Ferdinand Maria der Friedliebende, Kurfürst von Bayern
Haus: Wittelsbach Linie: Bayern
* 31.10.1636 (München) – † 26.05.1679 (Schleißheim) · Theatinerkirche
Kinder
Kinder mit Henriette Adelheid von Savoyen
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Maria Anna Victoria von Bayern La Grande Dauphine
(1660–1690)
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Maximilian II. Emanuel der blaue Kurfürst Kurfürst von Bayern
(1662–1726)
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Luise Margarete Antonie Herzogin von Bayern
(1663–1665)
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Ludwig Amadeus Victor Herzog von Bayern
(1665–1665)
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Totgeburt
(1666–1666)
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Kajetan Maria Franz Herzog von Bayern
(1670–1670)
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Joseph Clemens von Bayern Herzog von Bayern
(1671–1723)
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Violante Beatrix von Bayern Erbgroßherzog der Toskana
(1673–1731)
Ferdinand Maria von Bayern war ein Herrscher, der als „der Friedliebende“ in die Geschichte einging und das Kurfürstentum nach den verheerenden Zerstörungen des Dreißigjährigen Krieges wirtschaftlich und kulturell stabilisierte. Er wurde als Sohn des Kurfürsten Maximilian I. und der Maria Anna von Österreich geboren und übernahm bereits in jungen Jahren die Regierungsverantwortung in München.
Seine Herrschaft markiert den Einzug des italienischen Barocks in Bayern, was maßgeblich durch seine Vermählung mit Henriette Adelheid von Savoyen beeinflusst wurde. Das Kurfürstenpaar verwandelte München in eine glanzvolle Residenzstadt nach südeuropäischem Vorbild. Als Dank für die lang ersehnte Geburt des Thronfolgers Max Emanuel initiierten sie den Bau der Theatinerkirche und ließen das Schloss Nymphenburg als sommerliche Residenz vor den Toren der Stadt errichten. Beide Bauwerke prägen bis heute das weltberühmte Stadtbild Münchens.
Politisch verfolgte Ferdinand Maria einen vorsichtigen Kurs der Neutralität zwischen den Großmächten Frankreich und Österreich. Trotz verlockender Angebote, nach der Kaiserkrone zu greifen, blieb er bodenständig und konzentrierte sich auf den inneren Wiederaufbau seines Landes. Er sanierte den Staatshaushalt durch eine kluge Wirtschaftspolitik und förderte den Bergbau sowie die Landwirtschaft. Unter seiner Ägide wurde München zudem ein Zentrum der Musik und des Theaters, wobei die erste Opernaufführung in der Stadt ein bedeutendes kulturelles Aufbruchssignal setzte.
Ferdinand Maria verstarb im Jahr 1679 auf Schloss Schleißheim. Sein Grab befindet sich in der Stiftergruft der Theatinerkirche, jenem Bauwerk, das wie kein zweites für seine tiefe Frömmigkeit und seine Liebe zur Kunst steht. Er hinterließ ein wohlhabendes und kulturell blühendes Bayern, das bereit war für die ehrgeizige Politik seines Sohnes und Nachfolgers.
Seine Herrschaft markiert den Einzug des italienischen Barocks in Bayern, was maßgeblich durch seine Vermählung mit Henriette Adelheid von Savoyen beeinflusst wurde. Das Kurfürstenpaar verwandelte München in eine glanzvolle Residenzstadt nach südeuropäischem Vorbild. Als Dank für die lang ersehnte Geburt des Thronfolgers Max Emanuel initiierten sie den Bau der Theatinerkirche und ließen das Schloss Nymphenburg als sommerliche Residenz vor den Toren der Stadt errichten. Beide Bauwerke prägen bis heute das weltberühmte Stadtbild Münchens.
Politisch verfolgte Ferdinand Maria einen vorsichtigen Kurs der Neutralität zwischen den Großmächten Frankreich und Österreich. Trotz verlockender Angebote, nach der Kaiserkrone zu greifen, blieb er bodenständig und konzentrierte sich auf den inneren Wiederaufbau seines Landes. Er sanierte den Staatshaushalt durch eine kluge Wirtschaftspolitik und förderte den Bergbau sowie die Landwirtschaft. Unter seiner Ägide wurde München zudem ein Zentrum der Musik und des Theaters, wobei die erste Opernaufführung in der Stadt ein bedeutendes kulturelles Aufbruchssignal setzte.
Ferdinand Maria verstarb im Jahr 1679 auf Schloss Schleißheim. Sein Grab befindet sich in der Stiftergruft der Theatinerkirche, jenem Bauwerk, das wie kein zweites für seine tiefe Frömmigkeit und seine Liebe zur Kunst steht. Er hinterließ ein wohlhabendes und kulturell blühendes Bayern, das bereit war für die ehrgeizige Politik seines Sohnes und Nachfolgers.
Quelle
https://de.wikipedia.org/wiki/Ferdinand_Maria_(Bayern)