Münchner Straßenverzeichnis

   Egmontstraße          

Egmont Lamoral Graf von
Egmont Lamoral Graf von
Bildrechte: Angelica Kauffman creator QS:P170,Q123098, EgmontUndKlaerchenZeichnungVonAngelikasKauffmannFuerKupferInGoetheSchriftenS123, als gemeinfrei gekennzeichnet, Details auf Wikimedia Commons

Graf Lamoral von Egmond, Fürst von Gavre (Gavere) (* 18. November 1522 auf Schloss La Hamaide im Hennegau; † 5. Juni 1568 in Brüssel; manchmal auch Egmont geschrieben), war Statthalter von Flandern und Artois, Heer der Hohen Herrlichkeit von Purmerend, Purmerland und Ilpendam, Baron von Fiennes, Herr von Hoogwoud und Aartswoud, Sotteghem, Armentières und Auxy.

Er stellte sich zur Unterwerfung des Aufstandes der Regentin zur Verfügung, leistete ihr einen erneuerten Treueid und half, das königliche Regiment auf neuer Grundlage zu festigen. Dennoch zürnte ihm Philipp wegen seiner früheren Opposition. Egmond aber fühlte sich ganz sicher, ließ die Warnungen Wilhelms von Oranien auf ihrer letzten Zusammenkunft in Willebroek unbeachtet, ging Alba, als derselbe 1567 in die Niederlande kam, bis zur Grenze entgegen und ritt an seiner Seite in Brüssel ein. Dennoch wurde er am 9. September gefangengenommen und vor den Ausnahmegerichtshof Albas, den sogenannten Blutrat, gestellt. Sein Privilegium als Ritter des Vlieses wurde nicht geachtet; als Hochverräter und Rebell wurde er zum Tode verurteilt und gleichzeitig mit dem Grafen von Hoorn am 5. Juni 1568 auf dem Großen Markt in Brüssel enthauptet.

Schicksal ist Gegenstand des klassischen Trauerspiels Egmont von Johann Wolfgang von Goethe, wobei der Charakter der von Goethe geschilderten Figur vom historischen Egmond abweicht.

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Straßenname Egmontstraße
Benennung 18.10.1934 Erstnennung
Plz 80809
Stadtbezirk 4. Schwabing-West | Am Luitpoldpark
RubrikPersonen
Kategorie Staatsmann  
Lat/Lng 48.17298 - 11.5636   
Person Egmont Lamoral Graf von
geboren 18.11.1522 [Schloss La Hamaide im Hennegau]
gestorben 5.6.1568 [Brüssel]
Kategorie Staatsmann  
Nation Niederlanden
Konfession katholisch
GND 118529153
Leben

Graf Lamoral von Egmond, Fürst von Gavre (Gavere) (* 18. November 1522 auf Schloss La Hamaide im Hennegau; † 5. Juni 1568 in Brüssel; manchmal auch Egmont geschrieben), war Statthalter von Flandern und Artois, Heer der Hohen Herrlichkeit von Purmerend, Purmerland und Ilpendam, Baron von Fiennes, Herr von Hoogwoud und Aartswoud, Sotteghem, Armentières und Auxy.

Er stellte sich zur Unterwerfung des Aufstandes der Regentin zur Verfügung, leistete ihr einen erneuerten Treueid und half, das königliche Regiment auf neuer Grundlage zu festigen. Dennoch zürnte ihm Philipp wegen seiner früheren Opposition. Egmond aber fühlte sich ganz sicher, ließ die Warnungen Wilhelms von Oranien auf ihrer letzten Zusammenkunft in Willebroek unbeachtet, ging Alba, als derselbe 1567 in die Niederlande kam, bis zur Grenze entgegen und ritt an seiner Seite in Brüssel ein. Dennoch wurde er am 9. September gefangengenommen und vor den Ausnahmegerichtshof Albas, den sogenannten Blutrat, gestellt. Sein Privilegium als Ritter des Vlieses wurde nicht geachtet; als Hochverräter und Rebell wurde er zum Tode verurteilt und gleichzeitig mit dem Grafen von Hoorn am 5. Juni 1568 auf dem Großen Markt in Brüssel enthauptet.

Schicksal ist Gegenstand des klassischen Trauerspiels Egmont von Johann Wolfgang von Goethe, wobei der Charakter der von Goethe geschilderten Figur vom historischen Egmond abweicht.

Bavarikon Wikipedia Deutsche Biografie Deutsche National Bibliothek
Benennung 18.10.1934 Erstnennung
Straßenschlüssel 274
Offiziell Trauerspiel von Goethe.
Straßenverlauf Verb. Str. zw. Gartenstr. Egmontstr. und Wilhelm-Meister- Str., östlich der Fürstenbergstr.
1943 Adressbuch  
Trauerspiel von Goethe.

Verbindet die Gartenstraße mit der Wilhelm-Meister-Straße.

1965 Baureferat  
Egmontstraße: Lamoral Graf von Egmont (1522-1568), Gegner der spanischen Zentralisierungspolitik in den Niederlanden, wurde deshalb enthauptet. (Goethe’s gleichnamiges Drama zeigt nicht den geschichtlichen Grafen Egmont.) *1934
DatumQuelleA
18.10.1934Straßenumbenennungen 1934
Beschluß des Hauptausschusses vom 18. X. 1934
DE-1992-STRA-35 Übersichten über Straßenbenennungen 1929 - 1939
Wikipedia Google Maps

Straßen sind das Gedächtnis der Stadt



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