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Fischer von Erlach Johann Bernhard
Johann Bernhard Fischer von Erlach
Bildrechte: Johann Adam Delsenbach (1687-1765), Johann Bernhard Fischer, als gemeinfrei gekennzeichnet, Details auf Wikimedia Commons

Johann Bernhard Fischer, seit 1696 von Erlach (* 20. Juli 1656 in Graz; † 5. April 1723 in Wien), war ein österreichischer Architekt des Barocks.

1715 konnte er sich beim Wettbewerb um den Bau der Karlskirche unter anderem gegen Johann Lukas von Hildebrandt durchsetzen. Dieses vielschichtige Gebäude, dessen Fassade in Richtung Hofburg schaut, gilt als sein Hauptwerk. Die Kirche ist dem Heiligen Karl Borromäus gewidmet, dem Schutzheiligen vor der Pest und Namenspatron Kaiser Karls VI. Fischer verarbeitete im Entwurf zur Karlskirche unterschiedliche historische Vorbilder, so auch die Trajanssäule in Rom und verband sie mit modernen architektonischen Mitteln. Nach seinem Tod 1723 übernahm sein Sohn Joseph Emanuel die unvollendeten Projekte, namentlich die Karlskirche, deren Weihe 1737 erfolgte.

Schließlich erhielt er doch noch Aufträge an der Hofburg, namentlich die Hofstallungen und die Hofbibliothek wurden von ihm geplant. Die Hofbibliothek entspricht dem heutigen Prunksaal der Österreichischen Nationalbibliothek und war ursprünglich als freistehendes Gebäude geplant.

Fischer von Erlach ist einer der herausragenden Architekten seiner Zeit, der aber in der österreichischen Architektur nicht zuletzt wegen seiner klassizistischen Ausrichtung isoliert bleibt. Seine Formensprache ist ruhig und monumental – Ornamente treten gegenüber einer Betonung der architektonischen Harmonie zurück. Wo er Projekte anderer Architekten weiterführte, so beim Palais Schwarzenberg, das er von Hildebrandt übernahm, vereinheitlichte er die Fassade. Er näherte sich im zunehmenden Alter mehr und mehr der westeuropäischen, vor allem französischen Architektur an. Wohl aus diesem Grund ist er auch, anders als sein Zeitgenosse Johann Lukas von Hildebrandt, abgesehen von seinem Sohn, ohne Nachfolger geblieben.

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Straßenname Fischer-von-Erlach-Straße
Benennung 1957 Erstnennung
Plz 80689
Stadtbezirk 21. Pasing-Obermenzing | Am Westbad
RubrikPersonen
Kategorie Architekt  Baumeister  
Lat/Lng 48.13923 - 11.47969   
Person Fischer von Erlach Johann Bernhard
geboren 20.7.1656 [Graz]
gestorben 5.4.1723 [Wien]
Kategorie Architekt  Baumeister  
Nation Österreich
GND 118533495
Leben

Johann Bernhard Fischer, seit 1696 von Erlach (* 20. Juli 1656 in Graz; † 5. April 1723 in Wien), war ein österreichischer Architekt des Barocks.

1715 konnte er sich beim Wettbewerb um den Bau der Karlskirche unter anderem gegen Johann Lukas von Hildebrandt durchsetzen. Dieses vielschichtige Gebäude, dessen Fassade in Richtung Hofburg schaut, gilt als sein Hauptwerk. Die Kirche ist dem Heiligen Karl Borromäus gewidmet, dem Schutzheiligen vor der Pest und Namenspatron Kaiser Karls VI. Fischer verarbeitete im Entwurf zur Karlskirche unterschiedliche historische Vorbilder, so auch die Trajanssäule in Rom und verband sie mit modernen architektonischen Mitteln. Nach seinem Tod 1723 übernahm sein Sohn Joseph Emanuel die unvollendeten Projekte, namentlich die Karlskirche, deren Weihe 1737 erfolgte.

Schließlich erhielt er doch noch Aufträge an der Hofburg, namentlich die Hofstallungen und die Hofbibliothek wurden von ihm geplant. Die Hofbibliothek entspricht dem heutigen Prunksaal der Österreichischen Nationalbibliothek und war ursprünglich als freistehendes Gebäude geplant.

Fischer von Erlach ist einer der herausragenden Architekten seiner Zeit, der aber in der österreichischen Architektur nicht zuletzt wegen seiner klassizistischen Ausrichtung isoliert bleibt. Seine Formensprache ist ruhig und monumental – Ornamente treten gegenüber einer Betonung der architektonischen Harmonie zurück. Wo er Projekte anderer Architekten weiterführte, so beim Palais Schwarzenberg, das er von Hildebrandt übernahm, vereinheitlichte er die Fassade. Er näherte sich im zunehmenden Alter mehr und mehr der westeuropäischen, vor allem französischen Architektur an. Wohl aus diesem Grund ist er auch, anders als sein Zeitgenosse Johann Lukas von Hildebrandt, abgesehen von seinem Sohn, ohne Nachfolger geblieben.

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