Karl Theodor, Kurfürst von Bayern
Haus: Wittelsbach Linie: Pfalz-Sulzbach
* 10.10.1724 (Brüssel Schloss Drogenbos) – † 16.02.1799 (München) · Theatinerkirche
Ehen:
1. — · mit Elisabeth Freiin Schenk von Castell
2. — · mit Françoise Després-Verneuil
3. — · mit Maria Christine Edle von Hauer
4. — · mit Elisabeth Auguste von Pfalz-Sulzbach
5. — · mit Josepha von Heydeck
6. 15.02.1795 in Insbruck · mit Maria Leopoldine von Österreich-Este
1. — · mit Elisabeth Freiin Schenk von Castell
2. — · mit Françoise Després-Verneuil
3. — · mit Maria Christine Edle von Hauer
4. — · mit Elisabeth Auguste von Pfalz-Sulzbach
5. — · mit Josepha von Heydeck
6. 15.02.1795 in Insbruck · mit Maria Leopoldine von Österreich-Este
Herrscher 1777–1799
1724 Markgraf von Bergen op Zoom
1733 Herzog von Pfalz-Sulzbach
1742 Karl IV. Pfalzgraf und Kurfürst von der Pfalz sowie Herzog von Jülich, Berg und Neuburg
1777 Karl II. auch Kurfürst von Bayern
1733 Herzog von Pfalz-Sulzbach
1742 Karl IV. Pfalzgraf und Kurfürst von der Pfalz sowie Herzog von Jülich, Berg und Neuburg
1777 Karl II. auch Kurfürst von Bayern
Eltern
Kinder
Kinder mit Elisabeth Auguste von Pfalz-Sulzbach
Kinder mit Francesco Farnese
Kinder mit Françoise Després-Verneuil
Kinder mit Josepha von Heydeck
Kinder mit Maria Christine Edle von Hauer
Kinder mit Elisabeth Freiin Schenk von Castell
Karl Theodor war eine der bedeutendsten und zugleich umstrittensten Herrscherfiguren der bayerischen Geschichte. Als er 1777 nach dem Aussterben der bayerischen Linie der Wittelsbacher die Nachfolge in München antrat, vereinigte er die Kurpfalz mit dem Herzogtum Bayern. Dieser Übergang markierte die Geburtsstunde von Kurpfalz-Bayern, einem der mächtigsten Territorien im Heiligen Römischen Reich.
Seine Regierungszeit in München war von einem tiefen kulturellen Gegensatz geprägt. Karl Theodor, der in Mannheim einen glanzvollen, musisch orientierten Hof (die berühmte „Mannheimer Schule“) gepflegt hatte, fühlte sich in der bayerischen Residenzstadt zeitlebens nicht heimisch. Bekannt ist sein Versuch, Bayern im Tausch gegen die Österreichischen Niederlande an das Haus Habsburg abzugeben, was beinahe zum Ende der bayerischen Eigenständigkeit geführt hätte und erst durch den Protest seines Erben Karl II. August von Zweibrücken verhindert wurde.
Für das Stadtbild Münchens leistete er jedoch Herausragendes. Er war es, der den Englischen Garten als einen der ersten großen Volksparks Europas anlegen ließ und die Stadtbefestigung schleifen ließ, um München nach außen hin zu öffnen. Das Karlstor und der Karlsplatz (Stachus) tragen bis heute seinen Namen. Unter seiner Schirmherrschaft erlebte die Wissenschaft mit der Gründung der Bayerischen Akademie der Wissenschaften und die Architektur eine neue Blütezeit, auch wenn seine autoritäre Politik und die Bevorzugung seiner unehelichen Kinder, der Grafen von Bretzenheim, beim Münchner Volk auf Ablehnung stießen.
Da er trotz zweier Ehen keine legitimen männlichen Nachkommen hinterließ, erlosch mit seinem Tod im Jahr 1799 die Linie Pfalz-Sulzbach. Sein Erbe fiel an die Linie Pfalz-Zweibrücken unter Max I. Joseph, der schließlich zum ersten König von Bayern aufstieg. Karl Theodor bleibt als ein aufgeklärter, kunstsinniger, aber in Bayern politisch unglücklich agierender Fürst in Erinnerung, der München das Tor zur Moderne öffnete.
Seine Regierungszeit in München war von einem tiefen kulturellen Gegensatz geprägt. Karl Theodor, der in Mannheim einen glanzvollen, musisch orientierten Hof (die berühmte „Mannheimer Schule“) gepflegt hatte, fühlte sich in der bayerischen Residenzstadt zeitlebens nicht heimisch. Bekannt ist sein Versuch, Bayern im Tausch gegen die Österreichischen Niederlande an das Haus Habsburg abzugeben, was beinahe zum Ende der bayerischen Eigenständigkeit geführt hätte und erst durch den Protest seines Erben Karl II. August von Zweibrücken verhindert wurde.
Für das Stadtbild Münchens leistete er jedoch Herausragendes. Er war es, der den Englischen Garten als einen der ersten großen Volksparks Europas anlegen ließ und die Stadtbefestigung schleifen ließ, um München nach außen hin zu öffnen. Das Karlstor und der Karlsplatz (Stachus) tragen bis heute seinen Namen. Unter seiner Schirmherrschaft erlebte die Wissenschaft mit der Gründung der Bayerischen Akademie der Wissenschaften und die Architektur eine neue Blütezeit, auch wenn seine autoritäre Politik und die Bevorzugung seiner unehelichen Kinder, der Grafen von Bretzenheim, beim Münchner Volk auf Ablehnung stießen.
Da er trotz zweier Ehen keine legitimen männlichen Nachkommen hinterließ, erlosch mit seinem Tod im Jahr 1799 die Linie Pfalz-Sulzbach. Sein Erbe fiel an die Linie Pfalz-Zweibrücken unter Max I. Joseph, der schließlich zum ersten König von Bayern aufstieg. Karl Theodor bleibt als ein aufgeklärter, kunstsinniger, aber in Bayern politisch unglücklich agierender Fürst in Erinnerung, der München das Tor zur Moderne öffnete.