Münchner Straßenverzeichnis

   Karl-Wieninger-Weg          

† vor 20


Karl Wieninger (* 28. April 1905 in München; † 20. August 1999) war ein deutscher Politiker der CSU.

Wieninger ist in München-Sendling aufgewachsen. Er gehörte in der Zeit des Nationalsozialismus zur Freiheitsaktion Bayern, einer königstreuen Oppositionsgruppe.

Mit Übernahme der elterlichen Porzellanfabrik war Wieninger seit 1942 als Unternehmer tätig. Zu Beginn der 1950er Jahre war Wieninger Vorsitzender eines Senats im Entnazifizierungsverfahren und 1969 bis 1972 ehrenamtlicher Handelsrichter am Landgericht München I. Nach Beendigung seiner beruflichen und politischen Laufbahn wirkte er als freischaffender Schriftsteller.

Wieninger war von 1946 bis 1952 Stadtrat in München. Er gehörte dem Deutschen Bundestag von 1953 bis 1965 an. Von 1957 bis 1965 war er Vorsitzender des Bundestagsausschusses für Mittelstandsfragen. Er setzte sich über viele Jahre für ein Verbot des Betriebs- und Belegschaftshandels ein, da dieser den Einzelhandel in seiner Existenz gefährde. Ein auf seine Initiative von den Fraktionen der CDU/CSU und der DP 1958 eingebrachter entsprechender Gesetzesentwurf wurde Ende 1960 von Bundestag und Bundesrat verabschiedet[1]. Bundespräsident Heinrich Lübke weigerte sich jedoch, das Gesetz zu unterzeichnen, da es gegen die im Grundgesetz garantierte Freiheit der Berufswahl verstoße.

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Straßenname Karl-Wieninger-Weg
Benennung 7.12.2000 Erstnennung
Plz 81475
Stadtbezirk 19. Thalkirchen-Obersendling-Forstenried-Fürstenried-Solln | Forstenried
Kategorie Politiker  CSU  Freiheitsaktion Bayern  Widerstandskämpfer  
Gruppe Freiheitsaktion Bayern  
Lat/Lng 48.08176 - 11.48709   
Person Wieninger Karl
geboren 28.4.1905 [München]
gestorben 2.8.1999 [München]
Kategorie Politiker  CSU  Freiheitsaktion Bayern  Widerstandskämpfer  
Gruppe Freiheitsaktion Bayern  
Nation Deutschland
Konfession katholisch
GND 118767860
Leben

Karl Wieninger (* 28. April 1905 in München; † 20. August 1999) war ein deutscher Politiker der CSU.

Wieninger ist in München-Sendling aufgewachsen. Er gehörte in der Zeit des Nationalsozialismus zur Freiheitsaktion Bayern, einer königstreuen Oppositionsgruppe.

Mit Übernahme der elterlichen Porzellanfabrik war Wieninger seit 1942 als Unternehmer tätig. Zu Beginn der 1950er Jahre war Wieninger Vorsitzender eines Senats im Entnazifizierungsverfahren und 1969 bis 1972 ehrenamtlicher Handelsrichter am Landgericht München I. Nach Beendigung seiner beruflichen und politischen Laufbahn wirkte er als freischaffender Schriftsteller.

Wieninger war von 1946 bis 1952 Stadtrat in München. Er gehörte dem Deutschen Bundestag von 1953 bis 1965 an. Von 1957 bis 1965 war er Vorsitzender des Bundestagsausschusses für Mittelstandsfragen. Er setzte sich über viele Jahre für ein Verbot des Betriebs- und Belegschaftshandels ein, da dieser den Einzelhandel in seiner Existenz gefährde. Ein auf seine Initiative von den Fraktionen der CDU/CSU und der DP 1958 eingebrachter entsprechender Gesetzesentwurf wurde Ende 1960 von Bundestag und Bundesrat verabschiedet[1]. Bundespräsident Heinrich Lübke weigerte sich jedoch, das Gesetz zu unterzeichnen, da es gegen die im Grundgesetz garantierte Freiheit der Berufswahl verstoße.

Wikipedia Wikipedia Deutsche Biografie Deutsche National Bibliothek
Benennung 7.12.2000 Erstnennung
Straßenschlüssel 06379
Offiziell Karl Wieninger, geb. 28.04.1905 in München, gest. 2.08.1999 in München. Karl Wieninger leistete aktiv Widerstand gegen das NS-Regime, unter anderem durch die bewaffnete Teilnahme an der Freiheitsaktion Bayern. Er war Gründungsmitglied der CSU München, von 1946 bis 1952 Stadtrat und von 1953 bis 1969 Abgeordneter des Deutschen Bundestages. Für seine politischen und ehrenamtlichen Tätigkeiten wurde er mit zahlreichen hohen Auszeichnungen geehrt.
Straßenverlauf Verläuft von der Allgäuer Straße über die Autobahn A 95 München - Garmisch bis zur Nesselwanger Straße.
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Straßenbenennungen

Straße von Grund bis Grund
Wörishofener Weg1925Erstnennung2000Umbenennung
Karl-Wieninger-Weg7.12.2000Erstnennung

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