Münchner Straßenverzeichnis

   Käthe-Kruse-Straße          

Kruse Käthe Puppenmacherin
Käthe Kruse
Bildrechte: CTHOE, Tenneberg-11, CC BY-SA 3.0

Käthe Kruse (* 17. September 1883 in Dambrau, Landkreis Falkenberg O.S., Schlesien als Katharina Johanna Gertrud Simon; † 19. Juli 1968 in Murnau am Staffelsee) war eine deutsche Schauspielerin und später eine der weltweit bekanntesten Puppenmacherinnen. Ihre Puppen sind heute beliebte Sammlerstücke, die zu sehr hohen Preisen gehandelt werden.

Ab 1916 begann Käthe Kruse mit der Herstellung von Puppenstubenpuppen, zu denen auch zahlreiche Bekleidungsstücke und Accessoires erschienen. Hervor stachen dabei auch kleine Soldatenpuppen, 11 cm hoch und mit bewegbaren Gliedmaßen. Immer mehr Mitbewerber begannen, industriell Puppen herzustellen, die sich an Käthe Kruses Puppen orientierten. 1925 gewann sie einen Prozess um das Urheberrecht an ihren Puppen gegen den Bing-Konzern, der auch mit „Imitation der Käthe Kruse-Puppen“ warb. Dies stellte den ersten Fall dar, dass einem Spielzeug ein künstlerischer Urheberschutz zugesprochen wurde. Einen weiteren Meilenstein für den Betrieb stellt die ab 1928 produzierte „Puppe VIII“, auch „Das deutsche Kind“ genannt, dar, da diese erstmals Echthaar aufwies. Nachempfunden ist das Modell ihrem 1918 geborenen Sohn Friedebald.

Grab von Käthe Kruse auf dem Friedhof in Zell (Schäftlarn) Nach dem Krieg war die Puppenproduktion in der Sowjetischen Besatzungszone kaum noch möglich. 1952 wurde ihr Unternehmen in einen Volkseigenen Betrieb umgewandelt. So gründeten zwei von Käthes Söhnen, darunter der Kinderbuchautor Max Kruse, Werkstätten in Bad Pyrmont und Donauwörth. Sie selbst ging 1954 in die Bundesrepublik Deutschland. Die von Käthe Kruse entworfenen Modelle waren erhalten geblieben und wurden immer noch handgearbeitet.

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Straßenname Käthe-Kruse-Straße
Benennung 14.6.2007 Erstnennung
Stadtbezirk 10. Moosach | Moosach-Bahnhof
RubrikPersonen
Kategorie Kunsthandwerker  
Suchen Puppenmacherin
Lat/Lng 48.1802592 - 11.5040910   
Person Kruse Käthe
geboren 17.9.1883 [Breslau]
gestorben 19.7.1968 [Murnau/Obb.]
Kategorie Kunsthandwerker  
Nation Deutschland
Konfession evangelisch
GND 118567284
Leben

Käthe Kruse (* 17. September 1883 in Dambrau, Landkreis Falkenberg O.S., Schlesien als Katharina Johanna Gertrud Simon; † 19. Juli 1968 in Murnau am Staffelsee) war eine deutsche Schauspielerin und später eine der weltweit bekanntesten Puppenmacherinnen. Ihre Puppen sind heute beliebte Sammlerstücke, die zu sehr hohen Preisen gehandelt werden.

Ab 1916 begann Käthe Kruse mit der Herstellung von Puppenstubenpuppen, zu denen auch zahlreiche Bekleidungsstücke und Accessoires erschienen. Hervor stachen dabei auch kleine Soldatenpuppen, 11 cm hoch und mit bewegbaren Gliedmaßen. Immer mehr Mitbewerber begannen, industriell Puppen herzustellen, die sich an Käthe Kruses Puppen orientierten. 1925 gewann sie einen Prozess um das Urheberrecht an ihren Puppen gegen den Bing-Konzern, der auch mit „Imitation der Käthe Kruse-Puppen“ warb. Dies stellte den ersten Fall dar, dass einem Spielzeug ein künstlerischer Urheberschutz zugesprochen wurde. Einen weiteren Meilenstein für den Betrieb stellt die ab 1928 produzierte „Puppe VIII“, auch „Das deutsche Kind“ genannt, dar, da diese erstmals Echthaar aufwies. Nachempfunden ist das Modell ihrem 1918 geborenen Sohn Friedebald.

Grab von Käthe Kruse auf dem Friedhof in Zell (Schäftlarn) Nach dem Krieg war die Puppenproduktion in der Sowjetischen Besatzungszone kaum noch möglich. 1952 wurde ihr Unternehmen in einen Volkseigenen Betrieb umgewandelt. So gründeten zwei von Käthes Söhnen, darunter der Kinderbuchautor Max Kruse, Werkstätten in Bad Pyrmont und Donauwörth. Sie selbst ging 1954 in die Bundesrepublik Deutschland. Die von Käthe Kruse entworfenen Modelle waren erhalten geblieben und wurden immer noch handgearbeitet.

Bavarikon Wikipedia Deutsche Biografie Deutsche National Bibliothek
Benennung 14.6.2007 Erstnennung
Straßenschlüssel 06546
Offiziell Käthe Kruse, geb. am 17.09.1883 als Katharina Simon in Breslau, gest. am 19.07.1968 in Murnau/Obb., Puppenmacherin. Nach ihrem Schulabschluss 1899 nahm sie Schauspielunterricht und bekam bereits ein Jahr später ihr erstes Engagement in Berlin. Dort lernte sie den Bildhauer Max Kruse kennen. Das Paar bekam insgesamt sieben Kinder. Käthe Kruse begann für ihre Kinder eigene Puppen zu fertigen. Die Natürlichkeit und Schönheit dieser handgefertigten Puppen, die ihren eigenen Kindern nachempfunden waren, machten Käthe Kruse bekannt und berühmt. Bestellungen aus Übersee erforderten die Gründung einer eigenen Werkstätte mit Angestellten. Käthe-Kruse-Puppen wurden zu weltweit begehrten Sammelobjekten.
Straßenverlauf Von der Untermenzinger Straße ca. 170 m in südöstliche Richtung.
Wikipedia Google Maps

Straßen sind das Gedächtnis der Stadt



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