Fritz-Erler-Straße in München Ramersdorf-Perlach
 

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   Fritz-Erler-Straße          

Erler Fritz
Fritz Erler
Bildrechte: Frank Hall, McNamara with Erler and Brandt at Pentagon 1965, als gemeinfrei gekennzeichnet, Details auf Wikimedia Commons

Fritz Erler (* 14. Juli 1913 in Berlin; † 22. Februar 1967 in Pforzheim) war ein deutscher SPD-Politiker. Er galt als Experte für Verteidigungsfragen und zeitweilig als möglicher Kanzlerkandidat der Partei.

1949 bis 1953 war er stellvertretender Vorsitzender des Bundestagsausschusses zur Mitberatung des EVG-Vertrages und der damit zusammenhängenden Abmachungen, 1950 bis 1952 stellvertretender Vorsitzender des Parlamentarischen Untersuchungsausschusses zur Überprüfung der im Raum Bonn vergebenen Aufträge. Von 1953 bis 1957 war Erler stellvertretender Vorsitzender des Verteidigungsausschusses des Bundestages. In den 1950er Jahren war er einer der Experten der SPD für Verteidigungs- und Außenpolitik und wurde durch seine rhetorische Begabung einer der wichtigsten Redner der Opposition in den Debatten um Adenauers Außen-, Verteidigungs- und Deutschlandpolitik, oft als Gegenpart von Kurt Georg Kiesinger und Franz Josef Strauß. So brillant seine Argumentation auch war, konnte er dennoch Adenauers Politik der Westbindung nicht verhindern. Diese wurde zudem in zwei Bundestagswahlen, 1953 und 1957, von der Bevölkerung klar bestätigt.

Seit 1950 war er Delegierter des Europarates und ab 1955 gehörte er auch der Parlamentarischen Versammlung der Westeuropäischen Union (WEU) an und war dort 1956 Vorsitzender des Verteidigungsausschusses.

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Straßenname Fritz-Erler-Straße
Zusatztafel

Fritz Erler (1913-1967),
Politiker, Gegner des Nationalsozialismus,
1939 als führendes Mitglied einer Widerstandsgruppe
zu zehn Jahren Zuchthuas verurteilt,
ab 1949 Mitglied des Bundestags

Benennung 1973 Erstnennung
Plz 81737
Stadtbezirk 16. Ramersdorf-Perlach | Neuperlach
RubrikPersonen
Kategorie Politiker  SPD  
Lat/Lng 48.0995617 - 11.647863   
Person Erler Fritz
geboren 14.7.1913 [Berlin]
gestorben 22.3.1967 [Pforzheim]
Kategorie Politiker  SPD  
Nation Deutschland
GND 118530844
Leben

Fritz Erler (* 14. Juli 1913 in Berlin; † 22. Februar 1967 in Pforzheim) war ein deutscher SPD-Politiker. Er galt als Experte für Verteidigungsfragen und zeitweilig als möglicher Kanzlerkandidat der Partei.

1949 bis 1953 war er stellvertretender Vorsitzender des Bundestagsausschusses zur Mitberatung des EVG-Vertrages und der damit zusammenhängenden Abmachungen, 1950 bis 1952 stellvertretender Vorsitzender des Parlamentarischen Untersuchungsausschusses zur Überprüfung der im Raum Bonn vergebenen Aufträge. Von 1953 bis 1957 war Erler stellvertretender Vorsitzender des Verteidigungsausschusses des Bundestages. In den 1950er Jahren war er einer der Experten der SPD für Verteidigungs- und Außenpolitik und wurde durch seine rhetorische Begabung einer der wichtigsten Redner der Opposition in den Debatten um Adenauers Außen-, Verteidigungs- und Deutschlandpolitik, oft als Gegenpart von Kurt Georg Kiesinger und Franz Josef Strauß. So brillant seine Argumentation auch war, konnte er dennoch Adenauers Politik der Westbindung nicht verhindern. Diese wurde zudem in zwei Bundestagswahlen, 1953 und 1957, von der Bevölkerung klar bestätigt.

Seit 1950 war er Delegierter des Europarates und ab 1955 gehörte er auch der Parlamentarischen Versammlung der Westeuropäischen Union (WEU) an und war dort 1956 Vorsitzender des Verteidigungsausschusses.

Bavarikon Wikipedia Deutsche Biografie Deutsche National Bibliothek
Benennung 1973 Erstnennung
Offiziell Frirt Erler, geb. 17.4.1913 in Berlin, gest. 22.2.1967 in Pforzheim. - Als Sohn einer Arbeiterfamilie trat er schon als 15-Jähriger der Sozialistischen Arbeiterjugend bei und wurde 1931 Mitglied der SPD. Nach dem Besuch der Oberschule war er bis 1938 Stadtinspektor in Berlin. Als führendes Mitglied einer sozialdemokratischen Widerstandsgruppe wurde er 1939 zu 10 Jahren Zuchthaus verurteilt. -1949 wurde Erler für die SPD in den Bundestag gewählt, wo seine Sachkenntnisse in außen- und wehrpolitischen Fragen von anchhaltigen Einfluß war. Als Demokrat hochgeachtet, waren ihm soziale Gerechtigkeit und Völkervrständigung oberste Anliegen.
DatumQuelleA
02.05.1973Benennung von öffentlichen Verkehrsflächen
im Zentrum von Neuperlach nach zeitgenössischen Politikern
DE-1992-STRA-40-73 Straßenbenennungen 1973 - 0
Baurerferat-Bauverwaltung -> Stadtarchiv
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