Paul-Löbe-Straße in München Ramersdorf-Perlach
 

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   Paul-Löbe-Straße          

Löbe  Paul
Paul Löbe
Bildrechte: Bundesarchiv, Bild 102-01053A / CC-BY-SA 3.0, Bundesarchiv Bild 102-01053A, Paul Löbe, CC BY-SA 3.0 DE

Paul Gustav Emil Löbe (* 14. Dezember 1875 in Liegnitz, Schlesien; † 3. August 1967 in Bonn) war ein deutscher Politiker (SPD) und Reichstagspräsident.

Löbe war seit 1895 Mitglied der SPD. Er gründete 1898 den SPD-Ortsverein von Ilmenau. 1899 wurde er Vorsitzender der SPD in Mittelschlesien. Schon 1919/1920 bemühte er sich um eine Verständigung mit dem gemäßigten Flügel der USPD, der sich 1922 der SPD wieder anschloss. Der Reichsvorstand der SPD schlug ihn nach Friedrich Eberts Tod 1925 als Kandidaten für die Reichspräsidentschaft vor. Löbe lehnte jedoch ab, weil er seinen Platz im Parlament sah. 1932/1933 war er außerdem Redakteur des Vorwärts. 1933 war er wenige Tage lang Vorsitzender eines gewählten „Direktoriums“ der Inlands-SPD, bis die Partei am 22. Juni 1933 verboten wurde. Löbe wurde verhaftet und ins KZ Breslau-Dürrgoy eingeliefert. Dort wurde er von der SA- Leuten schwer misshandelt.

Nach dem Zweiten Weltkrieg beteiligte sich Löbe maßgeblich am Wiederaufbau der SPD und wurde Mitglied des Berliner Zentralausschusses der Partei. Dabei lehnte er die Zwangsvereinigung mit der KPD zur SED in der sowjetischen Besatzungszone strikt ab. Er verließ deshalb den Zentralausschuss der (Ost-)Berliner SPD und engagierte sich in der SPD der Westsektoren, die selbständig blieb. 1947 wurde er zum Vorsitzenden des Außenpolitischen Ausschusses der SPD ernannt.

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Straßenname Paul-Löbe-Straße
Zusatztafel

Paul Löbe (1875-1967),
Schriftsetzer, Journalist, Politiker,
1920-1924/1925-1933 Reichtagspräsident,
1933 für einige Monate inhaftiert, 1944 aufgrund
seiner Verbindung zum Widerstand gegen das NS-Regime
erneute Inhaftierung, ab 1945 wieder in der Politik tätig

Benennung 1973 Erstnennung
Plz 81737
Stadtbezirk 16. Ramersdorf-Perlach | Neuperlach
RubrikPersonen
Kategorie Politiker  Reichstagspräsident  SPD  
Lat/Lng 48.10015 - 11.64085   
Straßenlänge 0.2 km
Person Löbe Paul
geboren 14.12.1875 [Schlesien]
gestorben 3.8.1967 [Bonn]
Kategorie Politiker  Reichstagspräsident  SPD  
Nation Deutschland
GND 118728725
Leben

Paul Gustav Emil Löbe (* 14. Dezember 1875 in Liegnitz, Schlesien; † 3. August 1967 in Bonn) war ein deutscher Politiker (SPD) und Reichstagspräsident.

Löbe war seit 1895 Mitglied der SPD. Er gründete 1898 den SPD-Ortsverein von Ilmenau. 1899 wurde er Vorsitzender der SPD in Mittelschlesien. Schon 1919/1920 bemühte er sich um eine Verständigung mit dem gemäßigten Flügel der USPD, der sich 1922 der SPD wieder anschloss. Der Reichsvorstand der SPD schlug ihn nach Friedrich Eberts Tod 1925 als Kandidaten für die Reichspräsidentschaft vor. Löbe lehnte jedoch ab, weil er seinen Platz im Parlament sah. 1932/1933 war er außerdem Redakteur des Vorwärts. 1933 war er wenige Tage lang Vorsitzender eines gewählten „Direktoriums“ der Inlands-SPD, bis die Partei am 22. Juni 1933 verboten wurde. Löbe wurde verhaftet und ins KZ Breslau-Dürrgoy eingeliefert. Dort wurde er von der SA- Leuten schwer misshandelt.

Nach dem Zweiten Weltkrieg beteiligte sich Löbe maßgeblich am Wiederaufbau der SPD und wurde Mitglied des Berliner Zentralausschusses der Partei. Dabei lehnte er die Zwangsvereinigung mit der KPD zur SED in der sowjetischen Besatzungszone strikt ab. Er verließ deshalb den Zentralausschuss der (Ost-)Berliner SPD und engagierte sich in der SPD der Westsektoren, die selbständig blieb. 1947 wurde er zum Vorsitzenden des Außenpolitischen Ausschusses der SPD ernannt.

Bavarikon Wikipedia Deutsche Biografie Deutsche National Bibliothek
Benennung 1973 Erstnennung
Offiziell Paul Löbe, geb. 14.12.1875 in Liegnitz, gest. 3.8.1967 inn Bonn. Schriftsetzer und Journalist, 1919/20 Mitglied er Weimarer Nationalversammlung, dann bis 1933 Mitglied des Reichstags als SPD-Abgeordneter. Als Reichstagspräsident von 1920-1932 (mit Unterbrechnung 1924) zeigte er sich bei der damaligen schwierigen politischen Situation großes Geschick und übte sein Amt mit wahrhaft demokratischer Würde aus. Schon damals betrachtete er die deutsch-französische Aussöhnung als Voraussetzung für eine europäische Vereinigung.
Die Verwirklichung von Freiheit und sozialer Gerechtigkeit waren stets sein oberstes Anliegen und trotz Verfolgung und langjähriger KZ-Haft während der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft hielt er an seiner aufrechten Gesinnung fest.
Seit 1945 wieder in der SPD tätig, gehörte er 1948/49 dem Parlamentarischen Rat und 1949 - 1953 dem Bundestag an, !954 wurder er Präsident des Kuratoriums Unteilbares Deutschland.
DatumQuelleA
02.05.1973Benennung von öffentlichen Verkehrsflächen
im Zentrum von Neuperlach nach zeitgenössischen Politikern
DE-1992-STRA-40-73 Straßenbenennungen 1973 - 0
Baurerferat-Bauverwaltung -> Stadtarchiv
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