Stadtportal zur Münchner Stadtgeschichte
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| Straßenname | Sigmundstraße |
|---|---|
| Benennung | 1.1.1878 Erstnennung |
| Plz | 80538 |
| Stadtbezirk | 1. Altstadt-Lehel | Lehel |
| Rubrik | Personen |
| Kategorie | Herzog |
| Gruppe | Wittelsbacher |
| Lat/Lng | 48.14159 - 11.58396 |
| Straßenlänge | 114.8 m |
| Person | Sigmund |
|---|---|
| geboren | 26.7.1439 |
| gestorben | 1.2.1501 [Schloss Blutenburg] |
| Kategorie | Herzog |
| Gruppe | Wittelsbacher |
| Nation | Deutschland |
| Konfession | katholisch |
| Leben |
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| Grabstätte |
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Sigmundstraße. Der Name dieser Straße soll an den frohsinnigen Herzog Sigmund erinnern, der im Jahre 1463 zur Regierung kam, aber schon nach vier Jahren aus Abneigung gegen das mühselige Amt eines Regenten dieses seinem thatkräftigen jüngeren Bruder Albert (als Herzog Albert IV. der Weise) überließ und sich ins Privatleben zurückzog. Auf seinen Schlössern zu Grünwald, Dachau, Starnberg, Menzing und Rauhofen lebte er noch 36 Jahre lang den Freuden der Jagd und der Musik im Kreise froher Gäste. Sigmund war aber auch ein Freund der Baukunst, Als unter seiner Regierung die Münchener nach dem Vorbilde anderer deutscher Städte jener Zeit wie: Straßburg, Köln, Ulm ec. einen großen gothischen Dom (die Frauenkirche) zu bauen unternahmen, war Herzog Sigmund einer der eifrigsten Beförderer desselben, legte den Grundstein, unterstützte den Weiterbau nach Kräften, und seine Theilnahme eiferte wieder viele Andere zur Beihilfe an. So ist sein Name mit der Geschichte der Stadt unzertrennlich verbunden. (S. Ganghoferstraße.)
Z. E. a. den Herzog Sigmund aus der wittelsbachischen Hauptline Bayern-München, geb. wahrscheinlich zu Straubing 26. Juli 1439, regierte vom 29. Febr. 1460 bis 18. Nov. 1463 gemeinschaftlich mit seinen Bruder Johann IV., nach dessen Tod allein bis 10. Sept. 1465, an welchem Tage sein jüngerer Bruder Albrecht IV. in die Regierung miteintrat, bis Sigismund endlich 3. Sept. 1467 freiwillig auf die Herrschaft verzichtete und sich in das Privatleben zurückzog. Er legte den Grundstein zur Frauenkirche 9. Febr. 1468 und starb in seinem Schlosse Blutenburg bei Menzing (s. Blutenburgstraße) 1. Febr. 1501. Der große Kirchenbau selbst wurde von der Stadt und den frommen Spenden, an welchen übrigens die bayerischen Herzoge bedeutenden Antheil hatten, ausgeführt. Die Helme der Thürme fehlten noch bis zu Anfang des 14. Jahrhunderts (vermuthlich sind sie aus dem J. 1514) wi sie als Stylwidrige Kuppelhauben aufgestülpt wurden. Die Kirche fasst 11000 Menschen. – Seit 28. Sept. 1877, resp. 1. Jan. 1878 trägt die Straße ihren jetzigen Namen, früher hieß sie „Pferd-“ und zuletzt zur Unterscheidung von der „neuen“ (s. Christophstraße) die „alte Pferdstraße“. Diese Benennung leitet sich von den Stallungen der Lehelkaserne ab, die 1805 für die Pferde des Fuhrwesens theilweise auf dem Grunde des einstigen Hieronymitaner-Klosergartens errichtet wurden.
621. Sigmundstraße.Verbindet die Pilotystraße unfern der St. Anna-Kunstmühle mit der Bruderstraße nächst der Lehelkaserne. Der Name dieser Straße soll an den frohsinnigen Herzog Sigmund erinnern, welcher am 26. Juli 1439 wahrscheinlich zu Straubing geboren wurde, vom 29. Febr. 1460 bis 18. Nov. 1463 gemeinschaftlich mit seinem Bruder Johann, nach dessen Tode allein bis 10. Sept. 1465 regierte, an welchem Tage sein jüngerer Bruder Albrecht IV. in die Regierung mit eintrat, bis Sigmund endlich am 3. Sept. 1467 aus Abneigung gegen das mühselige Amt eines Regenten dieses seinem thatkräftigen jüngeren Bruder überließ und sich in das Privatleben zurückzog. Auf seinen Schlössern zu Grünwald, Dachau, Starnberg, Menzing und Nauhofen lebte er noch 36 Jahre lang den Freuden der Jagd und der Musik im Kreise froher Gäste. Sigmund war aber auch ein Freund der Baukunst. Als die Münchener nach dem Vorbilde anderer deutscher Städte jener Zeit wie: Straßburg, Köln, Ulm ec. einen großen gotischen Dom (die Frauenkirche) zu bauen unternahmen, war Herzog Sigmund einer der eifrigsten Beförderer desselben, legte den Grundstein am 9. Februar 1468, unterstützte den Weiterbau nach Kräften, und seine Teilnahme eiferte wieder viele andere zur Beihilfe an. So ist sein Name mit der Geschichte der Stadt unzertrennlich verbunden. Herzog Sigmund starb in seinem Schlosse Blutenburg bei Menzing 1. Februar 1501. Seit 28. September 1877, resp. 1. Januar 1878, trägt die Straße ihren jetzigen Namen; früher hieß sie ,,Pferd«- und zuletzt zur Unterscheidung von der ,,neuen« (s. Christophstraße) die ,,alte Pferdstraße« Diese Benennung leitete sich von den Stallungen der Lehelkaserne ab, die 1805 für die Pferde des Fuhrwesens teilweise auf dem Grunde des einstigen Hieronymitaner-Klostergartens errichtet wurden.
| Straße | von | Grund | bis | Grund |
|---|---|---|---|---|
| Alte Pferdstraße | Erstnennung | 1.1.1878 | Umbenennung | |
| Sigmundstraße | 1.1.1878 | Erstnennung |
Straßen sind das Gedächtnis der Stadt