsten Persönlichkeiten der bayerischen Geschichte. Seine Regierungszeit markiert den Übergang Bayerns vom Barock zum Rokoko und ist untrennbar mit dem Aufstieg Münchens zur prachtvollen Residenzstadt von europäischem Rang verbunden. Als leidenschaftlicher Feldherr erlangte er durch seine Erfolge in den Türkenkriegen, insbesondere bei der Rückeroberung Belgrads, europaweiten Ruhm und den charakteristischen Beinamen, der auf seine blaue Uniform anspielte.
In München hinterließ Max Emanuel tiefgreifende architektonische Spuren. Unter seiner Ägide wurden monumentale Bauvorhaben wie das Schloss Schleißheim und die Erweiterung von Schloss Nymphenburg vorangetrieben. Er brachte den französischen Geschmack nach Bayern und verpflichtete bedeutende Künstler, die das Stadtbild nachhaltig prägten. Sein politischer Ehrgeiz war jedoch weit größer: Er träumte von der Kaiserkrone oder gar dem spanischen Thron für sein Haus. Diese hochfliegenden Pläne führten Bayern im Spanischen Erbfolgekrieg an den Rand des Abgrunds und bescherten dem Land eine jahrelange österreichische Besatzung sowie dem Kurfürsten ein langjähriges Exil.
Trotz der politischen Rückschläge kehrte er schließlich nach München zurück und widmete sich bis zu seinem Lebensende der Verschönerung seiner Residenz. In der Stadtgeschichte bleibt er als ein Fürst in Erinnerung, der die barocke Prachtentfaltung auf die Spitze trieb und München ein Gesicht verlieh, das heute noch Touristen aus aller Welt anzieht. Sein Leben war ein ständiger Wechsel zwischen militärischem Triumph, politischem Wagnis und kultureller Leidenschaft. Er festigte den Anspruch der Wittelsbacher, im Konzert der großen europäischen Mächte eine führende Rolle zu spielen, auch wenn der Preis für diesen Glanz oft die Erschöpfung der Staatskassen war.
In München hinterließ Max Emanuel tiefgreifende architektonische Spuren. Unter seiner Ägide wurden monumentale Bauvorhaben wie das Schloss Schleißheim und die Erweiterung von Schloss Nymphenburg vorangetrieben. Er brachte den französischen Geschmack nach Bayern und verpflichtete bedeutende Künstler, die das Stadtbild nachhaltig prägten. Sein politischer Ehrgeiz war jedoch weit größer: Er träumte von der Kaiserkrone oder gar dem spanischen Thron für sein Haus. Diese hochfliegenden Pläne führten Bayern im Spanischen Erbfolgekrieg an den Rand des Abgrunds und bescherten dem Land eine jahrelange österreichische Besatzung sowie dem Kurfürsten ein langjähriges Exil.
Trotz der politischen Rückschläge kehrte er schließlich nach München zurück und widmete sich bis zu seinem Lebensende der Verschönerung seiner Residenz. In der Stadtgeschichte bleibt er als ein Fürst in Erinnerung, der die barocke Prachtentfaltung auf die Spitze trieb und München ein Gesicht verlieh, das heute noch Touristen aus aller Welt anzieht. Sein Leben war ein ständiger Wechsel zwischen militärischem Triumph, politischem Wagnis und kultureller Leidenschaft. Er festigte den Anspruch der Wittelsbacher, im Konzert der großen europäischen Mächte eine führende Rolle zu spielen, auch wenn der Preis für diesen Glanz oft die Erschöpfung der Staatskassen war.
Quelle
https://de.wikipedia.org/wiki/Maximilian_II._Emanuel_(Bayern)