Münchner Straßenverzeichnis

   General-Wever-Straße          

Wever Walther Walther Wever (* 11. November 1887 in Wilhelmsort, Kreis Bromberg; † 3. Juni 1936 in Klotzsche)
Walther Wever
Bildrechte: Bundesarchiv, Bild 141-1941 / CC-BY-SA 3.0, Bundesarchiv Bild 141-1941, Walther Wever, CC BY-SA 3.0 DE

Trauerfeier für Walther Wever im Festsaal des Reichsluftfahrtministeriums Walther Wever (* 11. November 1887 in Wilhelmsort, Kreis Bromberg; † 3. Juni 1936 in Klotzsche) war ein deutscher Offizier, zuletzt in der Wehrmacht Generalleutnant und Chef des Generalstabes der Luftwaffe.

Seit dem 1. September 1933 übernahm er im neu geschaffenen Reichsluftfahrtministerium die Leitung des Luftkommandoamtes und wurde im Oktober 1934 zum Generalmajor ernannt. Mit der Einführung der allgemeinen Wehrpflicht im März 1935 wurde seine Funktion als Chef des Generalstabes der Luftwaffe offenkundig. Er wurde im April 1936 Generalleutnant.

Als erstem Generalstabschef der Luftwaffe kam Wever damit die Aufgabe zu, in Anlehnung an die Ideen Douhets die Grundsätze der strategischen wie auch taktischen Luftkriegsführung zu entwickeln und die technischen Vorgaben für den Bau moderner Flugzeuge festzulegen. Um die strategische Bedeutung der Luftwaffe zu unterstreichen, ließ er neben Stukas, Jagdflugzeugen und kleineren Bombern auch viermotorige Bomber entwickeln, die er Uralbomber (Ju 89 und Do 19) nannte. Nach neueren Forschungen ließ er dieses Projekt jedoch wenige Wochen vor seinem Tod stoppen, nachdem ihm immer klarer wurde, dass sich das Regime auf Kriegskurs befand.

Trotz der Schwierigkeiten, die der schnelle Aufbau mit sich brachte, waren die Jahre 1933 bis 1936 durch eine effektive Zusammenarbeit der führenden Männer im Reichsluftfahrtministerium geprägt; der mit Ämtern überhäufte Göring ließ seinen Mitarbeitern Erhard Milch, Wilhelm Wimmer und Walther Wever größtenteils freie Hand. Die Luftrüstung dieser Jahre berücksichtigte (mehr als bei Heer und Marine) wirtschaftliche Faktoren (Kosten, Produktionskapazitäten u. Ä.) der Rüstung. Rüstungsschwerpunkt waren taktische Bomber; daneben erkannte man die Bedeutung der strategischen Einsatzmöglichkeiten (Wever als Chef des Luftkommandoamtes erklärte 1935 in seiner »Vorschrift zur Luftkriegführung«, dass die Aufgaben der Luftwaffe in der Offensive gegen die „Kampfkraft des Gegners, also gegen die feindliche Luftwaffe und dann gegen die Kraftquellen der feindlichen Armee“ liegen und ließ deswegen Richtlinien für die weitere Entwicklung eines strategischen Bombers erstellen).

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Straßenname General-Wever-Straße
Benennung 29.4.1937 Erstnennung
RubrikPersonen
Suchen Walther Wever (* 11. November 1887 in Wilhelmsort, Kreis Bromberg; † 3. Juni 1936 in Klotzsche)
Person Wever Walther
geboren 11.11.
gestorben
Nation Deutschland
GND 128550791
Leben

Trauerfeier für Walther Wever im Festsaal des Reichsluftfahrtministeriums Walther Wever (* 11. November 1887 in Wilhelmsort, Kreis Bromberg; † 3. Juni 1936 in Klotzsche) war ein deutscher Offizier, zuletzt in der Wehrmacht Generalleutnant und Chef des Generalstabes der Luftwaffe.

Seit dem 1. September 1933 übernahm er im neu geschaffenen Reichsluftfahrtministerium die Leitung des Luftkommandoamtes und wurde im Oktober 1934 zum Generalmajor ernannt. Mit der Einführung der allgemeinen Wehrpflicht im März 1935 wurde seine Funktion als Chef des Generalstabes der Luftwaffe offenkundig. Er wurde im April 1936 Generalleutnant.

Als erstem Generalstabschef der Luftwaffe kam Wever damit die Aufgabe zu, in Anlehnung an die Ideen Douhets die Grundsätze der strategischen wie auch taktischen Luftkriegsführung zu entwickeln und die technischen Vorgaben für den Bau moderner Flugzeuge festzulegen. Um die strategische Bedeutung der Luftwaffe zu unterstreichen, ließ er neben Stukas, Jagdflugzeugen und kleineren Bombern auch viermotorige Bomber entwickeln, die er Uralbomber (Ju 89 und Do 19) nannte. Nach neueren Forschungen ließ er dieses Projekt jedoch wenige Wochen vor seinem Tod stoppen, nachdem ihm immer klarer wurde, dass sich das Regime auf Kriegskurs befand.

Trotz der Schwierigkeiten, die der schnelle Aufbau mit sich brachte, waren die Jahre 1933 bis 1936 durch eine effektive Zusammenarbeit der führenden Männer im Reichsluftfahrtministerium geprägt; der mit Ämtern überhäufte Göring ließ seinen Mitarbeitern Erhard Milch, Wilhelm Wimmer und Walther Wever größtenteils freie Hand. Die Luftrüstung dieser Jahre berücksichtigte (mehr als bei Heer und Marine) wirtschaftliche Faktoren (Kosten, Produktionskapazitäten u. Ä.) der Rüstung. Rüstungsschwerpunkt waren taktische Bomber; daneben erkannte man die Bedeutung der strategischen Einsatzmöglichkeiten (Wever als Chef des Luftkommandoamtes erklärte 1935 in seiner »Vorschrift zur Luftkriegführung«, dass die Aufgaben der Luftwaffe in der Offensive gegen die „Kampfkraft des Gegners, also gegen die feindliche Luftwaffe und dann gegen die Kraftquellen der feindlichen Armee“ liegen und ließ deswegen Richtlinien für die weitere Entwicklung eines strategischen Bombers erstellen).

Bavarikon Wikipedia Deutsche Biografie Deutsche National Bibliothek
Benennung 29.4.1937 Erstnennung
Offiziell Walter Wever, Generalleutnant u. Chef d. Generalstabes d. Luftwaffe, hervorragend verdient um den Aufbau d. neuen Luftwaffe. Geb. 11.11.1887 zu Berlin, fand am 3.6.1936 auf dem Dresdener Flugpl. den Fliegertod
Straßenverlauf Verb. Str. zw. Ingolstädter Str. u. Nietzschepl.
Bemerkung Entscheidung des OBM. v. 2.3.1937
DatumQuelleA
29.04.1937Straßenbenennungen 1937/1. Teil
Entscheidung des Oberbürgermeisters vom 29. April 1937
DE-1992-STRA-40-62c Straßenbenennungen 1937 - 0
Referat 7 ->
Wikipedia

Straßen sind das Gedächtnis der Stadt



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