Yorckstraße in München Neuhausen-Nymphenburg
 

Münchner Straßenverzeichnis


Yorck Johann David Ludwig von
Johann David Ludwig von Yorck
Bildrechte: Ernst Gebauer, Ludwig Yorck von Wartenburg, als gemeinfrei gekennzeichnet, Details auf Wikimedia Commons

Johann David Ludwig Graf Yorck von Wartenburg (* 26. September 1759 in Potsdam; † 4. Oktober 1830 auf Gut Klein Oels, Landkreis Ohlau) war ein preußischer Generalfeldmarschall und Begründer des Adelsgeschlechts Yorck von Wartenburg.

Im dann beginnenden Freiheitskrieg gegen Frankreich kämpfte Yorck unter Wittgenstein in den Schlachten von Großgörschen und Bautzen. Der Schlesischen Armee, unter Blücher, zugeteilt, entschied er die Schlacht an der Katzbach und erkämpfte am 3. Oktober 1813 gegen Bertrand in der Schlacht bei Wartenburg den strategisch entscheidenden Elbübergang Blüchers. Ebenso blieb Yorck siegreich bei Möckern in der anschließenden Völkerschlacht bei Leipzig. Nach der Schlacht drängte er die Franzosen am 20. Oktober über die Unstrut. Am 1. Januar 1814 ging Yorck als General der Infanterie bei Kaub über den Rhein und konnte am 11. Februar ein russisches Korps bei Montmirail vor dem Untergang retten. Bei Laon führte am 9. März sein Angriff zum Sieg. Seine letzte Schlacht war die um Paris am 30. März. Am 31. März erhielt er das Großkreuz des Eisernen Kreuzes.

Im März 1814 erhob der König Yorck mit dem Namenszusatz „von Wartenburg“ in den Grafenstand und dotierte ihn mit der ehemaligen Malteserkommende Klein Oels. Nach der Rückkehr Napoleons von Elba erhielt Yorck das Kommando über das 5. Korps, das sich als Reserve an der Elbe sammeln sollte. Da Yorck dies als Zurücksetzung ansah, bat er um seinen Abschied, der ihm erst nach dem Frieden und nach mehrmaliger Wiederholung 1815 gewährt wurde.

Am 5. Mai 1821 wurde er zum Generalfeldmarschall ernannt. Am 4. Oktober 1830 starb Yorck auf seinem vom König verliehenen Gut Klein Oels bei Breslau Er wurde in der Familiengruft des von Karl Friedrich Schinkel entworfenen Mausoleums im Schlosspark von Klein Oels bestattet.

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Straßenname Yorckstraße
Zusatztafel

1.) Johann David Ludwig von Yorck (1759-1830),
ab 1814 Graf von Wartenburg, General in den Befreiungskriegen
gegen das napoleonische Frankreich
2.) Peter Graf Yorck von Wartenburg (1904-1944, hingerichtet),
Jurist, Beteiligung am militärischen Widerstand vom 20 Juli 1944

Benennung 1921 Erstnennung
Plz 80637
Stadtbezirk 9. Neuhausen-Nymphenburg | Dom Petro
RubrikPersonen
Kategorie General  Feldmarschall  
Lat/Lng 48.16062 - 11.53176   
Straßenlänge 0.184 km
Person Yorck Johann David Ludwig von
geboren 26.9.1759 [Potsdam]
gestorben 4.10.1830 [Gut Klein Oels, Landkreis Ohlau]
Kategorie General  Feldmarschall  
Nation Deutschland
Konfession evangelisch
GND 120310805
Leben

Johann David Ludwig Graf Yorck von Wartenburg (* 26. September 1759 in Potsdam; † 4. Oktober 1830 auf Gut Klein Oels, Landkreis Ohlau) war ein preußischer Generalfeldmarschall und Begründer des Adelsgeschlechts Yorck von Wartenburg.

Im dann beginnenden Freiheitskrieg gegen Frankreich kämpfte Yorck unter Wittgenstein in den Schlachten von Großgörschen und Bautzen. Der Schlesischen Armee, unter Blücher, zugeteilt, entschied er die Schlacht an der Katzbach und erkämpfte am 3. Oktober 1813 gegen Bertrand in der Schlacht bei Wartenburg den strategisch entscheidenden Elbübergang Blüchers. Ebenso blieb Yorck siegreich bei Möckern in der anschließenden Völkerschlacht bei Leipzig. Nach der Schlacht drängte er die Franzosen am 20. Oktober über die Unstrut. Am 1. Januar 1814 ging Yorck als General der Infanterie bei Kaub über den Rhein und konnte am 11. Februar ein russisches Korps bei Montmirail vor dem Untergang retten. Bei Laon führte am 9. März sein Angriff zum Sieg. Seine letzte Schlacht war die um Paris am 30. März. Am 31. März erhielt er das Großkreuz des Eisernen Kreuzes.

Im März 1814 erhob der König Yorck mit dem Namenszusatz „von Wartenburg“ in den Grafenstand und dotierte ihn mit der ehemaligen Malteserkommende Klein Oels. Nach der Rückkehr Napoleons von Elba erhielt Yorck das Kommando über das 5. Korps, das sich als Reserve an der Elbe sammeln sollte. Da Yorck dies als Zurücksetzung ansah, bat er um seinen Abschied, der ihm erst nach dem Frieden und nach mehrmaliger Wiederholung 1815 gewährt wurde.

Am 5. Mai 1821 wurde er zum Generalfeldmarschall ernannt. Am 4. Oktober 1830 starb Yorck auf seinem vom König verliehenen Gut Klein Oels bei Breslau Er wurde in der Familiengruft des von Karl Friedrich Schinkel entworfenen Mausoleums im Schlosspark von Klein Oels bestattet.

Bavarikon Wikipedia Deutsche Biografie Deutsche National Bibliothek
Person Yorck von Wartenburg Peter Graf
geboren 1904
gestorben 1944
Kategorie Jurist  Opfer des Nationalsozialismus  Widerstandskämpfer  
Nation Deutschland
Leben
Bundesarchiv, Bild 151-02-12 / CC-BY-SA 3.0, <a rel="nofollow" href="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Bundesarchiv_Bild_151-02-12_detail_Peter_Graf_Yorck_von_Wartenburg.jpg">Bundesarchiv Bild 151-02-12 detail Peter Graf Yorck von Wartenburg</a>, <a rel="nofollow" href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/de/legalcode" rel="license">CC BY-SA 3.0 DE</a>

Peter Graf Yorck von Wartenburg

Peter Graf Yorck von Wartenburg (* 13. November 1904 auf Gut Klein Oels (heute: Oleśnica Mała) bei Ohlau, Niederschlesien; † 8. August 1944 in Berlin-Plötzensee) war ein deutscher Jurist und prominenter Widerstandskämpfer gegen den Nationalsozialismus, der zum Kern der Verschwörer vom 20. Juli 1944 zählte.

Über Helmuth James Graf von Moltke, mit dem ihn seit Januar 1940 eine enge Freundschaft verband, kam Yorck in Kontakt zu verschiedenen Regimegegnern, wie Moltkes Cousin Berthold Graf Schenk von Stauffenberg sowie Adam von Trott zu Solz. Mit Moltke gehörte er zu den Gründungsmitgliedern und prägenden Persönlichkeiten des 1940 entstehenden Kreisauer Kreises, der Vertreter unterschiedlicher politischer und gesellschaftlicher Gruppen zusammenbrachte, um Pläne für ein Deutschland nach dem Ende des NS-Regimes zu entwerfen. Als Moltkes Berliner Wohnung 1943 ausgebombt wurde, zog dieser zu Yorck von Wartenburg in dessen Wohnung in der Hortensienstraße 50 in Berlin-Lichterfelde. Anders als Moltke begrüßte Yorck ein Attentat auf Hitler und drängte nach der Verhaftung Moltkes und näherem Kontakt mit dessen Cousin Claus Graf Schenk von Stauffenberg auf die rasche Umsetzung der Anschlagspläne.

Drei Treffen des Kreises fanden im sogenannten Berghaus, dem Wohnhaus der Familie Moltke nahe dem Schloss Kreisau in Kreisau, häufiger aber noch in der Wohnung der Yorcks in der Hortensienstraße statt. Zum letzten Treffen vor dem Attentat kamen die Verschwörer (Stauffenberg vertreten durch seinen Adjutanten Werner von Haeften) bei Jens Peter Jessen in der nahen Limonenstraße zusammen. Noch nach dem Krieg kamen mehrere vormalige Oppositionelle – zum Teil auf Vermittlung der Witwe Yorck – in der unmittelbaren Nachbarschaft der Yorckschen Wohnung in der Hortensienstraße unter, so neben Jessens Hinterbliebenen der spätere Bundestagspräsident Eugen Gerstenmaier und der spätere Berliner Kultursenator Joachim Tiburtius.

Nach dem gescheiterten Attentat und Umsturzversuch des 20. Juli 1944, bei dessen Gelingen Peter Graf Yorck von Wartenburg im Schattenkabinett Beck/Goerdeler als Staatssekretär des Vizekanzlers Wilhelm Leuschner eingeplant war, wurde er noch am Abend des 20. Juli im Bendlerblock verhaftet, am 8. August 1944 durch den Volksgerichtshof zum Tode verurteilt und am selben Tage in der Hinrichtungsstätte des Strafgefängnises Berlin-Plötzensee auf ausdrücklichen Befehl Hitlers erhängt.

Bavarikon Wikipedia
1965 Baureferat  
Yorckstraße: Ludwig Graf Yorck von Wartenburg (1759-1830), preuß. Feldmarschall, Heerführer in den Befreiungskriegen. *1921
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