Henriette Adelheid von Savoyen, Kurfürstin von Bayern
Haus: Savoyen
* 06.11.1636 (Turin) – † 13.03.1676 (München) · Theatinerkirche
Eltern
Keine Eltern erfasst
Kinder
Kinder mit Ferdinand Maria
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Maria Anna Victoria von Bayern La Grande Dauphine
(1660–1690)
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Maximilian II. Emanuel der blaue Kurfürst Kurfürst von Bayern
(1662–1726)
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Luise Margarete Antonie Herzogin von Bayern
(1663–1665)
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Ludwig Amadeus Victor Herzog von Bayern
(1665–1665)
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Totgeburt
(1666–1666)
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Kajetan Maria Franz Herzog von Bayern
(1670–1670)
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Joseph Clemens von Bayern Herzog von Bayern
(1671–1723)
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Violante Beatrix von Bayern Erbgroßherzog der Toskana
(1673–1731)
Henriette Adelheid von Savoyen war die Frau, die den italienischen Barock nach München brachte und das Gesicht der Stadt für immer veränderte. Als Tochter von Herzog Victor Amadeus I. von Savoyen wuchs sie im prachtvollen Turin auf und wurde im Alter von nur sechzehn Jahren mit dem bayerischen Kurfürsten Ferdinand Maria vermählt. Ihre Ankunft in München im Jahr 1652 markierte den Beginn einer kulturellen Revolution an der Isar, da sie den strengen bayerischen Hof in ein Zentrum südeuropäischer Lebensart und Kunst verwandelte.
Ihr bedeutendstes Erbe für das Münchner Stadtbild ist untrennbar mit der Erfüllung eines lang gehegten Wunsches verbunden: der Geburt des Thronfolgers Max Emanuel. Aus Dankbarkeit für dieses Ereignis initiierte sie den Bau der Theatinerkirche, deren markante gelbe Fassade und monumentale Kuppel bis heute das Panorama des Odeonsplatzes dominieren. Zudem gab sie den Anstoß für den Bau von Schloss Nymphenburg, das ursprünglich als italienische Villa für sie geplant war und sich später zur prächtigen Sommerresidenz der Wittelsbacher entwickelte.
Hinter den Kulissen agierte Henriette Adelheid als eine der politisch einflussreichsten Kurfürstinnen Bayerns. Sie pflegte eine enge diplomatische Korrespondenz mit dem französischen Hof unter Ludwig XIV. und versuchte zeitlebens, Bayern fest an das französische Bündnissystem zu binden. Ihr Ziel war es, München zu einer europäischen Metropole auszubauen, die es an Glanz mit Versailles oder Turin aufnehmen konnte. Sie führte die italienische Oper in München ein und schuf damit die Grundlage für die bis heute anhaltende Tradition der Musikstadt.
Sie verstarb im Jahr 1676, nur wenige Jahre vor der Vollendung ihrer großen Bauprojekte. Ihre letzte Ruhestätte fand sie standesgemäß in der von ihr gestifteten Theatinerkirche. Henriette Adelheid bleibt als die Kurfürstin in Erinnerung, die den Geist der Renaissance und des Barocks aus Italien über die Alpen trug und München seine architektonische Seele verlieh.
Ihr bedeutendstes Erbe für das Münchner Stadtbild ist untrennbar mit der Erfüllung eines lang gehegten Wunsches verbunden: der Geburt des Thronfolgers Max Emanuel. Aus Dankbarkeit für dieses Ereignis initiierte sie den Bau der Theatinerkirche, deren markante gelbe Fassade und monumentale Kuppel bis heute das Panorama des Odeonsplatzes dominieren. Zudem gab sie den Anstoß für den Bau von Schloss Nymphenburg, das ursprünglich als italienische Villa für sie geplant war und sich später zur prächtigen Sommerresidenz der Wittelsbacher entwickelte.
Hinter den Kulissen agierte Henriette Adelheid als eine der politisch einflussreichsten Kurfürstinnen Bayerns. Sie pflegte eine enge diplomatische Korrespondenz mit dem französischen Hof unter Ludwig XIV. und versuchte zeitlebens, Bayern fest an das französische Bündnissystem zu binden. Ihr Ziel war es, München zu einer europäischen Metropole auszubauen, die es an Glanz mit Versailles oder Turin aufnehmen konnte. Sie führte die italienische Oper in München ein und schuf damit die Grundlage für die bis heute anhaltende Tradition der Musikstadt.
Sie verstarb im Jahr 1676, nur wenige Jahre vor der Vollendung ihrer großen Bauprojekte. Ihre letzte Ruhestätte fand sie standesgemäß in der von ihr gestifteten Theatinerkirche. Henriette Adelheid bleibt als die Kurfürstin in Erinnerung, die den Geist der Renaissance und des Barocks aus Italien über die Alpen trug und München seine architektonische Seele verlieh.