Dienerstraße in München Altstadt-Lehel
 

Münchner Straßenverzeichnis

   Dienerstraße          

Dienerstraße: Nach einem reichen Rittergeschlecht Dyener (Dinaer, Diner), das 1335 erstmals urkundlich erwähnt wird und sich in München ansiedelte (Haus in der Dienerstraße). *vermutlich 15. Jhdt.

Baureferat 1965

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Straßenname Dienerstraße
Benennung vor 1368 Erstnennung
Plz 80331
Stadtbezirk 1. Altstadt-Lehel | Graggenau
RubrikGeografie
Kategorie Familie  Hausname  
Lat/Lng 48.1385846 - 11.5771891   
1880 Adressbuch  
Eine der ältesten Straßen der Stadt, welche nach einem reichen Rittergeschlechte „Dyener“, „Dinaer“ oder „Diner“ genannte wurde, das ein Haus in derselben besaß, ansehnliche Aemter beim Stadtmagistrat bekleidete und 1309 urkundlich zum erstenmale vorkommt. Die Straße selbst war durch das sogenannte (vordere) „Schwabingerthor“ abgeschlossen, welches nach der Stadterweiterung als Thurm stehenblieb. Dieser erhielt um 1400 nach dem ihm bewohnten Stadtschreiber Peter Krümbel die Benennung „Krümbleinthurm“, hieß später (1615) „Muggenthaler-“, dann „Larosé-“ und seit 1796 „Polizeithurm“, wohl auch „Laroséebogen“, bis er 1842 wegen Baufälligkeit verschwand (s. Weinstraße). Das frühere „Peterseck“ gehört heute zur Dienerstraße.
1894 Rambaldi  
130. Dienerstraße. Verbindet, vom neuen Rathause abzweigend, den Marienplatz mit der Residenzstraße beim ,,englischen Hof«. Eine der ältesten Straßen der Stadt, welche nach einem reichen Rittergeschlechte ,,Dyener«, »Dinaer« oder »Diner« **) genannt wurde, das ein Haus in der derselben besaß, ansehnliche Aemter beim Stadtmagistrate bekleidete und 1335 urkundlich zum erstenmale vorkommt. Ein »Diener« zeichnete sich auch in der Schlacht bei Alling aus. Die Straße selbst war durch das sogenannte (vordere) »Schwabingerthor« abgeschlossen, welches nach der Stadterweiterung als Turm stehen blieb. Dieser hieß früher das Tümlingerthor, in dessen Turm die Stadtarmbrüste und Pfeile aufbewahrt wurden *) und erhielt um 1400 nach dem ihn bewohnenden Stadtschreiber Peter Krümbel die Benennung ,,Krümbleinsturm«, hieß später (1615) »Muggenthaler-«, dann »Larosee-, und seit 1796 »Polizeiturm«, wohl auch »Larosee- bogen« bis er 1842 wegen Baufälligkeit verschwand. Am Schwabingerthor wohnten die reichen Patrizier, Schreiber am Graben. Die außerhalb desselben über den Stadtbach führende Brücke wurde im Jahre 1411 von Stein erbaut. Bei der Erweiterung des Gasthauses zur blauen Traube (Haus Nr. 11), nunmehr englischer Hof, welcher so zu sagen mit dem einen Fuße in der alten innern, mit dem andern in der äußeren Stadt steht, verschwand die letzte Spur dieser Brücke. Das frühere »St. Peters-Eck«, nunmehr Hans Nr. 10 gehört heute zur Dienerstraße. Als der Weinhandel in München noch blühte, und öffentlicher Weinmarkt gehalten wurde (s. Weinstr.), war das Haus Nr. 20 (früher Cafe und Hotel Garni SchafFroth) der Weinstadel für die unter dem Reife seilgebotenen Weine.

**)Münchens Geschichte 1138—18()6 von K. Th. Heigel S. 5; J. M. Mauer, Münchener Stadtbuch S. 46 u- 198. Ob. Arch. XI. 66, 225, 235. Lipowöth, Uhrgeschichte I, 230. *)Oberb. Arch. XI, 226.
1943 Adressbuch  
Nach einem reichen Ritter- und Patriziergeschlecht „Dyener“, „Dinaer“ oder „Diner“.

Verbindung, vom neuen Rathaus abzweigend den Marienplatz mit der Residenzstraße.

1965 Baureferat  
Dienerstraße: Nach einem reichen Rittergeschlecht Dyener (Dinaer, Diner), das 1335 erstmals urkundlich erwähnt wird und sich in München ansiedelte (Haus in der Dienerstraße). *vermutlich 15. Jhdt.
StraßeNameArchitektBaustilJahr
Dienerstraße 12Westlicher Annex des Alten Hofes
Dienerstraße 14Geschäftshaus DallmayrHönig Eugen, Söldner Karl1912
Dienerstraße 16Wohn- und Geschäftshaus1750
Dienerstraße 17Wohn- und Geschäftshaus1900
Dienerstraße 18Altmünchner Bürgerhaus
Dienerstraße 19Wohn- und GeschäftshausLutz Ludwig C. neubarock 1898
Dienerstraße 22Spätbarocke FassadeSpätbarock
StraßeNameArtJahrBild
DienerstraßeStadtverwaltungInschrift1955
Dienerstraße 14Gedenktafel - AlpenvereinGedenktafel
Dienerstraße 21Rosner & SeidlGedenktafel2011
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