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Johann Kasimir

Haus: Wittelsbach Linie: Pfalz-Zweibrücken-Kleeburg

* 20.04.1589 (Zweibrücken) – † 18.06.1652 (Schloss Stegeborg in Östergötland, Schweden)

Ehen:
1. — · mit Katharina von Schweden
Johann Kasimir

Kinder

Pfalzgraf Johann Kasimir von Pfalz-Zweibrücken-Kleeburg war eine Schlüsselfigur, die das Haus Wittelsbach mit der Weltmacht Schweden verband. Als jüngerer Sohn von Johann I. von Pfalz-Zweibrücken war er zunächst für eine nachgeordnete Rolle vorgesehen, doch sein diplomatisches Geschick und eine kluge Heiratspolitik machten ihn zu einem Akteur auf der großen europäischen Bühne.

Inmitten der Wirren des Dreißigjährigen Krieges suchte er die Nähe zum schwedischen Königshaus. Durch seine Vermählung mit Prinzessin Katharina Wasa, der Tochter von König Karl IX., legte er den Grundstein für den spektakulären Aufstieg seiner Linie. Während er in seiner pfälzischen Heimat Kleeburg im Elsass als Landesherr wirkte, diente er seinem Schwager, dem berühmten Feldherrn Gustav II. Adolf, als enger Vertrauter und wichtiger Verwalter in Schweden.

Sein Wirken hatte weitreichende Folgen für die europäische Geschichte: Da die schwedische Thronfolge der Wasa-Linie versiegte, wurde sein Sohn als Karl X. Gustav zum ersten schwedischen König aus dem Hause Wittelsbach gekrönt. Damit regierte ein Zweig der Familie, die ihre Wurzeln im heutigen Bayern und der Pfalz hatte, über das skandinavische Großreich.

Im Stammbaum auf „stadtgeschichte-muenchen.de“ repräsentiert Johann Kasimir die internationale Ausstrahlung der Wittelsbacher Dynastie. Er war nicht nur ein pfälzischer Landesherr, sondern der Stammvater der schwedischen „Pfälzer“ Könige. Sein Leben zeigt eindrucksvoll, wie durch persönliche Verbindungen und Standhaftigkeit in kriegerischen Zeiten eine regionale Nebenlinie zum Inbegriff europäischer Machtpolitik werden konnte.