Katharina von Schweden Prinzessin von Schweden

Katharina von Schweden, Prinzessin von Schweden

Haus: Wasa

* 19.11.1584 (Nyköping) – † 13.12.1638 Strängnäs /Dom

Ehen:
1. — · mit Johann Kasimir
Katharina von Schweden

Kinder

Katharina Wasa nimmt eine Schlüsselposition in der europäischen Dynastiegeschichte ein, da sie die biologische und rechtliche Brücke zwischen dem schwedischen Königshaus Wasa und dem pfälzischen Zweig der Wittelsbacher schlug. Als Tochter König Karls IX. von Schweden wuchs sie in einem Umfeld auf, das von der Sicherung des Protestantismus und dem Aufstieg Schwedens zur Großmacht geprägt war.

Durch ihre Vermählung mit Pfalzgraf Johann Kasimir von Pfalz-Zweibrücken-Kleeburg verlagerte sich ihr Lebensmittelpunkt zeitweise in das Heilige Römische Reich. Aufgrund der Wirren des Dreißigjährigen Krieges kehrte sie jedoch mit ihrer Familie an den schwedischen Hof zurück. Dort übernahm sie eine zentrale politische Rolle, insbesondere nach dem Tod ihres Bruders Gustav II. Adolf. Sie fungierte als Erzieherin der Thronfolgerin Christina und sicherte durch ihr diplomatisches Geschick den Verbleib ihrer Familie im Zentrum der schwedischen Macht.

Ihre historische Tragweite manifestierte sich nach der Abdankung der kinderlosen Königin Christina: Katharinas Sohn bestieg als Karl X. Gustav den schwedischen Thron. Damit begründete sie das pfälzische Königtum in Schweden, das die Geschicke des Landes während seiner Phase als europäische Hegemonialmacht maßgeblich lenkte. Ihr Wirken steht exemplarisch für die Bedeutung weiblicher Erbfolgelinien bei der Neuausrichtung ganzer Monarchien.