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Humperdinck Engelbert
Engelbert Humperdinck
Bildrechte: Gemeinfrei (Wikipedia 2017)

Engelbert Humperdinck (* 1. September 1854 in Siegburg; † 27. September 1921 in Neustrelitz) war ein deutscher Komponist der Spätromantik. Berühmt wurde er vor allem durch seine Märchenoper Hänsel und Gretel.

1890 bat ihn seine Schwester Adelheid, die in Bonn mit dem Arzt Hermann Wette verheiratet war, die Musik zu den Liedern in einem von ihr verfassten Märchenspiel „Hänsel und Gretel“ für Kinder zu schreiben („etwas recht Hübsches, Volkstümliches“). Humperdinck erledigte diesen Auftrag umgehend und zur vollen Zufriedenheit, jedoch ließ ihn der Stoff nicht mehr los. Er gestaltete das kleine Werk nach und nach zu einer Voll-Oper um. Die Uraufführung fand am 23. Dezember 1893 in Weimar unter der musikalischen Leitung von Richard Strauss statt. München, Karlsruhe und andere Theater folgten wenige Tage später. Hatten die Intendanten angesichts des völlig aus dem üblichen Rahmen fallenden Charakters der Oper mit nur wenigen Aufführungen gerechnet, so sahen sie sich bald eines besseren belehrt. Der enorme Erfolg beim Publikum führte dazu, dass in den folgenden Monaten 50 Bühnen „Hänsel und Gretel“ in ihr Programm aufnahmen. Seither gehört „Hänsel und Gretel“ zu den meistgespielten Opern.

Die Einnahmen aus seiner Erfolgsoper erlaubten es Humperdinck, 1897 seine Stelle in Frankfurt aufzugeben. Er erwarb im Rheinstädtchen Boppard ein großes Landhaus (das „Humperdinck-Schlösschen“) und widmete sich ganz dem Komponieren. Sein schöpferischer Elan war wiedergekehrt. In den folgenden Jahren entstanden zahlreiche Kompositionen der verschiedensten Genres – Lieder, Kammermusik, Orchesterwerke, Schauspielmusik und Opern.

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Straßenname Humperdinckstraße
Benennung 1924 Erstnennung
Plz 80807
Stadtbezirk 11. Milbertshofen-Am Hart | Milbertshofen
RubrikPersonen
Kategorie Komponist  
Lat/Lng 48.18270 - 11.57398   
Person Humperdinck Engelbert
geboren 1.9.1854 [Siegburg]
gestorben 27.9.1921 [Neustreliz]
Kategorie Komponist  
Nation Deutschland
Konfession katholisch
GND 11855476X
Leben

Engelbert Humperdinck (* 1. September 1854 in Siegburg; † 27. September 1921 in Neustrelitz) war ein deutscher Komponist der Spätromantik. Berühmt wurde er vor allem durch seine Märchenoper Hänsel und Gretel.

1890 bat ihn seine Schwester Adelheid, die in Bonn mit dem Arzt Hermann Wette verheiratet war, die Musik zu den Liedern in einem von ihr verfassten Märchenspiel „Hänsel und Gretel“ für Kinder zu schreiben („etwas recht Hübsches, Volkstümliches“). Humperdinck erledigte diesen Auftrag umgehend und zur vollen Zufriedenheit, jedoch ließ ihn der Stoff nicht mehr los. Er gestaltete das kleine Werk nach und nach zu einer Voll-Oper um. Die Uraufführung fand am 23. Dezember 1893 in Weimar unter der musikalischen Leitung von Richard Strauss statt. München, Karlsruhe und andere Theater folgten wenige Tage später. Hatten die Intendanten angesichts des völlig aus dem üblichen Rahmen fallenden Charakters der Oper mit nur wenigen Aufführungen gerechnet, so sahen sie sich bald eines besseren belehrt. Der enorme Erfolg beim Publikum führte dazu, dass in den folgenden Monaten 50 Bühnen „Hänsel und Gretel“ in ihr Programm aufnahmen. Seither gehört „Hänsel und Gretel“ zu den meistgespielten Opern.

Die Einnahmen aus seiner Erfolgsoper erlaubten es Humperdinck, 1897 seine Stelle in Frankfurt aufzugeben. Er erwarb im Rheinstädtchen Boppard ein großes Landhaus (das „Humperdinck-Schlösschen“) und widmete sich ganz dem Komponieren. Sein schöpferischer Elan war wiedergekehrt. In den folgenden Jahren entstanden zahlreiche Kompositionen der verschiedensten Genres – Lieder, Kammermusik, Orchesterwerke, Schauspielmusik und Opern.

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