Münchner Straßenverzeichnis

   Methfesselstraße          

† vor 150


Methfessel Albert
Albert Methfessel
Bildrechte: Gemeinfrei (Wikipedia 2018)

Johann Albrecht Gottlieb Methfessel (* 6. Oktober 1785 in Stadtilm; † 23. März 1869 in Heckenbeck) war ein deutscher Komponist und Dirigent.

Ab 1801 besuchte er das Gymnasium in Rudolstadt, studierte von 1807 bis 1810 Theologie und klassische Literatur in Leipzig. Da er seine eigentliche Bestimmung in der Musik sah, begann er, mit finanzieller Unterstützung der Regentin von Schwarzburg-Rudolstadt, Karoline von Hessen-Homburg, eine Gesangsausbildung in Dresden. Er war von 1810 bis 1811 als Kammersänger am Hoftheater in Rudolstadt und als Gesangs- und Instrumentenlehrer tätig. Er war mit Johann Wolfgang von Goethe bekannt und unterrichtete Friedrich Schillers Tochter Emilie im Gesang.

Als 1813 auch in Schwarzburg-Rudolstadt Patrioten zum Kampf gegen die napoleonische Besatzung aufriefen, wollte Methfessel nicht abseitsstehen. Er widmete dem dort aufgestellten Freikorps das Lied Hinaus in die Ferne. Bis 1816 lebte er in Rudolstadt. 1818 veröffentlichte er das Allgemeine Commers- und Liederbuch. Ab 1823 war Methfessel Musiklehrer und Dirigent in Hamburg, dort gründete er am 19. April 1823 die Hamburger Liedertafel. In dieser Zeit komponierte er die Hamburg-Hymne Hammonia, die am 19. April 1828 zum 5-jährigen Jubiläum der Hamburger Liedertafel von dieser erstmals öffentlich vorgetragen wurde. Ab 1832 war er als Nachfolger Gottlob Wiedebeins Hofkapellmeister am Opernhaus in Braunschweig. Ein Gehörleiden führte 1841 zu seiner vorzeitigen Pensionierung und beendete seine berufliche Schaffensphase.[2] Er erhielt 1865 den Ehrendoktor der Philosophischen Fakultät der Universität Jena.

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Straßenname Methfesselstraße
Benennung 13.8.1936 Erstnennung
Plz 81547
Stadtbezirk 18. Untergiesing - Harlaching | Neuharlaching
Kategorie Komponist  Dirigent  
Lat/Lng 48.09669 - 11.58002   
Straßenlänge 0.098 km
Person Methfessel Albert
geboren 6.10.1785 [Stadtilm]
gestorben 23.3.1869 [Heckenbeck]
Kategorie Komponist  Dirigent  
Nation Deutschland
Konfession evangelisch
GND 116953829
Leben

Johann Albrecht Gottlieb Methfessel (* 6. Oktober 1785 in Stadtilm; † 23. März 1869 in Heckenbeck) war ein deutscher Komponist und Dirigent.

Ab 1801 besuchte er das Gymnasium in Rudolstadt, studierte von 1807 bis 1810 Theologie und klassische Literatur in Leipzig. Da er seine eigentliche Bestimmung in der Musik sah, begann er, mit finanzieller Unterstützung der Regentin von Schwarzburg-Rudolstadt, Karoline von Hessen-Homburg, eine Gesangsausbildung in Dresden. Er war von 1810 bis 1811 als Kammersänger am Hoftheater in Rudolstadt und als Gesangs- und Instrumentenlehrer tätig. Er war mit Johann Wolfgang von Goethe bekannt und unterrichtete Friedrich Schillers Tochter Emilie im Gesang.

Als 1813 auch in Schwarzburg-Rudolstadt Patrioten zum Kampf gegen die napoleonische Besatzung aufriefen, wollte Methfessel nicht abseitsstehen. Er widmete dem dort aufgestellten Freikorps das Lied Hinaus in die Ferne. Bis 1816 lebte er in Rudolstadt. 1818 veröffentlichte er das Allgemeine Commers- und Liederbuch. Ab 1823 war Methfessel Musiklehrer und Dirigent in Hamburg, dort gründete er am 19. April 1823 die Hamburger Liedertafel. In dieser Zeit komponierte er die Hamburg-Hymne Hammonia, die am 19. April 1828 zum 5-jährigen Jubiläum der Hamburger Liedertafel von dieser erstmals öffentlich vorgetragen wurde. Ab 1832 war er als Nachfolger Gottlob Wiedebeins Hofkapellmeister am Opernhaus in Braunschweig. Ein Gehörleiden führte 1841 zu seiner vorzeitigen Pensionierung und beendete seine berufliche Schaffensphase.[2] Er erhielt 1865 den Ehrendoktor der Philosophischen Fakultät der Universität Jena.

Wikipedia Wikipedia Deutsche Biografie Deutsche National Bibliothek
Benennung 13.8.1936 Erstnennung
Straßenschlüssel 297
Offiziell Albert Methfessel, Verfasser u. Komponlst zahlreicher Volks- u. Kampflieder ("Der Gotts der Eisen wachsen ließ"} "Deutsches Herz, verzagt nie"). Geb. 6.10.1785 zu Stadtilm (Thür.) gest.23.3.1869 zu Heckenbeck b/Gandersheim.
Straßenverlauf Verb. Str. zw. Nauplia u. Oberbiberger Str. südwestl. vom Mangfallplatz
DatumQuelleA
13.08.1936Straßenbenennungen 1936/II.Teil
Entscheidung des Oberbürgermeisters vom 13.8.36
DE-1992-STRA-35 Übersichten über Straßenbenennungen 1929 - 1939
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