Goerdelerstraße in München Feldmoching-Hasenbergl
 

Münchner Straßenverzeichnis

   Goerdelerstraße          

Goerdeler Carl Friedrich
Carl Friedrich Goerdeler
Bildrechte: unbekannt; Rechteinhaber: Familie Goerdeler und die Carl und Anneliese Goerdeler-Stiftung, Carl Goerdeler, CC BY-SA 3.0

Carl Friedrich Goerdeler (* 31. Juli 1884 in Schneidemühl, Provinz Posen; † 2. Februar 1945 in Berlin-Plötzensee) war ein deutscher Jurist, Politiker (DNVP) und Widerstandskämpfer gegen den Nationalsozialismus. Er gehörte zu den führenden zivilen Köpfen der Widerstandsbewegung und sollte nach dem Attentat vom 20. Juli 1944, an dessen Planung er maßgeblich beteiligt war, das Amt des Reichskanzlers übernehmen.

Die Machtübertragung an die NSDAP Anfang 1933 bewertete Goerdeler zunächst positiv. Aus seiner konservativen Weltanschauung heraus weigerte er sich jedoch von Anfang an, Mitglied der Partei zu werden, und entwickelte sich bis 1936 zu einem entschiedenen Gegner des NS-Regimes. Als die Nazis im November 1936 in einer Nacht-und-Nebel-Aktion das Leipziger Denkmal des Komponisten Felix Mendelssohn Bartholdy aufgrund dessen jüdischer Herkunft beseitigten, trat Goerdeler demonstrativ vom Amt des Oberbürgermeisters zurück. In den folgenden Jahren reiste er durch die Staaten der Westmächte, um vor dem Nationalsozialismus zu warnen und die alliierten Regierungen zu beraten.

Mit Beginn des Zweiten Weltkrieges bildete sich um Goerdeler ein konservativer Kreis des zivilen Widerstands heraus, der das Ende der NS-Herrschaft herbeiführen wollte. Dieser sogenannte „Goerdeler-Kreis“ war ein geistiges Zentrum der Opposition gegen Hitler und verfügte über zahlreiche Kontakte zu anderen Widerstandsgruppen, insbesondere zum militärischen Widerstand um Ludwig Beck. Nach dem Scheitern des Attentats vom 20. Juli wurde Goerdeler im August 1944 denunziert, vom „Volksgerichtshof“ zum Tode verurteilt und am 2. Februar 1945 in Berlin-Plötzensee hingerichtet.

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Straßenname Goerdelerstraße
Zusatztafel

Carl Friedrich Goerdeler (1884-1945),
Oberbürgermeister von Leipzig,
führendes Mitglied im Widerstand gegen
da NS-Regime, im Zusammenhang mit
dem Attentat vom 20. Juli 1944
in Berlin-Plötzensee hingerichtet

Benennung 1955 Erstnennung
Plz 80995
Stadtbezirk 24. Feldmoching-Hasenbergl | Lerchenau-West
RubrikPersonen
Kategorie Drittes Reich  Jurist  Politiker  Bürgermeister  Widerstandskämpfer  Opfer des Nationalsozialismus  DNVP  
Lat/Lng 48.19419 - 11.53278   
Person Goerdeler Carl Friedrich
geboren 31.7.1884 [Schneidemühl, Provinz Posen]
gestorben 2.2.1945 [Berlin-Plötzensee][Hingerichtet]
Kategorie Drittes Reich  Jurist  Politiker  Bürgermeister  Widerstandskämpfer  Opfer des Nationalsozialismus  DNVP  
Nation Deutschland
Konfession evangelisch
GND 118695797
Leben

Carl Friedrich Goerdeler (* 31. Juli 1884 in Schneidemühl, Provinz Posen; † 2. Februar 1945 in Berlin-Plötzensee) war ein deutscher Jurist, Politiker (DNVP) und Widerstandskämpfer gegen den Nationalsozialismus. Er gehörte zu den führenden zivilen Köpfen der Widerstandsbewegung und sollte nach dem Attentat vom 20. Juli 1944, an dessen Planung er maßgeblich beteiligt war, das Amt des Reichskanzlers übernehmen.

Die Machtübertragung an die NSDAP Anfang 1933 bewertete Goerdeler zunächst positiv. Aus seiner konservativen Weltanschauung heraus weigerte er sich jedoch von Anfang an, Mitglied der Partei zu werden, und entwickelte sich bis 1936 zu einem entschiedenen Gegner des NS-Regimes. Als die Nazis im November 1936 in einer Nacht-und-Nebel-Aktion das Leipziger Denkmal des Komponisten Felix Mendelssohn Bartholdy aufgrund dessen jüdischer Herkunft beseitigten, trat Goerdeler demonstrativ vom Amt des Oberbürgermeisters zurück. In den folgenden Jahren reiste er durch die Staaten der Westmächte, um vor dem Nationalsozialismus zu warnen und die alliierten Regierungen zu beraten.

Mit Beginn des Zweiten Weltkrieges bildete sich um Goerdeler ein konservativer Kreis des zivilen Widerstands heraus, der das Ende der NS-Herrschaft herbeiführen wollte. Dieser sogenannte „Goerdeler-Kreis“ war ein geistiges Zentrum der Opposition gegen Hitler und verfügte über zahlreiche Kontakte zu anderen Widerstandsgruppen, insbesondere zum militärischen Widerstand um Ludwig Beck. Nach dem Scheitern des Attentats vom 20. Juli wurde Goerdeler im August 1944 denunziert, vom „Volksgerichtshof“ zum Tode verurteilt und am 2. Februar 1945 in Berlin-Plötzensee hingerichtet.

Bavarikon Wikipedia Deutsche Biografie Deutsche National Bibliothek
Benennung 1955 Erstnennung
Offiziell Carl Friedrich Goerdeler, geb. 31.7.1884 in Schneidemtihl/W.Pr,, Oberbürgermeister von Leipzig, wurde als einer der Hauptträger des deutschen Widerstandes hingerichtet nach dem Staatsstreich vom 20.7.1944.
1965 Baureferat  
Goerdelerstraße: Carl Friedrich Goerdeler (1884-1945 ), O berb ürgermeister von Leipzig, wurde als einer der Haupttröger des deutschen Widerstandes nach dem Attentat vom 20. Juli 1944 hingerichtet. *1955
DatumQuelleA
07.04.1955Straßenbenenung
DE-1992-STRA-40-68a Straßenbenennungen 1955 - 1962
Wiederaufbaureferat -> Stadtarchiv München
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