Marie Euphrosine, Pfalzgräfin
Haus: Wittelsbach Linie: Pfalz-Zweibrücken-Kleeburg
* 14.02.1625 (Schloss Stegeborg) – † 24.10.1687 (Höjentorp)
Kinder
Keine Kinder erfasst
Marie Euphrosine von Pfalz-Zweibrücken-Kleeburg fungierte als eine zentrale dynastische Brücke zwischen dem Haus Wittelsbach und der schwedischen Krone. Als Tochter des Pfalzgrafen Johann Kasimir und der Prinzessin Katharina von Schweden gehörte sie der Linie an, die mit ihrem Bruder, Karl X. Gustav, den schwedischen Thron bestieg. Ihre Position am schwedischen Hof war durch ihre enge Verwandtschaft zum Königshaus und ihre Rolle als Vertraute ihrer Base, Königin Christina, von erheblicher politischer Relevanz.
Durch ihre Vermählung mit dem schwedischen Reichskanzler Magnus Gabriel De la Gardie verband sie das Herrscherhaus mit dem einflussreichsten Adelsgeschlecht des Landes. Diese Verbindung war ein wesentlicher Bestandteil der schwedischen Innenpolitik, da sie die Loyalität des Hochadels gegenüber der neuen pfälzischen Dynastie festigte. An der Seite ihres Gemahls entfaltete Marie Euphrosine eine rege kulturelle Tätigkeit und förderte die prachtvolle barocke Hofhaltung, die Schwedens Anspruch als europäische Großmacht unterstreichen sollte.
In den späteren Jahren ihrer Herrschaft sah sie sich jedoch mit den wirtschaftlichen Umbrüchen der sogenannten Reduktion konfrontiert, bei der die Krone ehemals vergebenes Land vom Adel zurückforderte. Trotz des damit verbundenen massiven Prestigeverlustes ihres Ehemannes blieb sie eine hochgeschätzte Persönlichkeit des öffentlichen Lebens. Ihr Wirken steht exemplarisch für die Integration pfälzischer Familienzweige in ausländische Staatsgefüge und deren maßgeblichen Einfluss auf die politische und kulturelle Identität ihrer neuen Heimat.
Durch ihre Vermählung mit dem schwedischen Reichskanzler Magnus Gabriel De la Gardie verband sie das Herrscherhaus mit dem einflussreichsten Adelsgeschlecht des Landes. Diese Verbindung war ein wesentlicher Bestandteil der schwedischen Innenpolitik, da sie die Loyalität des Hochadels gegenüber der neuen pfälzischen Dynastie festigte. An der Seite ihres Gemahls entfaltete Marie Euphrosine eine rege kulturelle Tätigkeit und förderte die prachtvolle barocke Hofhaltung, die Schwedens Anspruch als europäische Großmacht unterstreichen sollte.
In den späteren Jahren ihrer Herrschaft sah sie sich jedoch mit den wirtschaftlichen Umbrüchen der sogenannten Reduktion konfrontiert, bei der die Krone ehemals vergebenes Land vom Adel zurückforderte. Trotz des damit verbundenen massiven Prestigeverlustes ihres Ehemannes blieb sie eine hochgeschätzte Persönlichkeit des öffentlichen Lebens. Ihr Wirken steht exemplarisch für die Integration pfälzischer Familienzweige in ausländische Staatsgefüge und deren maßgeblichen Einfluss auf die politische und kulturelle Identität ihrer neuen Heimat.