Münchner Straßenverzeichnis

   Falckenbergstraße          

Falckenberg Otto
Otto Falckenberg
Bildrechte: © Gerhard Willhalm, Gedenktafel - Otto Falkenberg, CC BY-NC 4.0

Otto Falckenberg (* 5. Oktober 1873 in Koblenz; † 25. Dezember 1947 in München) war ein deutscher Regisseur, Theaterleiter und Schriftsteller.

Falckenberg prägte nachhaltig das Münchener Theaterleben. Vor allem seine Shakespeare- und Strindbergaufführungen galten als richtungweisend. 1922 brachte er Brechts Stück Trommeln in der Nacht zur Uraufführung. Falckenberg gilt als Entdecker oder Förderer von zahlreichen Schauspielern wie Berta Drews, Elisabeth Flickenschildt, Maria Nicklisch, Käthe Gold, Therese Giehse, Will Dohm, Heinz Rühmann, O. E. Hasse, Axel von Ambesser, Carl Wery und Horst Caspar.

In der Zeit des Nationalsozialismus wurde Falckenberg zwar 1933 kurzfristig verhaftet, kam aber wieder frei und ließ 1936 in München Eberhard Wolfgang Möllers antisemitisches Stück Rothschild siegt bei Waterloo aufführen. Er erhielt den Titel Staatsschauspieldirektor und die Goethe-Medaille für Kunst und Wissenschaft. 1943 wurde er trotz Titelsperre zum Professor ernannt. Hitler nahm ihn 1944 in die Sonderlisten der Gottbegnadeten-Liste mit den unersetzlichen Künstlern auf und benannte ihn unter den vier wichtigsten Theaterschauspielern.

Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs erhielt Falckenberg 1945 Berufs- und Hausverbot. Er wurde am 30. Mai 1947 von einer deutschen Spruchkammer entnazifiziert, die US-Besatzungsbehörden verweigerten ihm trotzdem die Rückkehr in seine Position. Zuletzt erteilte er privaten Schauspielunterricht in Starnberg.

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Straßenname Falckenbergstraße
Benennung 1968 Erstnennung
Plz 80539
Stadtbezirk 1. Altstadt-Lehel | Graggenau
RubrikPersonen
Kategorie Theater  Regisseur  Intendant  Theaterleiter  Schriftsteller  
Lat/Lng 48.13823 - 11.58164   
Person Falckenberg Otto
geboren 5.10.1873 [Koblenz]
gestorben 25.12.1947 [München]
Kategorie Theater  Regisseur  Intendant  Theaterleiter  Schriftsteller  
Nation Deutschland
Konfession evangelisch
GND 118531832
Leben

Otto Falckenberg (* 5. Oktober 1873 in Koblenz; † 25. Dezember 1947 in München) war ein deutscher Regisseur, Theaterleiter und Schriftsteller.

Falckenberg prägte nachhaltig das Münchener Theaterleben. Vor allem seine Shakespeare- und Strindbergaufführungen galten als richtungweisend. 1922 brachte er Brechts Stück Trommeln in der Nacht zur Uraufführung. Falckenberg gilt als Entdecker oder Förderer von zahlreichen Schauspielern wie Berta Drews, Elisabeth Flickenschildt, Maria Nicklisch, Käthe Gold, Therese Giehse, Will Dohm, Heinz Rühmann, O. E. Hasse, Axel von Ambesser, Carl Wery und Horst Caspar.

In der Zeit des Nationalsozialismus wurde Falckenberg zwar 1933 kurzfristig verhaftet, kam aber wieder frei und ließ 1936 in München Eberhard Wolfgang Möllers antisemitisches Stück Rothschild siegt bei Waterloo aufführen. Er erhielt den Titel Staatsschauspieldirektor und die Goethe-Medaille für Kunst und Wissenschaft. 1943 wurde er trotz Titelsperre zum Professor ernannt. Hitler nahm ihn 1944 in die Sonderlisten der Gottbegnadeten-Liste mit den unersetzlichen Künstlern auf und benannte ihn unter den vier wichtigsten Theaterschauspielern.

Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs erhielt Falckenberg 1945 Berufs- und Hausverbot. Er wurde am 30. Mai 1947 von einer deutschen Spruchkammer entnazifiziert, die US-Besatzungsbehörden verweigerten ihm trotzdem die Rückkehr in seine Position. Zuletzt erteilte er privaten Schauspielunterricht in Starnberg.

Bavarikon Wikipedia Deutsche Biografie Deutsche National Bibliothek
Benennung 1968 Erstnennung
Offiziell Otto Falckenberg, geb. 5.10.1873 in Koblen, gest. 25.12.1947 in Starnberg, studierte in München Philosophie, Kunst- und Literaturgeschichte, übernahm als Chefdramaturg und Oberspielleiter 1917 die Direktion der "Kammerspieleim Schauspielhaus und wurde deren Intendant. Als Schöpfer neuer Stilelemente der Bühnenkunst eröffente dieser geniale Theatermann die Glanzeit der Kammerspiele und zugleich eine neue ruhmvolle Epoche im Münchner Theaterleben.
DatumQuelleA
02.11.1967Straßenbenennung (Falckenbergstraße)
DE-1992-STRA-40-69a Straßenbenennungen 1967 - 0
Baurefert - Wohnungswesen -> Stadtarchiv
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StraßeNameArchitektBaustilJahr
Falckenbergstraße 9MietshausRoth AntonNeurenaissance1879
TitelStraßeStandortKünstlerJahrBild
LichtobjektFalckenbergstraße 2Münchner KammerspieleHoover Nan1999

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