Münchner Straßenverzeichnis

   Damaschkestraße          

Damaschke Adolf
Adolf Damaschke
Bildrechte: Sebastian Wallroth, Adolf Damaschke, CC BY 4.0

Adolf Wilhelm Ferdinand Damaschke (* 24. November 1865 in Berlin; † 30. Juli 1935 ebenda) war Pädagoge und ein Führer der Bodenreform in Deutschland.

Auch wenn Damaschkes Ideen sich „großräumig“ nicht durchsetzen konnten, so haben sie dennoch das politische Denken und Handeln seiner Zeitgenossen stark beeinflusst. 76 Abgeordnete verschiedener politischer Parteien der Weimarer Nationalversammlung von 1919 waren so genannte „Damaschkianer“.

In der folgenden Zeit entwickelten sich starke Widerstände gegen seine Reformideen. Die politischen Parteien wandten sich von Damaschke ab, weil er parteilos blieb. Die großen Tageszeitungen versagten ihm ihre Unterstützung aus Angst, ihre kapitalkräftigen Anzeigenkunden zu verlieren. Man verdächtigte ihn sogar öffentlich des verkappten Kommunismus.

Die Würdigung seines Wirkens blieb nicht aus. Städte und Dörfer benannten Ortsteile , Straßen, Plätze, Brücken und Kleingartensiedlungen nach dem Bodenreformer. In Magdeburg ist der Damaschkeplatz ein zentraler Verkehrsknotenpunkt am Hauptbahnhof der Stadt. Die Damaschkestraße in Berlin-Charlottenburg trägt ebenso wie die Damaschkestraße in Remscheid-Bökerhöhe und Lünen seinen Namen. Des Weiteren existiert in Kassel die nach ihm benannte Damaschke-Brücke sowie eine weitere Damaschkestraße. Die Universitäten Münster (1919), Berlin (1925) und Gießen (1925) verliehen ihm die Ehrendoktorwürde der Rechte, der Medizin und der Theologie.

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Straßenname Damaschkestraße
Benennung 22.6.1933 Eingemeindung
Plz 81825
Stadtbezirk 15. Trudering-Riem | Trudering-Riem
Kategorie Sozialpolitiker  Nationalökonom  Volkspädagoge  
Lat/Lng 48.121554 - 11.6564   
Person Damaschke Adolf
geboren 24.11.1865 [Berlin]
gestorben 30.7.1935 [Berlin]
Kategorie Sozialpolitiker  Nationalökonom  Volkspädagoge  
Nation Deutschland
Konfession evangelisch
GND 11906121X
Leben

Adolf Wilhelm Ferdinand Damaschke (* 24. November 1865 in Berlin; † 30. Juli 1935 ebenda) war Pädagoge und ein Führer der Bodenreform in Deutschland.

Auch wenn Damaschkes Ideen sich „großräumig“ nicht durchsetzen konnten, so haben sie dennoch das politische Denken und Handeln seiner Zeitgenossen stark beeinflusst. 76 Abgeordnete verschiedener politischer Parteien der Weimarer Nationalversammlung von 1919 waren so genannte „Damaschkianer“.

In der folgenden Zeit entwickelten sich starke Widerstände gegen seine Reformideen. Die politischen Parteien wandten sich von Damaschke ab, weil er parteilos blieb. Die großen Tageszeitungen versagten ihm ihre Unterstützung aus Angst, ihre kapitalkräftigen Anzeigenkunden zu verlieren. Man verdächtigte ihn sogar öffentlich des verkappten Kommunismus.

Die Würdigung seines Wirkens blieb nicht aus. Städte und Dörfer benannten Ortsteile , Straßen, Plätze, Brücken und Kleingartensiedlungen nach dem Bodenreformer. In Magdeburg ist der Damaschkeplatz ein zentraler Verkehrsknotenpunkt am Hauptbahnhof der Stadt. Die Damaschkestraße in Berlin-Charlottenburg trägt ebenso wie die Damaschkestraße in Remscheid-Bökerhöhe und Lünen seinen Namen. Des Weiteren existiert in Kassel die nach ihm benannte Damaschke-Brücke sowie eine weitere Damaschkestraße. Die Universitäten Münster (1919), Berlin (1925) und Gießen (1925) verliehen ihm die Ehrendoktorwürde der Rechte, der Medizin und der Theologie.

Wikipedia Wikipedia Deutsche Biografie Deutsche National Bibliothek
Benennung 22.6.1933 Eingemeindung
Straßenschlüssel 206
Offiziell Nach dem Bodenreformer.
Straßenverlauf Verbindungsstr. zw. Sankt-Augustinus-Str. und Truderinger Str. (östl. Parallelstr. d. Kreuzerweges)
Änderung
Straßenverlauf
DatumAlter VerlaufNeuer VerlaufBemerkung
18.10.1934St.-Augustinus-Straße – Truderinger StraßeUnnützstraße - Truderinger Straßesüdliche Verlängerung
Google Maps
StraßeNameArchitektBaustilJahr
Damaschkestraße 46Schnitterin-Brunnen1939
TitelStraßeStandortKünstlerJahrBild
SchnitterinbrunnenDamaschkestraße 46Leibl Simon1939

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