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Ferdinand Maria Innozenz von Bayern

Haus: Wittelsbach Linie: von Bayern

* 05.08.1699 (Brüssel) – † 09.12.1738 (München) · Theatinerkirche

Ehen:
1. — · mit Anna Maria
Ferdinand Maria Innozenz von Bayern

Kinder

Ferdinand Maria Innozenz von Bayern war ein bayerischer Prinz, der als Sohn des Kurfürsten Max Emanuel und der polnischen Königstochter Therese Kunigunde in eine Zeit großer politischer Umbrüche hineingeboren wurde. Er war ein Bruder des späteren Kaisers Karl VII. und des Kurfürst-Erzbischofs Clemens August, womit er fest in das dichte Machtgefüge des Hauses Wittelsbach eingebunden war. Sein Lebensweg war eng mit der militärischen Laufbahn verknüpft, die ihn bis in den Rang eines kaiserlichen Generalfeldmarschalls führte.

Obwohl er durch seine Heirat mit Anna Maria von Pfalz-Neuburg bedeutende Besitzungen in Böhmen erwarb, blieb seine Verbindung zur bayerischen Heimat und zur Residenzstadt München zeitlebens bestehen. In der Münchner Stadtgeschichte wird er vor allem als hochrangiger Vertreter der kurfürstlichen Familie wahrgenommen, der die militärische Tradition der Wittelsbacher auf europäischer Ebene fortführte. Seine Präsenz am Münchner Hof unterstrich den Anspruch der Familie auf eine führende Rolle im Heiligen Römischen Reich.

Neben seinen ehelichen Nachkommen, zu denen auch der spätere bayerische Thronfolger Clemens Franz gehörte, hinterließ er mit Joseph Ferdinand, dem Grafen von Salern, einen Sohn aus einer außerehelichen Verbindung, dessen Nachfahren die Münchner Gesellschaft über Generationen mitprägten. Ferdinand Maria Innozenz fand seine letzte Ruhe in der Theatinerkirche, der traditionellen Grablege der Wittelsbacher in München. Sein Wirken spiegelt das Schicksal eines Prinzen wider, der zwischen militärischer Pflicht im Dienst des Kaisers und der engen Verbundenheit zu seinem dynastischen Ursprung in der bayerischen Landeshauptstadt stand.