Münchner Straßenverzeichnis

   Viscardistraße          

Viscardi Giovanni Antonio
Giovanni Antonio Viscardi
Bildrechte: Gemeinfrei (Wikipedia 2018)

Giovanni Antonio Viscardi (* 27. Dezember 1645 in San Vittore bei Roveredo; † 9. September 1713 in München) war ein italienisch-graubündner Baumeister des Barocks, der überwiegend in Bayern arbeitete.

Als Kirchenbaumeister erlangt Antonio Giovanni Viscardi den Höhepunkt seines Wirkens mit dem neuen Jahrhundert. Unter seiner Regie entstehen die Pfarrkirche St. Stephan Steindorf bei Mering und die Prämonstratenser-Kirche Neustift bei Freising. Die Jesuitenkirche in Augsburg wird umgebaut, und für die neue Abteikirche von Kloster Fürstenfeld wird der Grundstein gelegt und der Bau des Chores begonnen. Dann allerdings wird der Bau mangels Geld alsbald eingestellt. Der Kurfürst ist dem Kloster Rückzahlungen schuldig geblieben.

Das Hauptwerk dieser Phase aber stellt die Wallfahrtskirche Mariahilf zu Freystadt in der Oberpfalz dar. Als Zentralbau und Kirche vom Typ eines überkuppelten griechischen Kreuzes, welche auch in der Innenausstattung ganz besonders die typische Auffassung Viscardis in Wand- und Säulengestaltung aufweist, zeigt diese Kirche seinen persönlichen Stil am deutlichsten.

Mit den gleichzeitig laufenden Schlossneubauten Nymphenburg und Schleißheim, die vom Kurfürsten Maximilian II. Emanuel rasant vorangetrieben wurden, tritt eine auch für das Hofbauamt offensichtliche Überlastung des Oberhofbaumeisters Zuccalli ein. Viscardi wurde daher 1702 mit dem Weiterbau von Schloss Nymphenburg betraut. Nach der Entlassung Zuccallis während des Exil des bayrischen Kurfürsten wird Viscardi 1706 durch die Kaiserliche Administration in Bayern selbst zum Oberhofbaumeister am bayerischen Hof, und im Jahre 1713 sogar noch zum kaiserlichen Hofober- und Landbaumeister ernannt.

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Straßenname Viscardistraße
Benennung 4.1.1900 Erstnennung
RubrikPersonen
Kategorie Baumeister  Architekt  
Person Viscardi Giovanni Antonio
geboren 27.12.1645 [San Vittore bei Roveredo]
gestorben 9.9.1713 [München]
Kategorie Baumeister  Architekt  
Nation Deutschland
Konfession katholisch
GND 11876862X
Leben

Giovanni Antonio Viscardi (* 27. Dezember 1645 in San Vittore bei Roveredo; † 9. September 1713 in München) war ein italienisch-graubündner Baumeister des Barocks, der überwiegend in Bayern arbeitete.

Als Kirchenbaumeister erlangt Antonio Giovanni Viscardi den Höhepunkt seines Wirkens mit dem neuen Jahrhundert. Unter seiner Regie entstehen die Pfarrkirche St. Stephan Steindorf bei Mering und die Prämonstratenser-Kirche Neustift bei Freising. Die Jesuitenkirche in Augsburg wird umgebaut, und für die neue Abteikirche von Kloster Fürstenfeld wird der Grundstein gelegt und der Bau des Chores begonnen. Dann allerdings wird der Bau mangels Geld alsbald eingestellt. Der Kurfürst ist dem Kloster Rückzahlungen schuldig geblieben.

Das Hauptwerk dieser Phase aber stellt die Wallfahrtskirche Mariahilf zu Freystadt in der Oberpfalz dar. Als Zentralbau und Kirche vom Typ eines überkuppelten griechischen Kreuzes, welche auch in der Innenausstattung ganz besonders die typische Auffassung Viscardis in Wand- und Säulengestaltung aufweist, zeigt diese Kirche seinen persönlichen Stil am deutlichsten.

Mit den gleichzeitig laufenden Schlossneubauten Nymphenburg und Schleißheim, die vom Kurfürsten Maximilian II. Emanuel rasant vorangetrieben wurden, tritt eine auch für das Hofbauamt offensichtliche Überlastung des Oberhofbaumeisters Zuccalli ein. Viscardi wurde daher 1702 mit dem Weiterbau von Schloss Nymphenburg betraut. Nach der Entlassung Zuccallis während des Exil des bayrischen Kurfürsten wird Viscardi 1706 durch die Kaiserliche Administration in Bayern selbst zum Oberhofbaumeister am bayerischen Hof, und im Jahre 1713 sogar noch zum kaiserlichen Hofober- und Landbaumeister ernannt.

Bavarikon Wikipedia Deutsche Biografie Deutsche National Bibliothek
Benennung 4.1.1900 Erstnennung
Offiziell Giovanni Antonio Viscardi, 1646-1713, Baumeister: Theatinerkloster, Dreifaltigkeitsiirche; beteiligt am Nymphenburger-Schloßbau.
Straßenverlauf Die Verbindungsstraße zwischen der vorigen und der Lainierstraße südlich der Wimmerstraße
Bemerkung bisher Preysingstraße, nicht identisch mit der Preysingstraße in Haidhausen.
1965 Baureferat
Viscardistraße: Giovanni Antonio Viscardi (1645-1713), kurfürstl. Hofober- und Landbaumeister, neben Zuccali bedeutendster Vertreter des ital. Barock in Bayern, schuf u. a. die Pläne für die Dreifaltigkeitskirche, den Bürgersaal und Seitenbauten von Schloß Nymphenburg in München und führte den Bau der Theatinerkirche weiter. *1931
DatumQuelleA
01.01.1900Verzeichnis der zu benennenden Straßen und Plätze
welche laut Ministerialentschließeung vom 4. Januar 1900 mit Wirkung vom 1. Januar 1900 die Allerhöchste Genehmigung erhalten haben
DE-1992-STRA-28-1-1 Alphabetisches Straßennamenverzeichnis mit Angaben über Entstehung und Bedeutung 1894 - 1916
Wikipedia

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